Adipositas Zürich

Adipositas Zürich Wir informieren hier über Ursachen, Folgen und Therapiemöglichkeiten der Krankheit Adipositas.

Adipositas Zürich möchte Euch umfassend über die Krankheit Adipositas informieren. Wir liefern Inhalte zu den Themenschwerpunkten: Ursachen, Folgen und Therapiemöglichkeiten dieser Erkrankung. Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt ist der Dialog zwischen Medizinern und Patienten. Auf unserer Facebook Seite habt Ihr Gelegenheit, direkt mit dem Leiter der bariatrischen und endokrinen Chirurgie Professor Dr. Marco Bueter und den Autor von „Schlank durch Op“ in Kontakt zu treten.

Herzliche Ostergrüße zum Ostermontag!Der Ostermontag steht für Neubeginn, Hoffnung und Zuversicht. Die Feiertage neigen ...
06/04/2026

Herzliche Ostergrüße zum Ostermontag!

Der Ostermontag steht für Neubeginn, Hoffnung und Zuversicht. Die Feiertage neigen sich dem Ende zu, vielleicht waren sie geprägt von gemeinsamen Mahlzeiten, schönen Begegnungen und kleinen Auszeiten vom Alltag. Gerade für Menschen mit Adipositas können solche Tage ganz unterschiedliche Gefühle auslösen – Freude, Entspannung, aber auch Nachdenklichkeit.

Heute ist ein guter Moment, um freundlich mit sich selbst zu sein. Nicht Perfektion zählt, sondern der langfristige Weg. Jeder Tag bietet die Chance, neu zu starten, Gewohnheiten zu stärken und achtsam mit dem eigenen Körper umzugehen. Veränderung entsteht nicht durch Druck, sondern durch Beständigkeit und Selbstfürsorge.

Wir wünschen Euch einen entspannten Ostermontag, Zeit für Erholung und viele kleine Momente der Zuversicht. Vielleicht ist heute genau der richtige Tag für einen Spaziergang an der frischen Luft, ein bewusstes Innehalten oder einen neuen, positiven Gedanken für die kommende Woche.

Welche positiven Impulse nehmt Ihr aus den Feiertagen mit? Kommentiert gerne oder schreibt uns eine Nachricht.
Wir freuen uns über Eure Kontaktaufnahme, wenn Ihr mehr zum Thema erfahren möchtet oder eine Adipositas-Therapie in Betracht zieht. Dazu bitte einfach hier entlang: https://www.adipositas-zuerich.ch/kontakt/

Bild: © Canva

Um mit Prof. Dr. med. Marco Bueter und seinem Team in Kontakt zu treten, bieten wir Dir unterschiedliche Möglichkeiten und Kanäle an.

 : Ostern und Feiertage mit Adipositas – Genuss ohne schlechtes GewissenFeiertage wie Ostern sind für viele Menschen ein...
03/04/2026

: Ostern und Feiertage mit Adipositas – Genuss ohne schlechtes Gewissen

Feiertage wie Ostern sind für viele Menschen eine besondere Zeit. Gemeinsame Mahlzeiten, traditionelle Gerichte, süße Leckereien und gesellige Stunden mit Familie und Freunden stehen im Mittelpunkt. Für Menschen mit Adipositas können solche Tage jedoch auch mit Unsicherheit, Druck oder Schuldgefühlen verbunden sein. Zwischen Schokoladenhasen und festlichen Menüs entsteht schnell das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren oder in alte Muster zurückzufallen.

Gerade an Feiertagen wird deutlich, wie eng Essen mit Emotionen, Erinnerungen und sozialen Ritualen verknüpft ist. Wer sich in einer Adipositastherapie befindet, steht oft vor der Herausforderung, einerseits Teil dieser Traditionen zu sein und andererseits die eigenen gesundheitlichen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Dabei geht es nicht um Verzicht oder strenge Regeln, sondern um bewusste Entscheidungen. Ein Osterbrunch muss kein „Alles-oder-nichts“-Moment sein. Es kann helfen, sich im Vorfeld kleine, realistische Vorsätze zu setzen, zum Beispiel: „Ich genieße meine Lieblingsspeise bewusst und achte auf mein Sättigungsgefühl.“

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der innere Dialog. Feiertage sind keine Prüfung und kein Maßstab für den gesamten Therapieverlauf. Ein einzelnes Essen oder ein einzelner Tag entscheidet nicht über Erfolg oder Misserfolg. Viel entscheidender ist der langfristige Umgang mit sich selbst. Wer lernt, Genuss bewusst zu erleben, langsamer zu essen und Pausen einzulegen, stärkt nicht nur das eigene Körpergefühl, sondern auch die Selbstwirksamkeit. Gerade Menschen mit Adipositas profitieren davon, starre Denkmuster wie „Jetzt ist sowieso alles egal“ zu hinterfragen.

Auch Bewegung kann an Ostern oder anderen Feiertagen auf natürliche Weise integriert werden. Ein gemeinsamer Spaziergang nach dem Essen, eine kleine Wanderung oder Zeit im Freien helfen, den Kreislauf anzuregen und Stress abzubauen. Dabei steht nicht der Kalorienverbrauch im Vordergrund, sondern das Wohlbefinden. Feiertage dürfen Freude machen – und Freude ist ein wichtiger Bestandteil jeder nachhaltigen Therapie.

Ostern kann somit eine gute Gelegenheit sein, einen neuen, entspannteren Umgang mit Essen zu üben. Nicht Perfektion ist das Ziel, sondern Balance. Kleine bewusste Entscheidungen summieren sich über Wochen und Monate zu spürbaren Erfolgen. Wer lernt, Feiertage ohne extremes Schwarz-Weiß-Denken zu erleben, stärkt seine langfristige Stabilität im Umgang mit der chronischen Erkrankung Adipositas.

Welche Strategien helfen Euch an Feiertagen? Kommentiert gerne oder schreibt uns eine Nachricht.
Wir freuen uns über Eure Kontaktaufnahme, wenn Ihr mehr zum Thema erfahren möchtet oder eine Adipositas-Therapie in Betracht zieht. Dazu bitte einfach hier entlang: https://www.adipositas-zuerich.ch/kontakt/

Bild: © Canva

 : Adipositas und mentale Gesundheit – warum Körper und Psyche untrennbar verbunden sindAdipositas betrifft nicht nur de...
30/03/2026

: Adipositas und mentale Gesundheit – warum Körper und Psyche untrennbar verbunden sind

Adipositas betrifft nicht nur den Stoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System oder die Gelenke, sondern auch die psychische Gesundheit. In der öffentlichen Diskussion wird dieser Zusammenhang häufig übersehen oder stark vereinfacht dargestellt. Dabei zeigen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, dass zwischen starkem Übergewicht und psychischen Belastungen eine enge, wechselseitige Beziehung besteht.

Menschen mit Adipositas haben ein erhöhtes Risiko für Depressionen, Angststörungen und chronischen Stress. Gleichzeitig können depressive Symptome, emotionale Erschöpfung oder belastende Lebensereignisse das Essverhalten verändern und eine Gewichtszunahme begünstigen. Es entsteht nicht selten ein Kreislauf, in dem sich psychische Belastung und Gewichtsentwicklung gegenseitig verstärken. Emotionales Essen dient kurzfristig als Bewältigungsstrategie, führt langfristig jedoch häufig zu Schuldgefühlen und weiterer psychischer Belastung.

Auch hormonelle Mechanismen spielen eine Rolle. Chronischer Stress erhöht die Ausschüttung von Cortisol, was die Fettspeicherung, insbesondere im Bauchbereich, begünstigen kann. Gleichzeitig beeinflussen Schlafmangel und innere Anspannung Hunger- und Sättigungshormone, sodass Heißhungerattacken wahrscheinlicher werden. Der Körper reagiert auf psychische Belastung also nicht nur emotional, sondern auch biologisch.

Hinzu kommt die gesellschaftliche Dimension. Stigmatisierung und Diskriminierung wirken sich nachweislich negativ auf das Selbstwertgefühl aus. Viele Betroffene berichten von abwertenden Kommentaren im Alltag oder im medizinischen Umfeld. Diese Erfahrungen können Rückzug, Vermeidungsverhalten und sogar eine Verschlechterung gesundheitlicher Parameter begünstigen. Ein respektvoller, wertschätzender Umgang ist daher nicht nur eine Frage der Höflichkeit, sondern ein medizinisch relevanter Faktor.

Eine erfolgreiche Therapie berücksichtigt deshalb immer auch die psychische Ebene. Verhaltenstherapeutische Ansätze helfen, Essmuster zu erkennen und alternative Strategien zur Emotionsregulation zu entwickeln. Achtsamkeitstechniken können dabei unterstützen, Hunger- und Sättigungssignale wieder bewusster wahrzunehmen. Gleichzeitig ist es wichtig, realistische Ziele zu setzen und Fortschritte nicht ausschließlich an der Zahl auf der Waage zu messen.

Adipositas ist eine chronische Erkrankung mit körperlichen und seelischen Dimensionen. Wer beide Aspekte ernst nimmt, schafft die Grundlage für nachhaltige Veränderung. Körperliche Gesundheit und mentale Stabilität sind keine getrennten Bereiche, sondern zwei Seiten derselben Medaille. Eine ganzheitliche Begleitung eröffnet die Chance, nicht nur Gewicht zu reduzieren, sondern Lebensqualität langfristig zu verbessern.

Adipositas Zürich Rezept: Karotten-Ingwer-SuppeLeicht, wärmend und perfekt für wechselhafte Märztage. Ingwer sorgt für e...
27/03/2026

Adipositas Zürich Rezept: Karotten-Ingwer-Suppe

Leicht, wärmend und perfekt für wechselhafte Märztage. Ingwer sorgt für eine angenehme Schärfe und unterstützt einen frischen Start in den Frühling.

Zutaten für 2 Portionen:
500 g Karotten
1 kleine Zwiebel
1 Stück frischer Ingwer (ca. 2 cm)
1 EL Rapsöl
600 ml Gemüsebrühe
1 EL Naturjoghurt (optional)
Salz
Pfeffer

So klappt’s:
Karotten schälen und in Scheiben schneiden. Zwiebel und Ingwer schälen und fein hacken.
Rapsöl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Ingwer darin glasig dünsten. Karotten hinzufügen und kurz mit anschwitzen. Mit Brühe aufgießen, aufkochen und ca. 15–20 Minuten köcheln lassen, bis die Karotten weich sind.
Suppe pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und nach Belieben mit einem Klecks Joghurt servieren.

Guten Appetit!
Habt ihr Lust auf weitere frühlingshafte Rezeptideen?

Bild: © Canva.com

 : Adipositas und Gehirngesundheit – wie Übergewicht kognitive Funktionen beeinflussen kannIn den letzten Jahren rückt e...
23/03/2026

: Adipositas und Gehirngesundheit – wie Übergewicht kognitive Funktionen beeinflussen kann

In den letzten Jahren rückt ein neuer Aspekt immer stärker in den Fokus der Forschung: der Zusammenhang zwischen Adipositas und Gehirngesundheit. Chronische Entzündungsprozesse, Insulinresistenz und Gefässveränderungen wirken sich nicht nur auf Herz und Stoffwechsel aus, sondern auch auf das zentrale Nervensystem.

Studien zeigen, dass starkes Übergewicht mit einem erhöhten Risiko für kognitive Einschränkungen verbunden sein kann. Betroffen sind vor allem Aufmerksamkeit, Verarbeitungsgeschwindigkeit und Gedächtnisleistung. Ein möglicher Mechanismus ist die sogenannte neuroinflammatorische Reaktion. Entzündungsbotenstoffe aus dem Fettgewebe können die Blut-Hirn-Schranke beeinflussen und neuronale Prozesse stören.

Zusätzlich beeinträchtigt Insulinresistenz die Energieversorgung des Gehirns. Nervenzellen sind stark auf eine stabile Glukoseverwertung angewiesen. Wenn dieser Prozess gestört ist, kann es langfristig zu strukturellen Veränderungen kommen. Auch vaskuläre Faktoren spielen eine Rolle, da Bluthochdruck und Gefässveränderungen die Durchblutung des Gehirns reduzieren.

Die gute Nachricht ist, dass das Gehirn anpassungsfähig ist. Gewichtsreduktion, regelmässige Bewegung und verbesserte Stoffwechselwerte können kognitive Funktionen stabilisieren oder sogar verbessern. Körperliche Aktivität wirkt sich direkt positiv auf die Neuroplastizität aus und fördert die Bildung neuer neuronaler Verbindungen. Adipositas betrifft somit nicht nur den Körper, sondern auch die geistige Leistungsfähigkeit und sollte frühzeitig umfassend behandelt werden.

 „Manchmal ist Durchhalten die stärkste Entscheidung.“– Unbekannt Bild: © Canva.com
20/03/2026


„Manchmal ist Durchhalten die stärkste Entscheidung.“
– Unbekannt


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Adipositas und Fruchtbarkeit – wenn der Stoffwechsel den Hormonhaushalt beeinflusstAdipositas wirkt sich deutlich auf da...
16/03/2026

Adipositas und Fruchtbarkeit – wenn der Stoffwechsel den Hormonhaushalt beeinflusst

Adipositas wirkt sich deutlich auf das hormonelle Gleichgewicht aus. Besonders sichtbar wird das bei der Fruchtbarkeit, sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Ein erhöhter Körperfettanteil verändert die Produktion und Regulation von Sexualhormonen. Fettgewebe produziert selbst Hormone und beeinflusst gleichzeitig die Hormonachsen zwischen Gehirn und Geschlechtsorganen.

Bei Frauen kann es zu Zyklusstörungen, unregelmässigen Eisprüngen oder sogar zum Ausbleiben der Ovulation kommen. Insulinresistenz spielt dabei eine zentrale Rolle, da sie die Eierstockfunktion direkt beeinflusst. Auch die Qualität der Eizellen kann durch chronische Entzündungsprozesse und metabolische Veränderungen beeinträchtigt werden. Gleichzeitig steigt das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie Gestationsdiabetes oder Bluthochdruck.

Bei Männern führt Adipositas häufig zu einem Absinken des Testosteronspiegels. Fettgewebe wandelt Testosteron in Östrogene um, wodurch sich das hormonelle Gleichgewicht verschiebt. Die Folge können reduzierte Spermienqualität, geringere Spermienzahl und eingeschränkte Beweglichkeit sein. Auch hier spielen Entzündungsprozesse und metabolische Faktoren eine Rolle.

Aktuelle Studien zeigen, dass bereits eine moderate Gewichtsreduktion zu einer deutlichen Verbesserung der Hormonregulation und Fruchtbarkeit führen kann. Entscheidend ist dabei nicht nur die Zahl auf der Waage, sondern die Verbesserung der Stoffwechsellage insgesamt. Adipositas ist damit nicht nur ein Gewichtsthema, sondern auch ein reproduktionsmedizinisches Thema, das sensibel und interdisziplinär begleitet werden sollte.

Adipositas Zürich Rezept: Spargel-Kartoffel-Pfanne mit KräuternDer März bringt die ersten frischen Frühlingsboten auf de...
13/03/2026

Adipositas Zürich Rezept: Spargel-Kartoffel-Pfanne mit Kräutern

Der März bringt die ersten frischen Frühlingsboten auf den Teller. Diese leichte Spargel-Kartoffel-Pfanne ist saisonal, ballaststoffreich und wunderbar aromatisch.

Zutaten für 2 Portionen:
400 g grüner Spargel
300 g kleine Kartoffeln
1 Frühlingszwiebel
1 EL Rapsöl
Salz
Pfeffer aus der Mühle
1 Handvoll frische Kräuter (z. B. Petersilie und Schnittlauch)

So klappt’s:
Kartoffeln gründlich waschen und in Würfel schneiden. In Salzwasser ca. 10 Minuten vorgaren, anschließend abgießen.
Spargel waschen, holzige Enden entfernen und in Stücke schneiden. Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden.
Rapsöl in einer großen Pfanne erhitzen, Spargel darin 3–4 Minuten anbraten. Kartoffeln hinzufügen und alles goldbraun braten. Frühlingszwiebel unterheben und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit frisch gehackten Kräutern bestreuen und servieren.

Guten Appetit!

Habt ihr Lust auf weitere frühlingshafte Rezeptideen?
Bild: © Canva.com

Neue Folge:   Folge  #48 — Frauke Kampmann – Wenn der Honeymoon vorbei istFrauke Kampmann ist zurück – 16 Wochen nach de...
10/03/2026

Neue Folge: Folge #48 — Frauke Kampmann – Wenn der Honeymoon vorbei ist

Frauke Kampmann ist zurück – 16 Wochen nach der OP, 26 Kilo leichter und so ehrlich wie immer. Im Gespräch mit Marco Bueter, Andreas Thalheimer und Tariq Abu-Naaj spricht sie über Haarausfall, Stimmungstiefs, schleichende Essmuster und die Frage: Ist das noch normal? Eine Folge über die Seiten des Weges, die man so selten hört – und über die kleinen Siege, die zählen.

Klickt einfach auf diesen Link und schon geht's los: https://linktr.ee/adipodcast

Dort findet Ihr ebenso alle alten Folgen!

 „Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.“– Unbekannt Bild: © Canva.com
09/03/2026


„Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.“
– Unbekannt


Bild: © Canva.com

 : Adipositas und Schmerzverarbeitung – warum das Nervensystem empfindlicher reagieren kannViele Menschen mit Adipositas...
06/03/2026

: Adipositas und Schmerzverarbeitung – warum das Nervensystem empfindlicher reagieren kann

Viele Menschen mit Adipositas berichten über chronische Schmerzen, selbst dann, wenn keine eindeutige orthopädische Ursache gefunden wird. Lange wurde angenommen, dass Schmerzen bei Übergewicht hauptsächlich durch die mechanische Mehrbelastung von Gelenken entstehen. Aktuelle Forschungen zeigen jedoch, dass das Thema deutlich komplexer ist. Das Nervensystem selbst kann sich durch chronische Entzündungsprozesse verändern und Schmerzsignale anders verarbeiten.

Fettgewebe ist ein aktives Organ, das entzündungsfördernde Botenstoffe produziert. Diese können langfristig die Empfindlichkeit von Schmerzrezeptoren erhöhen. Das bedeutet, dass Reize, die normalerweise als gering oder moderat wahrgenommen würden, intensiver empfunden werden. Man spricht hier von einer sogenannten zentralen Sensibilisierung. Der Körper befindet sich dabei in einem dauerhaften Alarmzustand, wodurch Schmerzen schneller entstehen und länger anhalten.

Zusätzlich beeinflussen Schlafstörungen, die bei Adipositas häufiger auftreten, die Schmerzverarbeitung. Schlechter Schlaf reduziert die körpereigene Schmerzhemmung. Auch psychische Belastungen wie Stress oder depressive Verstimmungen verstärken die Wahrnehmung von Schmerzen. Dadurch entsteht ein Kreislauf aus Schmerz, Schonung, Bewegungsmangel und weiterer Gewichtszunahme.

Eine erfolgreiche Behandlung muss daher ganzheitlich ansetzen. Neben Gewichtsreduktion spielen gezielte Bewegungstherapie, Verbesserung der Schlafqualität und Stressregulation eine entscheidende Rolle. Wer versteht, dass Schmerzen nicht nur ein mechanisches Problem sind, sondern auch durch neurobiologische Prozesse beeinflusst werden, kann neue therapeutische Wege eröffnen. Adipositas betrifft nicht nur das Gewicht, sondern auch die Art und Weise, wie der Körper Reize verarbeitet.

 : Welt-Adipositas-Tag – Warum Verständnis wichtiger ist als VorurteileDer Welt-Adipositas-Tag erinnert uns jedes Jahr d...
04/03/2026

: Welt-Adipositas-Tag – Warum Verständnis wichtiger ist als Vorurteile

Der Welt-Adipositas-Tag erinnert uns jedes Jahr daran, dass starkes Übergewicht keine Frage von Disziplin oder persönlichem Versagen ist, sondern eine komplexe, chronische Erkrankung mit biologischen, psychologischen und gesellschaftlichen Ursachen. Dennoch erleben Betroffene im Alltag häufig Stigmatisierung, vereinfachende Ratschläge und Schuldzuweisungen. Genau hier setzt dieser Tag an: Er soll Bewusstsein schaffen, aufklären und Verständnis fördern.

Adipositas entsteht durch ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, hormonellen Regulationsmechanismen, Umweltfaktoren, Stress, Schlafmangel und psychosozialen Einflüssen. Moderne Forschung zeigt klar, dass der Körper bei bestehender Adipositas aktiv versucht, ein höheres Gewicht zu verteidigen. Der Grundumsatz sinkt, Hungerhormone steigen, Sättigungssignale werden abgeschwächt. Das bedeutet, dass Gewichtsreduktion nicht einfach eine Frage des „Weniger Essens“ ist, sondern eine Herausforderung gegen starke biologische Gegenregulationen.

Hinzu kommen gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Hochverarbeitete Lebensmittel sind jederzeit verfügbar, Alltagsbewegung nimmt ab, beruflicher Stress steigt. Gleichzeitig wächst der Druck, einem schlanken Ideal zu entsprechen. Diese Diskrepanz belastet viele Menschen emotional und kann Essverhalten zusätzlich beeinflussen. Wer Adipositas ausschließlich auf mangelnde Willenskraft reduziert, übersieht die komplexen Mechanismen, die im Hintergrund wirken.
Der Welt-Adipositas-Tag ist deshalb auch ein Aufruf zu einem Perspektivwechsel. Statt Schuldzuweisungen braucht es medizinische Anerkennung, individuelle Therapieansätze und langfristige Begleitung. Die Behandlung kann Ernährungsanpassungen, Bewegungsprogramme, verhaltenstherapeutische Unterstützung, medikamentöse Therapien oder in bestimmten Fällen chirurgische Verfahren umfassen. Entscheidend ist, dass Therapie personalisiert erfolgt und realistische Ziele verfolgt werden. Schon moderate Gewichtsreduktionen können Blutzucker, Blutdruck, Gelenkbelastung und Entzündungswerte deutlich verbessern.

Ebenso wichtig ist die Sprache, die wir verwenden. Worte prägen Haltung. Wenn wir beginnen, Adipositas als chronische Erkrankung zu betrachten, ähnlich wie Bluthochdruck oder Diabetes, verändert sich der gesellschaftliche Umgang. Betroffene benötigen Unterstützung, keine Bewertung. Verständnis schafft Motivation, Stigmatisierung hingegen fördert Rückzug und gesundheitliche Verschlechterung.

Der Welt-Adipositas-Tag erinnert uns daran, dass Prävention, Forschung und Therapie weiterentwickelt werden müssen, aber auch daran, dass Respekt und Empathie zentrale Bausteine jeder Gesundheitsversorgung sind. Jeder Mensch verdient eine medizinisch fundierte, wertschätzende Begleitung auf seinem individuellen Weg.

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Zürich
8091

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Kategorie

Adipositas Zürich und welche Idee dahinter steckt!

Vor über drei Jahren starteten Prof. Dr. Marco Bueter und Faris Abu-Naaj mit Ihrer Facebook Seite “Adipositas Zürich”.

Ziel war und ist es, die medizinische Kompetenz von Adipositaspatienten zu steigern und Ihnen wichtige Informationen an die Hand zu geben, die folgendes ermöglichen:


  • Die Ursachen der Erkrankung besser zu verstehen und sich darüber klar zu werden, dass es sehr viele Faktoren gibt, die für die Entwicklung und den Fortschritt dieser Krankheit verantwortlich sind.

  • Über die Folgen dieser Krankheit besser Informiert zu sein und die Dringlichkeit einer Therapie zu verstehen und das Risiko der Begleiterkrankungen (insbesondere der metabolischen Erkrankungen) besser einschätzen zu können.