Werkstatt Lebensbaum

Werkstatt Lebensbaum Psychotherapie, Kunsttherapie, Trauerbegleitung Gefühle sichtbar ud greifbar machen, zum Nachdenken anregen und Erinnerungsstücke gestalten.

"Leben heißt Trauern
Trauern heißt Lieben
Lieben heißt Erinnern
Erinnern heißt Leben"

Wir wollen Raum und Zeit geben, begleiten, gemeinsam würdigen und erinnern. Für weitere Angebote besucht unsere Website www.werkstatt-Lebensbaum.de

16/05/2023

IMPRESSION DEPRESSION –
Eine Virtual Reality-Erfahrung der Robert-Enke-Stiftung am 07.06.2023

Ein Angebot, was uns ermöglichen soll in einer Walk - in Veranstaltung durch die virtuelle Brille, die Wahrnehmung und vielleicht dadurch auch den Blickwinkel eines Menschen mit Depression erlebbar zu machen.

In diesem stündlich startenden Walk - In Erlebnis, werden ausdrücklich keine Interessierten angesprochen, die unter einer akuten Depression leiden.
Es geht viel mehr um die Sensibilisierung der Gesellschaft für diese Erkrankung.

Detlef Bongartz (Heilpädagoge und versierter Trauerbegleiter) und die Mitarbeiter der Robert - Enke Stiftung begleiten dieses Angebot und stehen für Nachfragen und Austausch zur Seite.



QuelleFoto: pixbay.com

https://akademie-regenbogenland.de/event/impression-depression-eine-virtual-reality-erfahrung-der-robert-enke-stiftung/

13/05/2023
11/08/2022

Zutrauen
Die Mama wird sterben, ihre Leber versagt.
„Wie sollen wir es den Kindern, 8 und 12 Jahre alt, erklären?“ fragt der Vater.
Und er berichtet mir, dass die Augen seiner Frau schon ganz gelb verfärbt sind, er nicht weiß, ob er es den Kindern, die noch nichts von der Schwere der Krankheit wissen, zumuten kann, die Mama im Krankenhaus zu besuchen.
„Zu-muten“, sagten sie vorhin“, sage ich zum ihm. „Das hat ja schon etwas mit „Mut“ zu tun. „Zu-trauen“ ist auch ein gutes Wort für diese Situation. Sie haben sich ja auch getraut, mich anzurufen und zu fragen und ja, es ist wichtig, die Kinder mitzunehmen. Es ist ja deren Mama, die da sterben wird und sie sollten es rechtzeitig erfahren, um sich verabschieden zu können.
Um etwas mehr zu sehen und zu begreifen, dass sie wirklich feste krank ist und nicht eines Tages einfach so sang- und klanglos vom Erdboden - ohne Chance auf einen Abschied - verschwindet.“
„Ja“, sagt der Vater. „Aber was ist mit der Veränderung meiner Frau? Sie liegt, sie sitzt sogar manchmal, aber diese Verfärbung?“
„Die können sie erklären. Vielleicht auch mit Hilfe vom Krankenhauspersonal. Wobei, sie können das als Vater sicher auch selbst. Beginnen sie vielleicht damit, dass sie den Kindern sagen: „Ich muss euch etwas Trauriges erzählen. Die Mama ist so feste krank, dass sie kein Arzt, keine Ärztin auf der ganzen Welt wieder gesund machen kann. Ihre Leber kann nicht mehr so arbeiten, wie es sein muss. Deshalb ist sie schwach, ganz müde und ihre Haut verfärbt sich gelb. Wenn man sich stößt, bekommt man blaue Flecken. Wenn man schwitzt oder Fieber hat, wird man ganz rot im Gesicht. Wer Blut verliert wird blass und wer eine Lebererkrankung hat, der bekommt meist eine gelbe Hautfarbe. Es gibt für jede Verfärbung einen Grund, es ist wichtig, dass ihr darum wisst.“
Der Vater wirkt erleichtert, er wusste nicht, wie er anfangen sollte, mit den Kindern zu sprechen.
Ich erlebe es immer wieder, dass Eltern es so gut machen, wenn sie einen Ansatzpunkt, und vielleicht auch Mutmacher*innen an der Seite haben.
„Soll ich sagen, dass die kranke Leber die Mama vergiftet und sie deshalb so müde und manchmal etwas verwirrt ist?“ fragt der Vater weiter.
Ich überlege kurz, die Wortwahl ist, glaube ich, nicht so stimmig.
„Ne, ich würde nicht „vergiften“ sagen. Er hört sich danach an, als ob die Mama vergiftet und dadurch giftig wird. Das könnte den Kindern Berührungsängste bereiten. Aber vielleicht kann man sagen, dass die Leber den Körper nicht mehr entgiften kann und die Mama dadurch so müde und manchmal verwirrt ist.“
„Ach, das hört sich auch für mich selbst viel besser an“, sagt der Vater.
Und dann verabschieden wir uns am Telefon.
Er hat die Kinder einzeln und gemeinsam mitgenommen.
Wie wertvoll im Augenblick für die vier und für die Zukunft der drei Weiterlebenden.
Auch in Zukunft wünsche ich ihnen ein gutes Miteinander voll Vertrauen.

Es braucht mehr Beratung für Eltern in Extremsituationen und auch grundsätzlich mehr Öffentlichkeit für diese Themen.
Ich würde mich sehr, auch im Sinne der Öffentlichkeitsarbeit, freuen, wenn ihr nicht nur den Beitrag liked, sondern auch meiner Seite hier folgt.
So erreichen wir gemeinsam immer mehr Menschen.
Danke.
www.familientrauerbegleitung.de

Da auch ich die Sprachlosigkeit von Mechthild Schroeter-Rupieper teile und auch aus eigener Erfahrung dieses Verhalten a...
19/06/2022

Da auch ich die Sprachlosigkeit von Mechthild Schroeter-Rupieper teile und auch aus eigener Erfahrung dieses Verhalten an Schulen schon erlebt habe, teile ich hier ihren Beitrag.

Sprachlosigkeit
In Mülheim ist in der letzten Woche ein Unglück, ein Mord, u.a. vor den Augen von ca. 12 Schulkindern geschehen.
Der Todesfall ist für die betroffenen Familien furchtbar und auch für all die, die es miterleben mussten. Das steht außer Frage und mein Mitgefühl gilt den Kindern, An- und Zugehörigen.

Nun berichtet die WAZ darüber, dass die beiden Schulleiterinnen Material des Schulpsychologischen Dienstes an alle Eltern weitergeleitet haben. Den Vätern und Müttern wird direkt und durch den Zeitungsartikel öffentlich dazu geraten, Kinder NICHT auf das Geschehene anzusprechen, sondern abzuwarten, bis die mitbetroffenen Kinder auf einen zukommen.
Dieser Rat kann fatal sein! (Und solche Empfehlungen werden nicht nur hier, sondern an so vielen Stellen in so vielen Ländern ausgesprochen.)

Es empört mich geradezu, denn es wird hier wieder schwarz auf weiß sichtbar, dass sowohl dieser Schulpsychologische Dienst zu Trauerreaktionen und Trauerbegleitung bei Kindern und Jugendlichen oft wenig bis keine Ahnung hat und Schulleitungen, selbst ahnungslos, sich darauf verlassen.
Ich vermute, dass die Notfallseelsorge oder Trauerbegleiter*innen der Stadt zu Gesprächen und kindgerechter Information geraten hätten.

Die Crux ist, dass sowohl im Studium der Psychologie wie auch fürs Lehramt dieses wichtige Wissen um Verlust- und Trauererfahrung nicht gelehrt wird.
Ich weiß darum, weil wir Lehrer*innen und Psycholog*innen im Team und Ausbildungskursen haben, die Trauerarbeit z.B. bei Lavia und nicht in der ursprünglichen Ausbildung lernten.

Trotz vergangener Tragödien wie Amokläufe, dem Germanwings-Unglück, wo Schule mitbetroffen war, Todesfällen von Schüler*innen, Lehrer*innen und auch Eltern, gibt es kaum Lehrkollegien und Schulpsycholog*innen, die sich im Trauerbereich auf den aktuellen Wissenstand bringen.

Heute wie damals herrscht vielerorts große Sprachlosigkeit und damit einhergehend oft Handlungsunfähigkeit.

Meine Fragen an den Schulpsychologischen Dienst der Stadt Mülheim an der Ruhr und anderenorts sind:
- Wie sollen Kinder Fragen stellen, wenn Ihnen die Worte fehlen?
- Wie sollen Kinder beginnen zu reden, wenn die Erwachsenen verstummen?
- Wer hilft den Kindern, die nicht reden, aber denken, fantasieren und fühlen?
- Wen haben Kinder in der Trauer als Vorbild, wenn Schulpsycholog*innen und Lehrer*innen und Eltern schweigen und den nächsten Personen dazu raten, abzuwarten und nicht zu agieren.
- Wer hilft den Eltern dabei, Worte und mögliche Erklärungen, Trost und Zuversicht für das Geschehene zu finden und wer gibt ihnen die Informationen, um Kindern hilfreich zur Seite zu stehen?
- Wer steht den Kindern zur Seite, die Gewalt zu Hause erleben und nun noch mehr Ängste haben?

- Wer hilft den Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen, das Thema, das ja nun da ist, aufzugreifen?
- Und ja, wann bilden sich auch die Schulpsycholog*innen im Trauerbereich aus?

Was ist mit der Presse, nicht nur der WAZ Mülheim, die so oft gute Interviews und Berichte zur Familien-Trauerarbeit macht und nun hier Aussagen von Kindern bildlich und blutig wiedergibt und dazu diesen fatalen Ratschlag veröffentlicht und verbreitet?

In meinen Seminaren sage ich immer wieder:
„Das, was hier geschieht, ist zu vergleichen mit dem Beispiel:
Wir lassen Kinder in absolut schwarz/weißen Räumlichkeiten aufwachsen und betonen aber immer wieder: „… wenn das Kind nach einem roten Stuhl fragt, bekommt es den sofort.“

Na, bemerkt Ihr den Fehler?
Wann werden die farblich unwissenden Kinder nach roten Stühlen fragen und wann werden die Schüler*innen aus Mülheim (und anderorts) nach Hilfe zur Selbsthilfe fragen?

Nein, es soll kein Psycholog*innen und Lehrer*innen-Bashing sein.
Fallt nicht mit einem Sh*tstorm über sie her.
Es ist eine Anklage an die Bildungspolitik und es ist ein Aufruf an pädagogisches und lehrendes, insgesamt jedes Fachpersonal, umzudenken und umzulernen, da, wo man heute doch schon so viel weiter im Trauerwissen ist.
Es ist eine Forderung an uns alle als Geselllschaft, Fürsorge zu tragen.

Von Herzen wünsche ich den verwaisten Kindern liebevolle und sprachfähige Heimerzieher*innen und Pflegeeltern an der Seite und allen Betroffenen die notwendigen aktiven Angebote und Hilfe zur Selbsthilfe.

Ich habe den Post mit einem Anschreiben auch an die betreffende Schule weitergeleitet.
www.familientrauerbegleitung.de

https://www.familientrauerbegleitung.de/seminare.html

Ein so großartiges und wertvolles Buch❤️
24/04/2022

Ein so großartiges und wertvolles Buch❤️

Sehr geehrte Frau Schroeter-Rupieper,
ich möchte Ihnen von Herzen für Ihr Buch "Geht Sterben wieder vorbei?" danken.
Es liegt hier schon seit einer ganzen Zeit quasi in der Schublade, weil der Opa schon so lange so schwer krank ist. Das wussten auch die Kinder. Und doch - wenn man so lange wartet - kommt es dennoch überraschend.
Heute war es dann auf einmal so weit. Opa war gestorben.
Wir gehen mit allen Themen den Kindern gegenüber offen (und so kindgerecht wie möglich) um. Auch mit dem Tod und dem Sterben. Trotzdem habe ich heute morgen bis nach dem Frühstück gewartet (auf nüchternen Magen ging das nicht) und mich dann 5 Minuten im Badezimmer versteckt, bevor ich es den Kindern gesagt habe - in wenigen Worten und direkt heraus.
Die Kleine (6) hat sofort angefangen zu weinen, der Große (9) wurde still und hat dann für sich einsortiert und kommentiert, dass es ja klar war, dass das passieren würde, weil Opa so viele Krankheiten hatte. Dann haben mich beide mit Fragen überschüttet.
Mir fehlen selten die Worte, aber wenn man selbst so nah dran ist, weiß man manchmal gar nicht, wo man anfangen soll.
"Ich habe hier ein Buch zu Euren Fragen. Sollen wir uns das mal angucken?" - "Ja! Aber erst möchte ich Rollschuh laufen, kommt Ihr mit?" fragte der Große. Durchatmen, lachen, weinen, fröhlich sein und nachdenklich - alles im Wechsel und nebeneinander, miteinander. Später schauen wir uns zusammen das Buch an. Es fließen Tränen (hauptsächlich bei mir) und es werden neugierige Fragen gestellt.
Die Kinder entwickeln eine Haltung zu vielen Fragen und sagen z. B. direkt wie sie es sich wünschen, beerdigt zu werden, wenn sie sterben. Als Mutter muss man die Vorstellung kurz mal weg atmen, aber ich mag ihre Klarheit. Die Geschichte im Buch ist lebensnah und bietet viel Identifikationsfläche, die Fragen und Antworten sind fantastisch kindgerecht und auf den Punkt gebracht.
So hätte ich es auch sagen wollen, hätte ich heute Worte gehabt. Ich musste sie aber gar nicht haben, sondern durfte auf Ihre Worte zurückgreifen und konnte ganz bei meinen Kindern sein. Lange hatte ich Angst vor dem Tag, an dem ich meine Kinder durch ihre erste Trauer begleiten würde.
Seit heute und mit Ihrer Hilfe weiß ich nun, dass ich auch das kann.
Von Herzen DANKE! Sie haben heute einen Unterschied in unserer Welt gemacht.
Herzliche Grüße,
Christina

Liebe Christina,
hab Dank für deine Mail, die mich gestern so berührt und gefreut hat.
Ja, ich habe im afamilientrauerbegleitungsseminar noch vorab gesagt: wenn ich mal nahe große Trauer erlebe, dann wünsche ich mir auch jemand oder etwas an die Seite, dass mich stabilisiert, wenn vieles durcheinander gerät.
Du durftest das Buch nutzen und ich zu anderer Zeit hoffentlich etwas anderes.
Es ist gut, wenn man sich dann auf andere und anderes verlassen kann.

Auf dem Foto seht ihr Beate, meine Kollegin in der Minitrauergruppe, wo sie gemeinsam lesen und erzählen.
Schaut hier und kauft beim Buchhändler im Ort.
https://amzn.to/3OqTUGi

Es ist ein Buch für Große und Kleine. Ein Buch, das Ängste nimmt oder erst gar nicht aufkommen lässt. Trauer, die darf sein, aber keine Angst.
Oder?
Über euer Erzählen, Teilen und Liken freue ich mich.❤️ Danke.

23/03/2022
Eine Aktion des Bundesverbandes für Trauerbegleitung.  ….Wir alle sind nur Gast auf dieser Erde. Doch nicht nur das. Es ...
22/03/2022

Eine Aktion des Bundesverbandes für Trauerbegleitung. ….Wir alle sind nur Gast auf dieser Erde. Doch nicht nur das. Es ist eine starke Bewegung unseres Lebens immer wieder Abschied nehmen zu müssen, von Dingen, Vorstellungen, Orten… im extremsten Fall von uns geliebten Menschen. Daher ist Trauer, auch wenn wir es nicht gerne wahrhaben wollen, ein immer wiederkehrender Begleiter unseres Lebens und geht uns alle etwas an.

Wir alle sind nur Gast auf dieser Erde, Durchreisende! Doch nicht nur das. Es ist eine starke Bewegung in unserem Leben ...
22/03/2022

Wir alle sind nur Gast auf dieser Erde, Durchreisende!
Doch nicht nur das. Es ist eine starke Bewegung in unserem Leben immer wieder Abschied nehmen zu müssen, von Dingen, Vorstellungen, Orten...im extremsten Fall von uns geliebten Menschen. Daher ist Trauer, auch wenn wir es nicht gerne wahrhaben wollen, ein immer wiederkehrender Begleiter unseres Lebens und geht uns alle etwas an.

Eine Aktion des Bundesverbandes für Trauerbegleitung.

Social Media Aktion:

06/03/2022
25/02/2022

So wahr und so wertvoll.

Adresse

ZollernStr. 53
Aachen
52070

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Montag 10:00 - 17:00
Dienstag 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00
Freitag 10:00 - 17:00

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