01/02/2015
Im Irak existiert keine Ordnungund zwar in allen Bereichen. Der irakische Staat braucht eine
unbeugsame und von der Justiz gestützte Behörde, die in allen Lebensbereichen für kontrollierte Ordnung sorgt und das Gesetz
durchsetzt. Bis sich die Verhältnisse ändern sollte eine solche
Behörde direkt mit dem Minsterpräsidenten geschaltet sein
und mit ihm koordinieren. Verfehlungen müssen hart bestrafft
weren und zwar ungeachtet Ansehen und Position der Person und ungeachtet der politischen, ethnischen oder religiosen Zugehörigkeit. Bei Verfehlungen, z.B. im Strassenverkehr muß der Minster und höhere Personen genauso behandelt werden wie der einfache Bürger. Nur so gewinnt der Bürger Vertrauen in seine Regierung und in sein Staat und fühlt sich sicher. Der Gesetzübertreter muss wissen, das er bestraft wird und dass ihn davor niemand helfen kann. Er muss die Straffe für sene Verfehlung bekommen.
Veraussetzung für die Durchsetzungsfähigkeit ist
vor allem eine starke unabhängige Justitz und eine Behörde, die
entschlossen ist, keine Fürcht kennt und weiß, dass Verfehlungen
unverzeilich sind und hohen Preis haben.
Ohne Ordnung und Kontrolle kann kein Staat funktionieren. Die
Bevölkerung ist sich selbst überlassen, Unordnung, Korruption, Gewalt und Gesetzmißachtung sind nur einige Beispiele für die Folgen.
Und nun wird der Leser sagen: ja das ist schön und gut, träum weiter.
Ich sage Irrtum, das ist überall mit harter Hand durchsetzbar und im Irak besonders, wo die Bevolkerung die Folgen der Unordnung, Korruption und der Ungerechtigkeit und der Lügen satt hat.
Ein Problem gibt es allerdings schon und zwar ehrliche Politiker, die nicht nur für sich selbst arbeiten und Politik machen, sondern sich
als Staatsangestellte verstehen, die vom Geld der Bürger für ihre Arbeit bezahlt werden und den Bürgern für ihr Gehalt dienen müssten.
Diese Kultur ist allerdings nicht vorhanden. Manche Politiker und Staatsangestellte verstehen sich als Eigentümer des Staates und seiner Einrichtungen.
Die Bürger und deren direkten Vertretern in der Offentlichkeit ( Journalisten, Presse, Rundfunk etc.) sind in der Pflicht, dagegen zuhalten und zu bekämpfen. Das funktioniert leider auch nicht, da jeder nach seinem eigenen Vorteil handelt.
Folge: Anstaat eine geballte Kraft mit Durchsetzungsvermögen sieht man nur schwache unsichere Persönlichkeiten, die auf keinen Fall ihren eigenen Vorteil riskieren wollen.
Man hört überall Kritik und Schreie, dass sich was bessert, aber
keiner ist bereit, selbst in der Pflicht genommen zu werden. Das
sollen gefällig immer die anderen machen, nach dem Motto, bade mich ohne mich nass zu machen.
Viele reden von Demokratie und meinen die eigene unbegrenzte
Freiheit, vergessen, dass die Feiheit da aufhört, wo die Rechte des Anderen beginnen.
Ja, frag mich, was in Irak funktioniert : NICHTS
Und wer ist dafür verantwortlich? Alle, die Verantwortung tragen.
Dr.k.Al-Alawi