11/03/2026
Ich liebe das Turnierreiten - das Kribbeln im Bauch wenn man im Warm- Up auf den Start wartet, die vielen netten Menschen, die man immer wieder sieht, das schöne Flair, das Gefühl etwas tolles erreicht zu haben als Team, der Stolz und die Vorfreude wenn die eigene Nummer für die Platzierung aufgerufen wird, die Freudentränen über die Erfolge wenn alles viel besser lief als noch im Training - aber auch die Erkenntnis woran man noch weiter arbeiten darf… und egal wie anstrengend und teuer so ein Wochenende war - es hat mir einfach immer so viel Spaß gemacht. Und die Ziele waren es, die mich haben dran bleiben lassen im Training und die mich so viel besser gemacht haben. Und wenn ich jetzt einen Blick zurückwerfe dann ist da aber auch eine andere Seite - wenn du möchtest, dass etwas funktioniert, dann steckt auch immer ein bisschen Druck dahinter. Druck den ich nie gewollt habe und den ich selber nie bewusst gespürt habe, weil es mir nicht ums Gewinnen ging - aber ich wollte zeigen was wir können. Und je weiter wir kamen desto deutlich wurden seine Signale, dass es ihm nicht mehr so viel Spaß macht - obwohl er immer alles für mich gegeben hat, immer abgeliefert hat, immer brav in den Anhänger gestiegen ist und mitgemacht hat - wurde mein Bauchgefühl immer lauter… Lieber Rudi, du hast so viele Schleifen geholt und so oft dein bestes gegeben und dafür bin ich soooo unendlich dankbar. Und während die Ausschreibungen für die Saison reinflattern musste ich eine Entscheidung treffen.
Und auch wenn ich so gern einmal mit dir nach Aachen gefahren wäre oder so gerne eine letzte Show mit dir geritten wäre…. Darfst du jetzt deine Turnierente genießen. Ohne Druck, den ich nie machen wollte und der trotzdem irgendwie da war. Ob ich irgendwann mal ein Nachwuchspferd haben werde mit dem ich wieder aufs Turnier fahren werde? Ungewiss. Jetzt genieße ich erstmal die Zeit auf dem Rücken meines Turnierrentners…
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