29/12/2025
✨ Was hat dich dieses Jahr bewegt — und was darf im neuen Jahr wachsen?
Teile gern einen Gedanken, ein Bild oder einen Satz aus deiner Reflexion in den Kommentaren.
Dein Beitrag kann andere inspirieren, innezuhalten und sich selbst zuzuhören.
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Das Jahresende lädt dich ein, einen Moment innezuhalten. Nicht, um dich zu bewerten oder etwas „abzuhaken“, sondern um bewusst wahrzunehmen, was dein Jahr geprägt hat. In der Gestalttherapie geht es darum, Erfahrungen zu vollenden, damit Neues entstehen kann.
Übung: Rückblick in drei Atemzügen
Nimm dir ein paar Minuten Zeit. Setz dich bequem hin, atme einmal tief ein und aus.
1. Was war lebendig?
Lass das vergangene Jahr wie einen stillen Film an dir vorbeiziehen.
Achte besonders auf Momente, in denen du dich lebendig, verbunden oder berührt gefühlt hast.
Schreib drei Situationen auf, die dir spontan einfallen — ohne sie zu bewerten.
2. Was blieb unvollendet?
Gibt es etwas, das du begonnen, aber nicht weitergeführt hast?
Etwas, das du dir gewünscht, aber nicht umgesetzt hast?
In der Gestalttherapie nennen wir das „offene Gestalten“.
Wähle eine davon aus und frage dich:
Was brauche ich heute, um diese Erfahrung innerlich abzurunden — oder bewusst loszulassen?
3. Was möchte entstehen?
Richte deinen Blick nun sanft nach vorn.
Nicht im Sinne von Vorsätzen, sondern als Einladung an deine innere Stimme:
Was ruft mich im neuen Jahr?
Vielleicht ist es ein Bedürfnis, ein Wert, ein Thema, ein Gefühl.
Formuliere einen Satz, der beginnt mit:
„Im neuen Jahr möchte ich mehr Raum geben für …“
Ein kleiner Abschlussritus
Lege deine Hand auf dein Herz oder deinen Bauch.
Spüre nach, wie es ist, dir selbst zuzuhören.
Vielleicht entsteht ein Gefühl von Klarheit, vielleicht auch nur ein zarter Anfang.
Beides ist willkommen.