31/12/2018
11 Schritte, um in 2019 ein besserer Mensch zu sein
(selbst übersetzt - veröffentlicht am 27.12.18 in der NYT, Link am Ende des Posts)
Die Kurzfassung: mehr S*x, mehr CBD, weniger Geld ausgeben und weniger Zeit am Bildschirm verbringen
Wenn wir zurückschauen auf das wahnsinnige Jahr 2018, ist eine Sache klar: Das können wir besser! Lassen Sie uns in die Jahresübersicht der gelernten Lektionen eintauchen, angeregt durch die meistgelesenen Artikel (Anm.: in der New York Times Styles-Rubrik) und anschauen, wie wir das in 2019 in die Tat umsetzen können.
1. Mach es.
Ein wiederkehrendes Thema in jedem Jahr ist, dass S*x wichtig ist und wir alle versuchen sollten, S*x zu haben*. In einem vielgelesenen Buch über Moderne Liebe beschreibt Karin Jones, was sie aus Affären mit verheirateten Männern gelernt hat: „Mich hat wirklich überrascht, dass diese Ehemänner nicht nach ‚mehr S*x‘ gesucht haben. Ihnen ging es darum, ‚überhaupt S*x‘ zu haben.“
*Natürlich nur in völligem Einverständnis
Das soll nicht nahelegen, dass wenn wir keinen S*x haben, unser Partner uns betrügen wird. Es soll nur bestätigen, was wir alle grundsätzlich schon wissen: S*x ist gut für den Menschen (und seine Beziehungen).
2. Bitten Sie die Leute, über sich selbst zu sprechen
Wenn Sie Leute treffen (so richtig, im “echten Leben”, also off-line), dann können Sie einem bewährten Eisbrecher vertrauen: „Erzählen Sie mir etwas über sich.“
3. weniger Nachrichten = mehr Glück
In den USA hat Erik Hagerman aus Ohio die Idee des Nachrichtenverzichts auf die Spitze getrieben: seit der Präsidentschaftswahl in 2016 hat er keinerlei Nachrichten mehr gehört oder gelesen. Als Ergebnis ist er wahrscheinlich die einzige Person, die im Jahr 2018 sagen könnte: „Ich bin emotional gesünder als jemals zuvor.“
Auch wenn Erik H. seine Strategie aus einer privilegierten Position heraus umgesetzt hat, und auch wenn diese Strategie selbst moralisch fragwürdig sein mag, wie viele ihm vorgeworfen haben, so kann es doch durchaus gesund sein, den eigenen Nachrichtenkonsum wenigstens ein bisschen zu drosseln. Sogar ein genervter Freund von Erik, dem er verboten hatte, in seiner Gegenwart über Nachrichten zu sprechen, gab zu „Tatsächlich ist es angenehm, nicht über Politik zu reden.“
4. Denken Sie über CBD nach?
Die Aussichten für CBD sind gut. Im Sommer 2018 gab die US Food and Drug Administration erstmals ein CBD-basiertes Medikament frei. Und ein prominenter Forscher (an der New York University School of Medicine) nannte CBD „das vielversprechendste Medikament für neuropsychiatrische Krankheiten in den letzten 50 Jahren.“ Mandy Moore verwendet es! CBD (auch als Cannabidiol bekannt) ist eine chemische Substanz, die reichlich in der Cannabis-Pflanze enthalten ist und die zur Behandlung bei vielen Krankheiten helfen kann, inklusive Parkinson, Epilepsie, Krebs, Schlaflosigkeit und Angststörungen.
5. Verstecken Sie die Handys
Wir alle verstehen mehr und mehr, dass Bildschirme grundsätzlich schädliche Auswirkungen haben, aber eine echte Überraschung, nicht unbedingt ein großes Zeichen, ist, dass diejenigen Leute, die verantwortlich sind für diese neuesten technischen Errungenschaften und dafür, wie sie verwendet werden, selbst zuhause dafür sorgen, dass ihre eigenen Kinder nicht in die Nähe dieser Technik kommen. Im berühmten Silicon Valley werden die Kinder zur Wiederentdeckung von Kartenspielen, Brettspielen und vielen Outdoor-Aktivitäten aufgefordert. Vielleicht sollten auch wir uns dazu animieren lassen.
6. Achten Sie auf Ihre Ausgaben.
In der FIRE-Bewegung (Financial Independence, Retire Early = Finanzielle Unabhängigkeit, frühe Rente) haben sich die Leute einem schlichten Leben verschrieben, in dem sie ihre Ersparnisse so investieren, dass sie mit 40 oder 50 aufhören können zu arbeiten. Selbst wenn Sie noch nicht soweit sind, alle Grundsätze dieser FIRE-Bewegung zu übernehmen, kann es doch eine gute Sache sein, (wenn möglich) die eigenen Ausgaben ein wenig zu drosseln.
7. Seien Sie misstrauisch bei sogenannten Gurus
(Der Autor dieses Artikel natürlich ausgenommen)
Während der Wellness-Trend wichtiger ist denn je, seien Sie umso mehr auf der Hut vor geschäftstüchtigen Wunderheilern, die fremdartige Elixiere aus Holzkohle anpreisen oder Ergänzungsmittelchen oder die Erdung von Bettlaken, warnt Dr. Jen Gunter. Vertrauen Sie lieber den bewährten Methoden zur Selbstmedikation: Schlaf, Bewegung und Wissenschaft.
8. Wie immer, kleiden Sie sich zu Ihrem eigenen Vergnügen
Und gehorchen Sie nicht den bedeutungslosen Spielregeln des Alters. „Zieh an was Du magst“, legt uns Dorrie Jacobson, 84, nahe. Sie macht genau das und dokumentiert es auf ihrem Instagram Account . “Altersgerecht hat nichts damit zu tun.” (Andere inspirierende Accounts, denen Sie folgen können: , , and .)
9. Freunden Sie sich mit Ihren nächtlichen Neigungen an
Oder finden Sie wenigstens einen Job mit flexiblen Arbeitszeiten, die inzwischen von immer mehr Arbeitgebern angeboten werden. Das Erfolgs-Paradigma scheint sich vom Frühaufsteher, der vor allen anderen im Büro aufkreuzt zu wandeln hin zu „nächtlichen Programmierern, Digitalen Nomaden, Freelancern und Co-Working-Unternehmern“, schrieb Alex Williams (wahrscheinlich sehr spät am Abend).
Jüngste Studien unterstützen seine These, nach der Nachteulen nicht das totale Desaster sein müssen. Einige Studien legen nahe, dass sie mehr Risiken eingehen und vielleicht sogar intelligenter sind.
10. Therapie hilft - meistens
Wenn alles andere fehlschlägt, suchen Sie jemanden, dessen Job es ist, Ihnen zu helfen, nicht zu versagen. Die professionellen Ratgeber Cheryl Strayed und Steve Almond kommen häufig auf genau diesen Rat zurück: „Manchmal kann ein Therapeut auf lange Sicht am besten helfen.“
11. Gewinnen Sie die Kontrolle über Ihre Zeit zurück.
Das Leben ist ein Gewimmel von Anforderungen, sowohl beruflich als auch privat. Sie müssen der Hüter Ihrer Zeit sein und sich erlauben, öfter mal nein zu sagen. Wenn Sie das nicht tun, brennen Sie möglicherweise aus und erreichen den Punkt, an dem Sie alles und jeden hassen, inklusive der Familie und all den Dingen, die vorher „Spaß“ waren. Lassen Sie das für 2019 nicht zu!
Veröffentlicht am 27.12.2018 in der NewYorkTimes Online – Rubrik „Style“
In short: more s*x and CBD, less spending and screen time.