30/01/2026
Als Yogi beschäftige ich mich viel mit
Auf der Matte wird deutlich, wie wenig sie objektiv ist. Der Körper ist derselbe, die Übung auch trotzdem fühlt es sich jedes Mal anders an. Nicht, weil sich alles verändert hat, sondern weil ich es habe.
Ich bemerke, wie stark Gedanken, Tagesform und Erwartungen beeinflussen, was ich wahrnehme. Wie schnell ich bewerte ➡️ gut, schlecht, richtig, falsch. Yoga zwingt mich nicht, das abzustellen, aber es macht es sichtbar.
Mit der Zeit entsteht Abstand. Mehr Präsenz. Ich reagiere weniger sofort. Ich nehme wahr, ohne direkt etwas daraus machen zu müssen. Spannung darf da sein, ohne dass sie ein Problem wird. Auch das verändert die Erfahrung.
Diese Art von Wahrnehmung bleibt nicht auf der Matte. Sie taucht im Alltag wieder auf. In Gesprächen. In Situationen, die früher automatisch abliefen. Ich bemerke, meine Sicht ist nur eine von vielen.
Yoga wird so weniger Technik und mehr Übung im Beobachten. Ohne Drama. Ohne Anspruch auf Wahrheit. Einfach präsent sein und sehen, was da ist.