24/12/2025
Gemeinsam.
Wenn die Tage kürzer werden, verändert sich die Stimmung. Andere Themen treten in den Vordergrund. Mit dem Herbstlaub scheint sich auch unser Blick auf die Dinge einzufärben, später verleiht das Kerzenlicht der Adventszeit unserem Leben hier und da einen goldenen Schimmer.
Aber es gibt auch die andere Seite. Einsamkeit, zum Beispiel. Auch die erscheint in der kalten Jahreszeit anders – präsenter, schmerzlicher, drängender. Da ist der Widerspruch, mit dem uns die vorgeblich grenzenlose Verbundenheit über die ,sozialen’ Medien am Ende vielleicht doch alleine dastehen lässt: Der Rückzug vieler Menschen aus der unmittelbaren Begegnung wird nun weniger vom bunten Treiben auf Straßen und Plätzen überdeckt.
Dass dies nicht allein das Problem älterer Menschen ist, legen nicht nur Textstellen in Popsongs nahe. ,Gemeinsam einsam’ kann man offensichtlich bereits dann sein, wenn die Jahre noch nicht begonnen haben, den Freundeskreis auszudünnen.
Woran liegt es, wenn wir weniger Kontakt zu anderen Menschen haben, als wir es uns wünschen? Als es gut für uns ist? Tun wir zu wenig dafür, anderen zu begegnen? Oder ist uns mehr Gemeinschaft aus äußeren Gründen verwehrt? Und wenn das so ist: Wie lässt sich solches Übel an der Wurzel packen?
Natürlich sind da Freunde und Familie, die sich oft sehr viel mehr über Begegnungen freuen, als wir annehmen. Ein anderer guter Weg dürfte in jedem Fall in institutionelle Gemeinschaften führen: Vereine, Gesprächskreise, Gemeinden leben von und für Gemeinsamkeiten.
Und wer gerade ebenjenen lieben Menschen verloren hat, der jetzt die wärmste Gemeinsamkeit böte, für den sind sehr gerne und jederzeit auch wir da. Nicht nur in der Weihnachtszeit.
Ihre Familie Roth
Inge Roth David Roth Hanna Roth
ℹ️Unsere Illustration entstand unter Einsatz von MS Copilot und Adobe Firefly