03/03/2026
CORE-Studie auf dem ESGO 2026 Kongress – Wissen wirkt 💡
Ausgedehnte Operationen bei fortgeschrittenem Ovarialkarzinom gehören zu den anspruchsvollsten Eingriffen in der gynäkologischen Onkologie und können Patientinnen sehr belasten.
Die CORE-Studie – durchgeführt an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und den Kliniken Essen-Mitte – untersuchte, ob eine strukturierte perioperative Betreuung die Behandlung weiter verbessern kann.
Ziel war es, zu überprüfen, ob die Rate schwerer postoperativer Komplikationen gesenkt werden kann.
Der primäre Endpunkt zeigte keinen signifikanten Unterschied.
Gleichzeitig zeigte sich jedoch:
Patientinnen mit strukturierter Betreuung hatten
• kürzere Aufenthalte auf der Intensivstation
• eine kürzere Gesamtverweildauer im Krankenhaus
• eine schnellere funktionelle Erholung
• eine frühere Mobilisation
• keinen Aufschub der adjuvanten Chemotherapie
Die onkologische Sicherheit blieb dabei vollständig erhalten.
Chirurgische Qualität bedeutet onkologische Sicherheit und möglichst geringe Komplikationsraten – aber ebenso eine rasche und stabile Erholung. Für Patientinnen ist genau das entscheidend: Lebensqualität, Selbstständigkeit und die Vermeidung langfristiger Beeinträchtigungen.
Die Ergebnisse wurden erstmals auf dem ESGO-Kongress 2026 vorgestellt.
Nun sollen die CORE-Prinzipien strukturiert in ESGO Ovarian Cancer Centers of Excellence integriert werden – als europäischer Schritt hin zu einer perioperativen Versorgung, die Sicherheit und Genesung gleichermaßen in den Mittelpunkt stellt.
Wissen wirkt – wenn Struktur die Erholung stärkt.