15/04/2021
Ist es radikal, wütend zu sein?
Für Frauen schon. Wut wird als unkonstruktiv gebrandmarkt, um weiblichen Forderungen die Wucht zu nehmen. Schluss damit!
Teresa Bücker 35, schrieb in der ersten Folge ihrer SZ-Magazin-Kolumne den schönen Gedanken auf: »Was würde ein Kind wohl antworten, wenn wir es statt: ›Was willst du werden?‹ fragen würden: ›Welche Art von Mensch willst du sein?‹« Gute Frage zum In-Ruhe-Beantworten.
Wir finden besonders ein Zitat aus der Kolumne sehr passend für unser Projekt und hoffen, dass es dir gefällt.
“Sie dürfte nicht die einzige Frau sein, die die Wut, die sie schon lange spürte, in die Schublade der Traurigkeit einsortiert hat, weil sie als Mädchen nicht gelernt hat, dieses Gefühl zu zeigen, oder Zurückweisung erfuhr, wenn sie es tat. Trauer statt Wut zu zeigen hat Vorteile: Trauer bedeutet Akzeptanz, sodass man, was auch immer geschehen ist und ein heftiges Gefühl auslöste, als unveränderlich betrachten kann, als Schicksal. Traurigkeit geht vorbei, wenn die Zeit verstreicht, sie lässt sich verarbeiten. Doch wenn es eigentlich Wut ist, die man spürt, dann bleibt sie.”
Nina&Sabrina 💚