24/03/2026
Wenn ich gerade in die Welt schaue,
habe ich oft den Eindruck,
dass viele Menschen, die mit sich selbst nicht gut klarkommen,
ihre Emotionen und Verantwortlichkeiten bei anderen abladen –
oder es zumindest versuchen.
Am „beeindruckendsten“ finde ich es,
wenn sie ungehalten reagieren,
sobald wir eine Grenze setzen.
Es passiert in kleinen sozialen Interaktionen,
aber auch im größeren Miteinander.
Und auch mir begegnen solche Menschen.
Falls Du manchmal denkst, nur Du bist umzingelt –
das stimmt nicht.
Ich wollte gerade schreiben:
Dann kannst Du beruhigt sein, Dir geht es nicht allein so.
Aber das ist ja tatsächlich alles andere als beruhigend.
Wie weit Grenzüberschreitungen gehen können,
wird immer deutlicher.
Umso wichtiger ist es, dass wir üben,
auf friedliche Art und Weise Grenzen zu setzen
und diese zu schützen –
ohne dass das ausschließlich Rückzug bedeutet.
Ein wichtiger Aspekt dabei ist,
unser eigenes Fundament für Abgrenzung zu stärken
und die inneren Wunden zu versorgen,
die – wie kleine Löcher im Zaun –
ein leichtes Überschreiten ermöglichen.
Heute möchte ich Dir zu diesem Thema einen Impuls senden:
Hast Du Dir schon einmal Gedanken darüber gemacht,
welcher einer der häufigsten Gründe für Abgrenzungsschwierigkeiten ist?
Ich meine damit nicht die Ursachen.
Die finden sich bei alleingeborenen oder kurz nach der Geburt alleingebliebenen Zwillingen und Mehrlingen meist im vorgeburtlichen Geschwisterverlust.
Bei „Einlingen“, die ich bislang dabei begleitet habe, ihre Abgrenzung zu stärken, zeigen sich häufig andere Hintergründe:
○ Grenzüberschreitungen in der Kindheit
○ frühe Betreuung außerhalb der Familie
○ Krankenhausaufenthalte ohne Begleitung der Eltern
Diese Erfahrungen kommen bei alleingeborenen Zwillingen und Mehrlingen oft zusätzlich hinzu.
Wenn dieser „Seelenraum“ oder dieses innere Refugium fehlt,
gelingen Abgrenzungsversuche oft nicht.
Und manchmal werden sie gar nicht erst unternommen.
Die häufigste Begründung, die ich höre, ist die Sorge um das Gegenüber:
„Ich will ihm oder ihr nicht weh tun.“
Für viele Menschen ist ein „Nein“ automatisch mit dem Gedanken verbunden, den anderen zu verletzen.
Sie wollen aber niemandem weh tun
und achten deshalb ihre eigenen Bedürfnisse nicht.
Die Erinnerung an eigenen – oft ungetrösteten – Schmerz
sorgt für Zurückhaltung.
Selbst gute Verbindungen können auf diese Weise schwierig werden, wenn ein Gegenüber die nicht ausgesprochene Grenze nicht wahrnimmt und das ausbleibende „Nein“ verständlicherweise als „Ja“ bewertet.
In Verbindungen mit wohlmeinenden Menschen lassen sich diese Themen meist gut klären. In der Regel sind diese dankbar für die Korrektur, weil sie sich ebenfalls eine stimmige Verbindung wünschen.
Aus Angst, „Nein“ zu sagen,
bleiben aber auch destruktive Beziehungen und Dynamiken oft viel länger bestehen, als es gut wäre.
Die Folge ist ein Auslaugen:
Deine Zeit, Kraft und Ressourcen werden nicht geschützt –
oder können durch die „Löcher im Zaun“ nicht gehalten werden.
Destruktive Menschen oder sogenannte „Energievampiere“
fühlen sich davon regelrecht angezogen.
Dass Abgrenzung auch möglich ist,
ohne im anderen zwangsläufig Schmerz auszulösen,
liegt für viele Menschen außerhalb ihrer bisherigen Vorstellung.
In der Einzelarbeit – vielfach erprobt und individuell angepasst –
hat sich mir zu diesem Thema eine ganze Welt eröffnet.
Eine Welt, in der Abgrenzung nicht Kampf bedeutet,
sondern Klarheit.
Nicht Trennung,
sondern eine gesunde Ordnung.
Und genau diese Grundlagen fließen auch in meine Arbeit mit ein.
Wenn Du Dich diesen Themen zuwenden möchtest,
findest Du im 3-in-1 Essenz-Paket eine strukturierte Begleitung für die ersten Schritte:
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Wenn Du bis zum 2.4. das 3-in-1 buchst,
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Die Kurse vermitteln strukturierte Grundlagen und Strategien, die im Coaching – durch den Fokus auf Deinen individuellen Prozess – nicht im gleichen Umfang Raum finden.
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Wenn Du dazu Fragen hast, schreib mir gern eine E-Mail an
📩 anne@zuversicht.net
Ich antworte Dir persönlich.
Herzliche Grüße
Anne 💛
www.zuversicht.net
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