06/02/2026
Was bedeutet Psoriasis für den Kinderwunsch?
Ob das eigene Kind an Psoriasis erkrankt, hängt von mehreren Faktoren ab. Ist nur ein Elternteil betroffen, ist das Risiko geringer, als wenn beide Psoriasis haben. Psoriasis und Kinderwunsch schließen sich trotzdem nicht aus.
Was vor dem Kinderwunsch wichtig ist:
👶 Sprich frühzeitig mit deiner Dermatologin oder deinem Dermatologen und deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen. Gemeinsam kann entschieden werden, welche Therapie nach Risiko-Nutzen-Abwägung zu dieser Lebensphase passt. Einige Biologika wie bestimmte TNF-α-Blocker können weitergenommen werden, andere müssen vor Beginn der Schwangerschaft abgesetzt werden. Setze Medikamente niemals eigenmächtig ab.
👶 Manche Medikamente wie Methotrexat, die Fumarsäureester/Dimethylfumarat, Acitretin und Apremilast dürfen in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da sie dem ungeborenen Kind schaden können. Ciclosporin darf zusätzlich auch nicht in der Stillzeit genommen werden. Entscheide niemals allein, sondern immer mit deiner Ärztin oder deinem Arzt zusammen!
👶 Auch Begleiterkrankungen wie Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes sollten gut kontrolliert sein, unabhängig von deiner Psoriasis, da sie das Risiko für Gefäßerkrankungen und Schlaganfälle erhöhen können. Eine schwere unbehandelte Psoriasis der Mutter kann zu Frühgeburten, verringertem Geburtsgewicht oder einer Präeklampsie führen, welche mit Bluthochdruck und erhöhten Leberwerten einhergeht und behandelt werden muss.
Weitere Informationen zum Thema Schwangerschaft und Psoriasis erhältst du in unserem Ratgeber auf der „Bitte berühren“-Website. Den Link findest du in der Bio. 🔗