Hebammenkollektiv Wedding

Hebammenkollektiv Wedding Schwangerschaft:
Beratung, Vorsorge,
Aku/Taping,
Risiko-Schsch/BEL
Geburt:
HG, Beleggeburt im St Joseph
Wochenbett:
Stillberatung

demnächst Kurse

Eigentlich waren die letzten fast 10 Monate ein Traum. Kein beruflicher Stress, keine der Schwangerschaftsbeschwerden, d...
02/03/2026

Eigentlich waren die letzten fast 10 Monate ein Traum. Kein beruflicher Stress, keine der Schwangerschaftsbeschwerden, die sie vom ersten Mal kennt.
Nur von den immer wiederkehrenden wochenlangen Infekten hat sie im wahrsten Sinne des Wortes, die Nase voll.
Ihr "Babybrain" und die damit verbundene Vergesslichkeit sorgen im Gegenzug dazu immer wieder für Erheiterung.
Die erste Geburt war gut, wenn auch anders als gewünscht. Dieses Mal soll es ohne Saugglocke, Wehenmittel und Epi gelingen.
Die Frau bereitet sich mental vor, visualisiert, äußert Wünsche. Sie blickt offen und voll positiver Spannung in Richtung Geburt.
Ihr Partner ist abwechselnd im Nestbautrieb und davon überzeugt, dass es noch dauert. Er ist im Vertrauen in seine Frau und freut sich ebenfalls auf das bevorstehende Ereignis.
Der Körper leistet seinen Teil. Er weiß, was zu tun ist. Schweißgebadet nimmt sie das Ansteigen und Ausbalancieren der Hormone wahr, den zunehmenden Druck durch die optimale Lage des Kindes. Es wird ruhiger. Im Bauch und um sie herum. Die Frau zieht sich zurück, möchte Zuhause sein. Sie braucht den emotionalen Fokus bei sich und ihrer wachsenden Familie, trifft Vorsorge fürs Wochenbett.
Samstag nimmt der Druck ins Becken deutlich zu. Ein diffuses, permanentes Ausstrahlen in die Beine und den Rücken, ein Ziehen in die Arme. Ruhiges Atmen in Seitenlage mildert die Vorboten der nahenden Geburt.
Mit dem neuen Tag beginnen die Wehen. Noch völlig aushaltbar, unregelmäßig, die Abstände lang, die Dauer kurz.
Aufgeregte Vorfreude mischt sich in die Planung eines gemütlichen Sonntags.
Ein warmes Bad drückt noch mal die Pause Taste ihrer Gebärmutter.
Am Abend, der 2jährige Wirbelwind ist inzwischen bei der Oma, kehren die Kontraktionen zurück. Ein bisschen intensiver, aber immer noch ganz entspannt.
Ihr Körper arbeitet stark, das spürt sie. Schmerzfrei, aber energiezehrend.
In aller Ruhe nehmen die Wehen langsam zu. Die Schwangere haushaltet mit ihren Kräften, fühlt sich Zuhause noch sehr wohl. Sie kann schlafen.
Die Kontraktionen werden länger, die Abstände kürzer.
Gegen Mitternacht, der Schleimpfropf löst sich, sind sie bei 4 Minuten.
Die Frau möchte dieses Mal erst am Geburtsort und dann im Labor Land ankommen. Zusätzlich fühlt sich irgendwas nicht ganz richtig an. Jeder tiefe Atemzug in den Bauch ist unerträglich, ihr Unterleib wie abgeschnürt.
Mit Sack und Pack zieht das Paar in den Kreißsaal ein. Beide strahlen, sind völlig entspannt.
Gemeinsam bereiten sie den Geburtsraum vor.
Sacht schaukelnd sitzt sie auf dem Ball, zieht dann auf das Bett um.
Er bleibt ihr nah, hält und versorgt sie. Die Zwei sind ein gut eingespieltes Team.
Das CTG läuft und die Hebamme darf nach dem Muttermund tasten. Der ist fast unerreichbar in die Kreuzbeinhöhle verzogen und sehr berührungsempfindlich. Der Schwangeren ist die Untersuchung sehr unangenehm.
Motiviert kehrt sie beckenkreisend auf den Ball zurück. Mit der Wehe hängt sie im Ausfallschritt an ihrem Mann. Das fühlt sich anders an, da passiert was. Und auch das Atmen fällt ihr leichter.
Das Paar futtert die mitgebrachten Stullen. Sie wiegt und bewegt weiter ihr Becken.
Auch im Liegen lädt sie ihr Kind ins Becken ein. Aneinander gekuschelt veratmet sie leise ihre Wehen.
Bei gedimmten Licht erholt sich die ganze Familie und die Dezeleratiomen im CTG verschwinden.
Von der Telemetrie befreit, wird sie wieder aktiver. In Bewegung und verschiedenen Positionen, liebevoll unterstützt und versorgt, erwartet sie das Befüllen der Geburtswanne.
Die Wehen werden intensiver, nicht häufiger.
Die Entleerung des Darms erleichtert die Gebärende und schafft hoffentlich mehr Platz im Becken.
Flink steigt sie in das gut gefüllte Becken und sinkt in das warme Wasser.
Ihr Mann legt ihr kühle Tücher auf und reicht ihr das Getränk der Wahl.
Er kennt seine Rolle und erfüllt sie mit Bravour.
Die Wehenfrequenz nimmt zu, das Baby ist aktiv und die Schwangere genießt das Bad.
Sie ist mit einem weiteren CTG und der Überprüfung des Geburtsfortschritts einverstanden.
Auch dieses Mal ist die Untersuchung unangenehm. Das kindliche Köpfchen drängt bereits tief ins Becken, der Muttermund ist immer noch kaum erreichbar, wenn auch weiter geöffnet.
Ein paar Tränen fließen. Getröstet kommt sie wieder zur Ruhe und bespricht sich mit der Hebamme.
In linker Seitenlage wird ihr Pusten lauter. Sie hält seine Hand, er sorgt für einen kühlen Kopf.
Schwerelos steigt sie an Land.
Er trocknet seine Frau, bereitet alles vor. Er weicht ihr nicht von der Seite, gibt Ihr in jeder Wehe Halt und sorgt in den Pausen für Ihr leibliches und seelisches Wohl.
Zusammen turnen sie und probieren verschiedene Positionen.
Sie hat ein gutes Körpergefühl, merkt genau was hilfreich ist und sich physiologisch anfühlt.
Die Wehen werden länger, schmerzhafter. Die Abstände wieder größer.
Der Druck verschiebt sich Richtung Beckenmitte, sie atmet geräuschvoller, arbeitet mit der Wehe. Der Schmerz leitet sie.
Sie hängt an ihrem Partner, über dem Ball und im Seil. Er massiert ihr den Rücken.
Die Wehen werden intensiver, die Frau tönt leise.
Während der langen Pausen variiert sie die Positionen, isst und trinkt. Die Wehe treibt sie in die Aufrechte und in seine Arme.
Die Mühen lohnen sich, das spürt sie. Bei der folgenden Kontrolle erreicht die Hebamme mit Leichtigkeit den auf 7 cm geweiteten Muttermund. Erleichterung und Freude machen sich breit.
Dem Paar steht die Müdigkeit ins Gesicht geschrieben. Im Liegen können sie dösen, Energie sparen und aufladen. Ihr Körper holt sich, was er braucht, reduziert die Wehen auf ein Minimum. Alle 10 Minuten hört mensch sie leise fokussiert atmen.
Im Gespräch wägt die Frau mit ihrer Hebamme die Möglichkeiten ab. Ein Schmerzmittel will und vraucht sie nicht. Der Wehenschmerz ist nicht ihr Problem. Sie beratschlagen sich und entscheiden einen Lageschall.
Der unausgesprochene Gedanke, dass die Geburt nach vollständiger Eröffnung zum Stillstand kommt, spukt in ihrem Kopf. Zu wissen, dass das Baby richtig liegt, beruhigt sie.
Die Studentin und der ärztliche Geburtshelfer bestätigen - alles Bestens!
Nach einer kurzen weiteren Erholungsphase geht es weiter.
Er ist tief beeindruckt von ihrer Stärke und Willenskraft.
Durch Bewegung will sie die Wehentätigkeit anregen, die Abstände verkürzen, die nicht unter 5 Minuten gehen wollen.
Sie kniet, sitzt auf dem Ball, hängt im Seil. Umschlungen von seinen Armen, die auch nach all den Stunden nicht nachlassen, ihr Halt und Begleitung zu geben.
Die Wehen sind ganz schön knackig. Sie wirkt belasteter, veratmet tief tönend, knurrend tapfer alle 6 Minuten die mächtigen Kontraktionen.
Die Gebärende erkundigt sich nach der PDA. Sie will sie nicht, braucht sie nicht. Gleichzeitig weiß sie, dass sie solche Wehen alle 3 Minuten nicht lange aushalten wird. All die vielen Stunden fordern ihr Tribut.
Der Plan steht, der Stauschlauch ist bereits um ihren Unterarm straff gezogen. 3 Minuten Pause und eine kräftige Wehe jagt sie in den Stand. Lautes kehliges Tönen und eine weitere Kontraktion im lang ersehnten Abstand.
Erschrocken zuckt die Gebärende zusammen und wird von einem massiven Druck ins Becken überwältigt. Sie verliert ihren Fokus, findet keine Position.
Blutige Flüssigkeit tropft aus der V***a. Der Muttermund ist vollständig geöffnet, der Kopf bewegt sich durch die Va**na. Die Frau schiebt mit, unkontrolliert, gänzlich erfüllt von diesem neuen Gefühl. Sie hängt an ihrem Mann, geht auf die Zehenspitzen, hebt sich vom Boden ab. Ihr Körper zwingt sie zu pressen.
Die Stimme der Hebamme, die mantraartige Wiederholung, dringt zu ihr durch. Sie konzentriert sich wieder auf ihre Atmung, spürt die Wehe kommen und gehen.
Das Baby reagiert ebenfalls auf den plötzlichen, rapiden Fortschritt.
Er hilft seiner Frau auf das Bett und in Seitenlage.
In den Pausen atmet die Hebamme mit ihr, während der Wehe weist sie ihr den Weg. Mit jedem Mal findet sie mehr in ihren Rhythmus zurück.
In der Tiefe der Va**na wird der Skalp des kleinen Jungen sichtbar.
Auch für ihn sind diese letzten Zentimeter eine Herausforderung.
Auf Ansage der Hebamme wechselt die Frau und sinkt zwischen seinen Beinen in die Hocke.
Sie schiebt kraftvoll mit, berührt selbst ihr Kind. Das gibt ihr neuen Mut. Das Happy End ist nah.
Mit der Ankunft der Ärztin wird der Kopf zwischen den Labien sichtbar.
Erneut tastet sie selbst nach der runzeligen Kopfhaut.
Das Baby möchte jetzt geboren werden, verkündet die Geburtshelferin.
Die Hebamme reicht der Frau ihre Hände, spürt ihre Stärke. Sie schiebt mutig und zwischen ihren Beinen steigt der Kopf empor. Ein weiteres Mal, noch mal mit aller Kraft.
Der Kopf ist geboren, eine bläulich schimmernde Nabelschnur liegt um den Hals. Ein letzter sanfter Schub und Mattis gleitet in die Hände der Gynäkologin.
Mach die Augen auf! Schau!
Verwirrt öffnet sie ihre Augen und sieht ihr Kind. Sie nimmt ihn entgegen und auf ihre Brust.
Sofort sehr verliebt und ganz zart begrüßen die Eltern ihren zweiten Sohn. Tränen fließen. Zurecht stolz und gerührt.
Die intensiven Nachwehen und die Geburtsverletzungen plagen sie sehr. Sie findet keine Position und nicht in die Entspannung. Es tut weh, ihr Herz klopft aufgeregt.
Zur Naht gibt es Schmerzmittel, Lachgas und beruhigende Worte. Mattis darf mit Papa kuscheln und auf seiner Brust schlafen.
Die Drei genießen die nächsten Stunden und es gibt Geburtstagskuchen für alle!
Die Wöchnerin lässt sich noch von einer heißen Dusche überzeugen. Und auch Mattis bedarf einer ersten Reinigung vom Kindspech.
Sauber, sehr glücklich und müde tritt die kleine Familie dann am frühen Abend die Heimreise an.

Unsere Geburtssaison 2026 ist eröffnet!Auf Wunsch der Eltern bekommt das erste Erdmutterbaby des Jahres keine Socialmedi...
09/02/2026

Unsere Geburtssaison 2026 ist eröffnet!
Auf Wunsch der Eltern bekommt das erste Erdmutterbaby des Jahres keine Socialmedia-Geschichte.
So viel sei aber verraten: es haben sich (fast) alle Wünsche der Frau erfüllt. Nur für die PDA hatte es ihr Zweites dann doch zu eilig.
Happy Birthday der ganzen Familie!
Ich bin sicher, daß Wochenbett verläuft genau so normal wie die Schwangerschaft :-)

Es war mir ein Fest! Es war eine bunte, andere Mischung.Es gab nette Gespräche und sooo viel leckeres Essen.Danke an all...
07/09/2025

Es war mir ein Fest!
Es war eine bunte, andere Mischung.
Es gab nette Gespräche und sooo viel leckeres Essen.
Danke an alle, die da waren 💜
Auf Wiedersehen im nächsten Jahr :-)

SAVE THE DATE für 2026: 23.08.!

Wir arbeiten wieder an der Tradition!Morgen findet zum 3. Mal das Erdmutterpicknick für die von uns begleiteten Familien...
06/09/2025

Wir arbeiten wieder an der Tradition!
Morgen findet zum 3. Mal das Erdmutterpicknick für die von uns begleiteten Familien statt.
Wenn Du Dich zugehörig fühlst, bist Du herzlich eingeladen 💜 Komm gerne mit Kind & Kegel und vielen Leckereien.
Wir freuen uns auf Euch :-)

Eine breite, weiche Muttermundslippe scheint die Ursache zu sein. Eine pralle Fruchtblase drängt aus der Gebärmutter in ...
31/08/2025

Eine breite, weiche Muttermundslippe scheint die Ursache zu sein. Eine pralle Fruchtblase drängt aus der Gebärmutter in die Va**na.
Hebamme und Partner bestärken die Frau, durchzuhalten.
Sie schiebt kräftig mit, windet sich unter der Wehe, tönt laut.
Das Kind spürt ebenfalls die enorme Energie der Kontraktionen und den Druck. Die Herztöne fallen nach jeder Wehe.
Die Eihäute reißen und geben den Weg frei.
Sie atmet wieder Lachgas, der plötzliche zusätzliche Druck überfordert sie für einen Moment.
"Wie lange noch?"
"8 Wehen", ist die spontane, großzügige Antwort der Hebamme.
Die nächste Wehe leitet die Frau und ihren Sohn. Sie schiebt, es zeichnet, der After klafft und das Köpfchen blitzt zwischen den Labien.
Er erhascht einen Blick.
Der dunkle Haarschopf steigt.
Während der Wehenpause zieht er sich zurück und die Frau ist ganz ruhig und fokussiert.
Sie berührt ihr Kind.
Der Kopf steigt, krönt und wird geboren. Mit der Drehung werden die Schultern geboren.
Langsam gleitet der Körper aus ihr hinaus und ihr Sohn liegt neben ihr.
"Bärchen, jetzt bist Du da!", bestaunen, begrüßen und begreifen die Eltern ihr Baby.
Otto ist ganz still und entspannt ♥️
Die Drei genießen die ersten gemeinsamen Stunden.
Leider verlangsamt sich auch Haut an Haut, in den warmen Armen seiner Mama, die Atmung des Neugeborenen nicht. Und so bekommt Otto ein Bett auf der Neo, die Wöchnerin eins auf der Gyn.
Mit vielen Tränen, Gesprächen, Optimismus, Bauchgefühl und gaaanz viel Liebe übersteht die vierköpfige Familie gemeinsam diese schwierige Anfangsphase.

"Irgendetwas tut sich hier und es ist schon ganz schön unangenehm", schreibt sie ihren Hebammen am Samstagmorgen. Seit g...
29/08/2025

"Irgendetwas tut sich hier und es ist schon ganz schön unangenehm", schreibt sie ihren Hebammen am Samstagmorgen. Seit gestern Abend spürt sie leichte Wehentätigkeit. Während der Nacht arbeitet ihre Gebärmutter. 1-3 mal pro Stunde wird ihr Bauch fest. Über den Tag sind die Kontraktionen deutlich unregelmäßiger. Im Schutz der Dunkelheit nehmen sie wieder zu. Rhythmisch, alle 10, dann alle 7 Minuten. Wie sie es bereits erwartet hat, fallen ihr ausruhen und schlafen in dieser aufregenden, unbekannten Situation schwer. Zweimal kann sie für 45 Minuten dösen und die Abstände zwischen den Kontraktionen verlängern sich auf 15 Minuten.
Vielleicht waren der volle Darm, die träge Verdauung auch Schuld dran, dass sie das Zusammenziehen ihrer Gebärmutter noch schmerzhafter empfindet.
Als der Sonntagmorgen graut, sind die Pausen 6-7 Minuten lang. Bis Kalle erwacht. Ihr erstes Kind wirkt als Wehenhemmer. Unregelmäßig, sporadisch, kurz registriert sie beiläufig zum Alltag die Kontraktionen.
Die Hebammen raten zur Ruhe, verschiedenen Positionen und empfehlen das Ankurbeln der Verdauung.
Über den Tag liegt die Schwangere viel. Schlafen kann sie nicht. Immer wieder mal hat sie eine schmerzhafte Wehe.
Erneut regt die Dunkelheit ihre Hormone an. Die Kontraktionen pendeln sich bei 5-8 Minuten ein, halten 30-90 Sekunden an.
Die Geburtshelferinnen geben Tipps für eine weitere durchwehte Nacht.
Gegen Mitternacht telefoniert das Paar mit der diensthabenden Hebamme.
Die Frau beschreibt die Wehen als stark. Bewusst veratmet sie leise alle 3-6 Minuten. Noch ist sie nicht im Labourland angekommen. Sie ist vor allem genervt von dieser schier endlosen Latenzphase. Sie hat keine Geduld mehr und möchte eigentlich nur in den Kreißsaal, damit sich endlich etwas ändert. Ein Schmerzmittel braucht und will sie noch nicht.
Er ist besorgt, den richtigen Zeitpunkt für die Fahrt zum SJK zu verpassen.
Ihr erster Sohn kam via geplanter Bauchgeburt aus Beckenendlage zur Welt. Das ist also alles neu für die Eltern und fühlt sich sehr abenteuerlich an.
Die Hebamme erklärt, bestärkt und beruhigt.
Um 3 Uhr der nächste Anruf. Die Kontraktionen kommen alle 7-8 Minuten, im Liegen seltener.
Die Schwangere ist durch. Der Schlafmangel macht sie ganz dröge im Kopf. So hält sie es nicht mehr aus.
Den Vorschlag der Hebamme, sich morgen Früh am Geburtsort zu treffen, findet sie gut. Das schafft sie noch.
Das Paar hängt einfach weiterhin rum und wartet darauf, losfahren zu können.
Montagmorgen kommen sie mit der Beleghebamme im Kreißsaal an.
Die Frau hat schmerzhafte Kontraktionen, ist angestrengt. Sie hat seit drei Nächten nicht wirklich geschlafen.
Die Portio hat sich unter den Wehen bereits zurückgezogen, der Mittermund ist einen Zentimeter weit. Dem Baby geht es gut. Das Herz schlägt kräftig im Normalbereich.
Das CTG zeichnet alle 5-10 Minuten eine Welle aufs Papier.
Zusammen mit den Ärztinnen und der Hebamme bespricht das Paar die Optionen.
Die Einleitung kommt für die Schwangere nicht in Frage. Sie denkt über eine Sectio nach.
Zunächst möchte sie aber dem Opiat eine Chance geben. Ohne Schmerzen endlich mal wieder schlafen und neue Energie tanken, klingt wunderbar.
Die Infusion läuft. Sie fühlt sich leicht schwummerig. Die Schmerzen lassen nach und sie versucht zu schlafen.
Das Gefühl dee Erleichterung verweilt nur kurz. Die Frau übergibt sich mehrfach. Auf ihren Wunsch hin erhöht die Hebamme trotzdem die Dosis des Schmerzmittels. Es reicht nicht aus. Die Wehen nehmen zu, kommen alle 2-5 Minuten.
Der Muttermund hat sich um einen weiteren Zentimeter geöffnet. Das Kind liegt vermeintlich Rücken an Rücken mit seiner Mutter.
Ohne jeden Zweifel möchte sie jetzt die Bauchgeburt und ihrem Wunsch wird, ohne eine weitere Diskussion, Folge geleistet.
Ohne Hektik beginnen die Vorbereitungen. Aufklärung durch Gyn und Anästhesie, Infusionen, Rasur und das passende Outfit für das nun kurz bevorstehende große Event darf natürlich auch nicht fehlen.
Leise pustend veratmet sie die Wehen, erbricht sich immer wieder. Sie ist froh, dass ein Ende in Sicht ist. Auch er wirkt sehr erleichtert.
Den Schleimpfropf verliert sie noch im Kreißsaal, dann läuft sie mit Herzklopfen und der Geburtshelferin in den OP.
Sie kennt die Abläufe von der ersten Geburt. Das macht es ein wenig leichter. Sie entdeckt neue und andere Dinge während die Teams um sie herum ihren Aufgaben nachgehen und die Hebamme ihr zur Seite steht.
Alles ist bereit, der Vater darf dazukommen und am Kopf seiner Frau sitzen.
Das kleine Mädchen wird geboren und in die Arme der Hebamme gelegt. Bevor das Baby kurz von den Kinderärzten angeschaut wird, können auch die Eltern einen Blick auf ihre zauberhafte Tochter werfen.
Wilma geht es sehr gut und sie darf ins Bonding zu ihrer Mutter ❤
Die ist sehr zufrieden und im Reinen mit ihrer Entscheidung.

"Und? Bist Du bereit?", begrüßt die Hebamme sie gut gelaunt im Kreißsaal. "Anders wäre mir lieber. Aber es muss ja", ant...
28/08/2025

"Und? Bist Du bereit?", begrüßt die Hebamme sie gut gelaunt im Kreißsaal. "Anders wäre mir lieber. Aber es muss ja", antwortet sie ganz abgeklärt und pragmatisch.
Das Paar hat einen Termin zur äußeren Wendung. Ihre Tochter sitzt bereits seit mehreren Wochen im Bauch und hielt eine spontane Drehung bis zu diesem Tag scheinbar für völlig überflüssig. Gänzlich unbeeindruckt von sämtlichen Maßnahmen, Turnübungen und Lockversuchen verharrt sie in der gewählten Position.
Das EKG ist unauffällig, das CTG läuft und die Dauertokolyse fließt in ihre Vene. Alles ist vorbereitet.
Der Oberarzt legt seine Hände auf und bittet das kleine Mädchen mehrfach mit Nachdruck eine Rolle vorwärts oder rückwärts zu machen.
Ohne Erfolg - sie verharrt ein der altbekannten Position.
Auf der Basis zahlreicher vorausgegangener Gespräche fühlt sich das Paar ausreichend informiert, eine Entscheidung zu treffen. Und auch wenn ihm die geplante Bauchgeburt der Planbarkeit wegen lieber wäre, wählen sie die spontan vaginale Möglichkeit.
Nachdem bereits der Vorabend recht unruhig war, bemerkt sie den Tag über ein wiederkehrendes Hartwerden des Bauches. Zunächst ist es ein unangenehmes Gefühl im Unterleib und im unteren Rücken. Wie bei der Periode. Zum Abend hin werden die Kontraktionen schmerzhaft und fies.
"Es könnte sein, dass ich Wehen habe", schreibt sie den Hebammen.
Die raten zur Ruhe und zum Kräftesparen, schicken beruhigende Worte und geben gute Tipps.
Die Situation bleibt stabil, die Schmerzen nehmen zu. Regelmäßig, alle 4 Minuten.
In den folgenden Stunden verkürzen sich die Abstände auf 3 Minuten. Sie möchte ein Schmerzmittel und das Paar verabredet sich mit der Hebamme am Kreißsaal.
Laut pstend veratmet sie die Wehen, stützt sich auf das Bett, geht leicht in die Knie. Es ist schon echt arg.
Der Muttermund ist 4cm geöffnet.
Sie bekommt Livopan gereicht. Das Gas mildert den Schmerz ein wenig.
Der Herzschlag des Kindes ist kräftig, fällt jedoch regelmäßig parallel zur Wehe ab.
Die Frau wechselt auf das Kreißbett, sie kniet.
Bravourös veratmet sie die mächtigen Kontraktionen, versorgt ihre Muskeln und ihr Baby mit dem benötigten Sauerstoff.
Die Geburt schreitet voran. Der Muttermund weitet sich auf 6cm.
Über die Herztöne kommuniziert die Bauchbewohnerin weiterhin Stress.
Die Hebamme bespricht die Situation und die potenzielle Möglichkeit einer Sectio mit den werdenden Eltern.
Die Gebärende konzentriert sich wieder auf die Geburtsarbeit.
Sie liegt auf der rechten Seite als die Eihäute reißen. Klares Fruchtwasser fließt und fast augenblicklich spürt sie einen deutlichen Druck ins Becken.
Geräuschvoll atmet sie, stehend am Bett, durch die Wehen.
Der Ultraschall bestätigt erneut die Lage des Kindes. Daran hat auch der Blasensprung nichts geändert.
Der vaginale Befund ist ernüchternd. Der Muttermund hat sich wieder auf 3-4cm zusammengezogen.
Das ärztliche Team will sich beraten.
Zunehmend erschöpft und offensichtlich belastet, wünscht die Frau sich die PDA. Sie braucht dringend eine Schmerzerleichterung.
Das Anästhesieteam erfüllt ihr diesen Wunsch und schon bald fühlt sie sich sehr viel entspannter.
Die Ärztin sucht erneut das Gespräch über den weiteren Geburtsverlauf. Aufgrund der Gesamtsituation fällt die Empfehlung eindeutig aus.
Die Frau weint und trauert. Sie versteht den Hintergrund der Entscheidung und hat es sich das alles gleichzeitig ganz anders vorgestellt.
Während der Vorbereitungen fließen weitere Tränen. Sie ist enttäuscht, aber einverstanden.
Inzwischen fallen die Herztöne des Kindes mit jeder Wehe auf 60spm. Es sendet eindeutige Signale.
Mit dem Popo voran kommt das kleine, blasse Mädchen ins Leben. Den kurzen Checkup beim Kinderarzt besteht sie problemlos.
Dann darf sie zu ihren gespannt wartenden Eltern in den OP zurück. Auf der Brust ihrer Mama kann Thea ankommen. Zärtlich heißen die Zwei ihre wunderschöne Tochter willkommen.

Das Telefon schrillt. Ich bin unsicher, ob ich Wehen hab; ich würde das gern im SJK abklären lassen.Die Hebamme besprich...
28/03/2025

Das Telefon schrillt. Ich bin unsicher, ob ich Wehen hab; ich würde das gern im SJK abklären lassen.
Die Hebamme bespricht mit der Frau kurz andere mögliche, weniger bedrohliche Ursachen. Schlägt ein Entspannungsbad vor.
Doch schnell ist klar, eigentlich ist die Schwangere sich sicher. Und sie ist besorgt. Die Kontraktionen sind regelmäßig. Alle 7 Minuten zieht sich ihr Bauch zusammen. So kräftig, dass sie davon mitten in der Nacht wach geworden ist.
Die Geburtsgeschichten von Vito und Bruno kennend, vertraut die Hebamme dem Bauchgefühl der kompetenten Gravida und verabredet sich mir dem Paar im Kreißsaal.
Als sie dort ankommt, liegt die Frau schon am CTG. Das Gerät schreibt alle 5 Minuten eine deutliche Welle auf das Papier. Mit geschlossenen Augen atmet sie konzentriert, hält schützend ihren Bauch.
Die Eltern wirken ruhig und doch sind ihre Angst und Anspannung spürbar.
Die Hebamme versprüht Positivität und füttert mit ihrem Optimismus das Fünkchen Hoffnung, dass die Wehen vielleicht doch wieder nachlassen könnten.
Ihr erster Sohn wurde in der 27. Schwangerschaftswoche mittels Notkaiserschnitt geboren. Tapfer versucht das Paar sich nicht komplett in dem unerwarteten Deja-vus zu verlieren. Es fällt ihnen schwer, auch wenn die Erfahrung vom letzten Mal Sicherheit und Vertrauen in der aktuellen Situation gibt.
Sie wünschen sich sowohl Lungenreife als auch Wehenhemmung.
Ihr zweites Kind kam, dank Muttermunsverschluss, terminnah, rasant schnell und vaginal zur Welt.
Die Veränderungen sind minimal, trotzdem nimmt die Hebamme die Tendenz wahr.
Die Wehen werden intensiver.
Partosure-Test, diverse Abstriche und Cervixmessung folgen. Der Gebärmutterhals ist verkürzt, ein tiefer Trichter sichtbar.
Der kleine Junge sitzt im Bauch seiner Mutter. Sollte es zur Geburt kommen, rät die Ärztin zu einer Re-Sectio.
Sie möchte Liegen. Die Arbeit ihrer Gebärmutter wird zunehmend anstrengend. Mit 4 Portionen flutet der Wehenhemmer ihren Körper, das Medikament, dass ihr Kind für den Fall, der nicht sein soll, vorbereitet, wird ihr in den Muskel gespritzt. Sie bekommt einen venösen Zugang.
Immer wieder wird er von seinem Emotionen überwältigt. Sie ist gefasst, doch ihr Gesicht spiegelt ihr Inneres.
Einig, ganz nah auf dem Kreißbett streichelt sie tröstend über seinen Kopf.
Geräuschlos taucht sie immer tiefer ins Labourland. Ihre Wangen rot glühend.
Beide ahnen wahrscheinlich bereits jetzt, dass es kein Zurück mehr geben wird.
Die Hebamme informiert in beide Richtungen. Vieles ähnelt der ersten Geburt, aber nicht alles. Heute hat die 34. Schwangerschaftswoche begonnen - dieses Baby ist größer, schwerer und reifer als sein Bruder. Das wird vieles ändern und erleichtern.
Die beiden diensthabenden ÄrztInnen möchten die Frauim Kreißsaal behalten bis die Kontraktionen wenigstens etwas nachlassen.
Eine kurze CTG Pause nutzt sie zum Toilettengang. Im Badezimmer springt die Fruchtblase. Es ist entschieden - ihr drittes Kind wird heute geboren werden.
Beruhigend spricht die Hebamme mit der Gebärenden. Er ist an ihrer Seite.
Um der Lungenreife noch so lange als möglich Zeit zu geben, wird zwar alles vorbereitet, aber abgewartet.
Das CTG bestätigt, dass es dem Kind weiterhin gut geht. Die Wehen kommen und gehen im 3 Minuten Takt.
Die Oberärztin kommt zum erneuten Ultraschall in den Raum. Auf dem Bildschirm scheint es, als stünde die Cervix stabil.
Die nächste Wehe lässt sie tönen. Pustend begegnet sie der plötzlichen Heftigkeit.
Die Ärztin darf vaginal untersuchen und ändert den Plan.
Jetzt darf es schnell gehen. Der Körper der Frau gibt den Weg für das Kind frei, der Muttermund ist bereits 6 m weit.
In kürzester Zeit wird die Schwangere aus dem Geburtsraum in den OP verlegt. Eine Spinalanästhesie ist nicht mehr möglich.
Das Team arbeitet gut zusammen, KollegInnen eilen zur Hilfe.
Sie liegt mit geschlossenen Augen, lässt die Dinge passieren.
Eine kurze Unstimmigkeit zwischen der Anästhesie und den Gyns ist schnell geklärt. Der Alarm erklingt und Menschen strömen in den Saal .
Die Frau schläft - Schnitt.
Der Muttermund ist vermutlich vollständig, sanft aber beherzt hebt der Gynäkologe den Po des Jungen aus dem Becken. Mit wenigen weiteren routinierten Handgriffen folgen die Beine und zuletzt der Kopf.
Während sein Sohn geboren wird, wartet er im Kreißsaal. Die Wiederholung der Ereignisse, die Angst um Frau und Kind lassen ihn Schluchzend zusammensacken.
Sami kommt in die Obhut der NeonatologInnen. Er macht das wie ein Großer. Seine Lungen arbeiten, er braucht lediglich ein wenig Unterstützung. Seine Haut ist rosig und immer wieder mal hört mensch sein zartes Stimmchen unter der Maske.
Er strahlt, auch vor Erleichterung, als die Hebamme ihm die frohe Botschaft überbringt und ihn bald darauf auch mit in den Rea Raum nimmt. Sehr gerührt und ganz zurückhaltend nimmt er Kontakt zu seinem Sohn auf. Zärtlich berührt er ihn zum ersten Mal. Das ist anders und wundervoll.
Sami zieht auf der NEO ein.
Die Wöchnerin wird geduldig aus ihrem tiefen Schlaf erweckt. Noch im Nebel wird sie sich des Schmerzes bewusst.
Er sitzt neben ihr, redet ihr gut zu und lässt sie wissen, wieviel des Schmerzmittels bereits in ihre Vene getropft ist.
Sie liegt in Schonhaltung, so ruhig und bequem sie kann, klagt immer wieder über die massiven Schmerzen und will, dass es aufhört.
Leise und beruhigend rieseln seine Worte, liebevoll und vorsichtig hält und umsorgt er sie.
Ist er tot, fragt sie und er beeilt sich, sie des absoluten Gegenteils zu versichern.
Die Nachwirkungen der Narkose, das Opiat, die Schmerzen, ihre gekrümmten Haltung sorgen für eine grenzwertige Sauerstoffsättigung. Eine Nasenbrille und Atemanleitung lassen die Werte steigen und ein weiteres Schmerzmittel fließt durch den Infusionsschlauch.
Langsam setzt die gewünschte Wirkung ein und der Schmerz lässt nach.
Er geht zum Bonden nach nebenan, sie braucht noch einen Moment.
Die Hebamme spendiert eine Runde Geburtstagskuchen. Er schickt erste Bilder und Videos.
Ich wollte eine schöne Geburt mit Dir, sagt sie.
Du hast anders geboren als gedacht und gewünscht. Du hast geboren wie eine Kaiserin! Es erfordert Mut und Stärke Pläne zu ändern und die Kontrolle abzugeben, wenn es nötig ist. Trotz der Angst zu vertrauen, dass alles gut wird.
Und nichts, was Du getan hast oder gelassen hättest, hätte diesen Verlauf verhindern oder aufhalten können.
Du hast großartig geboren und darfst sehr stolz auf Euch sein.
Im Bett wird sie zu ihrem kleinen Kämpfer gefahren, der ganz ohne Atmenhilfe auf Papas Brust ruht.
Nun kann sie ihn endlich sehen, spüren riechen. Und er sie.
Die Hebamme lässt die Eltern mit ihrem Familienzuwachs allein.
Die Frau schickt ihn nach Hause, wo die 2 großen Bruder warten. Nach ausgiebigem Kuscheln und Stillversuchen schläft Sami seelig und auch sie braucht dringend Schaf.
Es waren eine kurze Nacht und ein langer Tag.
doğum günün kutlu olsun!

Nach einer jahrelangen, emotionalen und anstrengenden Reise trifft das Paar guter Hoffnung ihre vertraute Hebamme wieder...
20/03/2025

Nach einer jahrelangen, emotionalen und anstrengenden Reise trifft das Paar guter Hoffnung ihre vertraute Hebamme wieder. Zusammen haben sie Ilans Geburt erlebt und kleine Seelen zu den Sternen begleitet.
Diese Schwangerschaft bleibt! Als auch sie es langsam glauben kann und sich vorsichtig die Freude einschleicht, ist ihr Test auf Toxoplasmose positiv.
Wahrscheinlich, möglicherweise aber auch nicht, hat die Erstinfektion bereits vor der Einistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter stattgefunden.
Sich zu irren ist keine Option und so beginnt sie mit der Therapie.
Tapfer, nicht sorglos, meistert das Paar die folgenden Mondmonate. Der wachsende Bauch, das muntere Strampeln ihrer Tochter, die unauffälligen Ultraschalluntersuchungen stärken ihre Zuversicht und beruhigen den scharfen Medizinerinnenverstand, der die Leitlinie, Studien und alle möglichen anderen Informationen gelesen und gespeichert hat.
Wenige Tage nach dem erratenen Termin ist es endlich so weit - das Baby hat sich entschieden zu kommen.
In den frühen Morgenstunden geben die Eihäute klar-rosiges Fruchtwasser frei. Sie zeichnet blutig, schleimig.
Sie wartet noch ein wenig ab und informiert dann ihre Hebammen.
Nach der Dusche werden die Abstände kürzer, die Kontraktionen intensiver. Er bringt den großen Bruder in die Kita.
Sie möchte noch Zuhause bleiben, Schritt für Schritt entscheiden.
Kurze Zeit später nehmen die Wehen zu. Sie telefoniert mit der Hebamme. Sobald ihr Mann wieder da ist, möchte sie zum Kreißsaal aufbrechen.
Von Jetzt auf gleich zwingen sie die Wehen auf die Knie. Warten ist nicht mehr. Der Weg zur Straße ist zu weit. Sie ruft den RTW.
Die Hebamme ist bereits vor Ort, um eine äußere Wendung zu begleiten.
Laut tönend wird die Schwangere in den Kreißsaal gefahren. Sie klingt nach Geburt, als wäre schon einiges geschafft und als läge noch Arbeit vor ihr. "Es drückt nur ein bißchen", bestätigt sie den Eindruck der Hebamme.
In Seitenlage auf dem Bett begleitet sie jede Wehe mit kraftvollem, lauten Tönen.
Die diensthabende Beleghebamme übernimmt.
Sie reicht der Frau Lachgas, atmet mit ihr.
Das Baby scheint ähnlich aufgeregt wie seine Mutter. Sein Herz klopft gleichmäßig schnell.
Der Muttermund ist 4-5cm geöffnet.
Ihr Partner kümmert sich direkt nach seiner Ankunft liebevoll um sie.
Er versorgt sie mit warmen Socken und reibt ihr den Rücken.
Die Frau spürt starken Druck ins Becken, der sie die Wehe schreiend veratmen lässt.
Er macht Musik an.
Sie wünscht sich eine vaginale Untersuchung. Die Hebamme ertastet weiche 6cm.
Er ist an ihrer Seite, reicht ihr Wasser und Energyriegel.
Das Kind reagiert immer mal wieder mit kurzen Herztonabfällen.
Die Gebärende wechselt in den 4Füßlerstand. Äpfelschütteln und eine Kreuzbeinmassage machen den Schmerz erträglicher. Sie vertönt weiterhin geräuschvoll, nimmt tiefe Züge von dem Gas.
Sitzend hält sie sich am Seil, das von der Decke hängt. Er reibt ihr den Rücken.
Druck und Schmerz sind unverändert. Sie konzentriert sich, atmet ruhiger.
Er hängt die Lichterkette auf.
Sie denkt über eine weitere5 VU und die PDA nach. Letztere will sie nur, wenn absolut nötig.
Die Hebamme motiviert sie, von Wehe zu Wehe zu entscheiden.
Die Frau vertraut in ihren Körper, möchte schauen, wie sich der Prozess entwickelt und verändert.
Sie lehnt stehend am Bett. Laut und melodisch schreit sie durch die regelmäßigen Kontraktionen. Intuitiv geht sie mit der Wehe gen Boden. Sie kniet, stützt sich auf den Gebärhocker, tönt und füllt den Raum mit ihrem Wehengesang.
Er ist in ihrer Nähe.
In den Pausen liegt sie auf dem Boden, erholt sich von der massiven Anstrengung.
Ein krampfartiges Ziehen im Bauch, das schon bald wieder aufhört, lässt die Geburtshelferin kurz besonders aufmerksam werden.
Die Frau liegt wieder auf dem Kreißbett. Sie trinkt, entleert ihre Blase.
Der Druck während der Wehe wird deutlicher. Sie bittet die Hebamme, noch mal zu tasten.
8cm sind bereits geschafft.
Das Kind zeigt an, dass es den zunehmenden Druck ebenfalls spürt.
Es bewegt sich lebhaft reagiert nun aber immer häufiger mit tiefen und längeren Herztonabfällen.
Die Frau nimmt einen leichten Pressdrang war. Im 4Füßlerstand fühlt sie sich wohl. Ihr Körper leistet großartige Arbeit. Ein nasser Lappen kühlt ihr warmes, schwitzendes Gesicht.
Die Herztöne des Babys sinken nach der Wehe ab.
Der Muttermund ist 9cm weit. Die Gebärende ist einverstanden, dass die Hebamme den letzten Saum zur Seite schiebt. Es gelingt.
Die anwesende Ärztin verwirft die Idee der MBU und schallt lediglich, die Position des Kindes. Alles ist optimal. Das Baby liegt gut, das Köpfchen findet seinen Weg durchs Becken.
Die Frau dreht sich wieder auf alle Viere. Es drückt auf den Po und sie schiebt nach Gefühl mit.
Die Herztöne fallen. Die Hebamme krault das Köpfchen - keine Reaktion.
Erst nach 2 Minuten wird das Klopfen schneller.
Die Ärztin ist wieder anwesend.
Instinktiv gibt die Frau dem Druck mit jeder kräftigen Wehe nach.
Der Ultraschall zeigt, dass der Kopf noch nicht tiefer ins Becken gerutscht ist.
Die Herztöne fallen erneut. Das Klopfen des CTGs gleicht dem Ticken der Uhr.
Die Frau atmet ruhig und tief in den Bauch. Diesmal reagiert das Kind auf die Stimmulation und erholt sich.
Der dazugerufene Oberarzt macht sich selbst ein Bild. Unaufgeregt leitet er die Frau zum aktiven, anhaltenden Mitschieben an.
Sie mobilisiert all ihre Kräfte, wild entschlossen, es zu schaffen.
Die VE ist möglich.
Vor Anstrengung schwitzend presst sie mit der Wehe und mit der Unterstützung durch die Saugglocke.
Jetzt sind Mutter und Kind wieder gemeinsam aufgeregt. Beide haben ordentlich Herzklopfen.
Er steht ihr zur Seite.
Das Köpfchen wird in der Tiefe der Va**na sichtbar, mit der nächsten Wehe krönt es die die V***a.
Sie schiebt noch mal und gebiert den Kopf. Und dann ist sie da! Für eine Sekunde spürt sie die pure Erleichterung, dann ist all ihre Aufmerksamkeit nur noch bei Edda.
Das schlappe, blasse Mädchen liegt Haut an Haut auf der Brust ihrer Mutter. Die Eltern streicheln und massieren sie, sprechen mit ihr.
Schnell ist klar, dass das Baby ein bißchen mehr Starthilfe braucht. Der Kinderarzt ist bereits da.
Während Edda versorgt wird, kümmern sich die GeburtshelferInnen um die Eltern.
Trotz diverser Maßnahmen gibt es keinerlei Anzeichen für die baldige Geburt der Plazenta.
Edda wird in den Kreißsaal zurück gebracht und zum zweiten Mal schließt ihre Mutter sie in die Arme. In Ruhe und sehr liebevoll begrüßen und bestaunen die Eltern ihre Tochter.
Auch mehr als eine Stunde nach der Geburt hat sich die Plazenta nicht gelöst.
Edda und ihr Vater dürfen zum Bonden in ein anderes Zimmer gehen.
Der Kreißsaal füllt sich.
Die Vorbereitungen sind schnell getroffen. Das Änasthesieteam legt die Frau in Kurznarkose und mit manueller und mechanischer ärztlicher Unterstützung kommt auch die Plazenta zur Welt.
Als die Wöchnerin erwacht, ist Edda schon zur Überwachung auf der Neo eingezogen.
Kaum, dass es ihr Zustand erlaubt, werden Mutter und Tochter wieder vereint.
Zwei Tage später geht es gemeinsam nach Hause.
Endlich ungestört Zeit, sich kennenzulernen und zu genießen.

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