27/03/2026
Magenerkrankungen kommen beim Pferd häufig vor und bleiben doch oft lange unerkannt - wir wollen euch aufklären und helfen, Probleme früher zu erkennen 🐴
Mit Hilfe einer Magenspiegelung (Gastroskopie) kann der Magen des Pferdes vor Ort bei euch im Stall untersucht werden 🩺
Hierfür muss das Pferd etwa 16 Stunden nüchtern sein, da sonst der Magen zu stark gefüllt ist und nicht alle Bereiche einsehbar sind. Der Patient wird sediert und das Endoskop - ein etwa drei Meter langer Schlauch mit Kamera - wird über die Nase, den Kehlkopf und die Speiseröhre bis in den Magen vorgeschoben 💉
Der Magen wird nun etwas mit Luft gefüllt und gründlich untersucht. Die drüsenlose (kutane) Schleimhaut und der Übergang zur drüsenhaltigen (glandulären) Schleimhaut (Margo plicatus) sind Orte, an denen häufig sogenannte Magengeschwüre und Zeichen von Entzündungen zu finden sind. Aber auch der Magenausgang ist oft von Erkrankungen betroffen.
Der gesamte Untersuchungsgang wird mit Bildern dokumentiert, auch damit für anschließende Kontrollen ein exakter Vergleich stattfinden kann 📸
Zum Abschluss der Untersuchung wird die Luft wieder aus dem Magen abgelassen und das Endoskop herausgezogen.
Die gesamte Untersuchung dauert meist nicht länger als eine halbe Stunde, anschließend kann das Pferd in Ruhe aus seiner Sedation aufwachen und je nach Befunden vorsichtig angefüttert werden 🌱
Im nächsten Beitrag erklären wir euch, welche Magenerkrankungen beim Pferd am häufigsten vorkommen ℹ️