18/03/2026
Der Bund plant, die Finanzierung der unabhängigen Asylverfahrensberatung ab 2027 einzustellen.
Damit wäre auch die bei uns angesiedelte Projektstelle betroffen, die über dieses Programm möglich wird.
Die unabhängige Beratung spielt eine zentrale Rolle für faire und nachvollziehbare Asylverfahren. Sie unterstützt Schutzsuchende dabei, ihre Rechte zu verstehen, stärkt die Qualität der Anhörungen und hilft dabei, besondere Schutzbedarfe frühzeitig zu erkennen – insbesondere bei vulnerablen Gruppen wie LSBTIQ*-Geflüchteten.
Gerade für Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität verfolgt werden, bietet die unabhängige Beratung einen geschützten Rahmen, in dem sensible Fluchtgründe überhaupt erst benannt werden können. Die Einstellung des Programms hätte fatale Folgen, denn für viele LSBTIQ*-Geflüchtete kann der Verlust unabhängiger Beratung das Risiko erhöhen, in Länder abgeschoben zu werden, in denen queere Menschen gezielt verfolgt werden und in einigen Fällen auch tödlicher Gewalt ausgesetzt sind.