27/12/2025
Maik Pritschke und Michael Papendieck, beide verantwortlich für das Deeskalationsmanagement im Klinikum Braunschweig, haben das Projekt M.U.T. initiiert. Das Konzept orientiert sich an der psychosozialen Notfallversorgung, wie es sie auch für Mitglieder von Feuerwehr oder Rettungsdienst gibt. M.U.T. steht mit seinen drei Großbuchstaben für Mitarbeiterunterstützungsteam. Damit sind nicht Pritschke und Papendieck selbst gemeint, sondern eine Gruppe von 15 Menschen, von denen alle selbst am Klinikum in unterschiedlichen Bereichen arbeiten. Sie haben sich freiwillig dafür gemeldet, wurden durch einen Fachmann in Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen, Kommunikation und Gesprächsführung tagelang geschult, auch durch Rollenspiele.
Sylvia Stanik macht mit bei M.U.T. Sie hat sich auf den Aufruf im Mitarbeiterportal spontan gemeldet. Neben ihrer Arbeit ist die 46-Jährige ehrenamtlich außerdem in der Notfallseelsorge der Feuerwehr Braunschweig tätig. Dazu kommt jetzt ihr Engagement bei M.U.T..
„Bei uns laufen die Meldungen auf, wenn etwas Besonderes passiert ist und jemand Unterstützung benötigt“, erklärt Maik Pritschke. Er oder sein Kollege gehen seit Jahren schon vor Ort, lassen sich den Vorfall schildern, stehen Betroffenen bei. Nun gibt es Verstärkung, denn die beiden schauen, wer aus dem M.U.T.-Team geeignet ist, sich gemeinsam mit der Kollegin oder dem Kollegen nochmals mit der beunruhigenden Situation auseinanderzusetzen.
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