27/12/2025
Weihnachten habe ich bei meinen Eltern alte Fotoalben angeschaut.
Es hat sich angefühlt wie ein Jahresrückblick - mit dem kleinen Unterschied, dass er viel weiter geht als nur dieses Jahr.
Das letzte Mal, dass ich diese Fotos angeschaut habe, ist ein paar Jahre her. Damals waren es für mich nicht mehr als ein paar Kinderfotos.
Dieses Mal war es anders.
Nicht, weil sich meine Vergangenheit verändert hat.
Sondern weil sich meine Beziehung zu mir verändert hat.
In den letzten Jahren ist ganz leise etwas passiert:
Ich kann das Kind auf den Bildern sehen, ohne es zu bewerten.
Ich kann mir mit Wärme und Liebe begegnen.
Mit einem leisen „Du warst okay.“
Für mich ist das einer der stillsten, aber kraftvollsten Effekte systemischer, biografischer Prozessarbeit.
Es wird nicht dramatischer, sondern ruhiger.
Nicht lauter, sondern friedlicher.
Es braucht keine „schlimme Geschichte“, um sich selbst ein Stück zu verlieren.
Es braucht auch kein Lösen oder Verändern, um sich wieder näher zu kommen.
Manchmal braucht es nur ein Anerkennen von dem, was wir noch nicht sehen wollen.
Und genau dort liegt die Schwierigkeit.
Integration statt Drama.
Das ist meine Haltung, aus der ich begleite.