18/04/2026
Jürgen Paschke
Eine wichtige Quelle für aktuelle Infos zum Thema SUCHT, jetzt neu aufgelegt
Das neue DHS Jahrbuch Sucht 2026 ist veröffentlicht. Es liefert aktuelle Daten und Analysen zur Suchtsituation in Deutschland und macht deutlich, wie stark Konsumprobleme Gesundheit, Familien und gesellschaftliche Strukturen beeinflussen.
Besonders beim Thema Alkohol zeigt sich weiterhin eine große Diskrepanz: Die gesundheitlichen und sozialen Risiken sind gut dokumentiert, gleichzeitig gilt Alkoholkonsum vielerorts noch als normaler Bestandteil des Alltags. Fachverbände und Suchthilfeeinrichtungen fordern deshalb seit Jahren stärkere politische Maßnahmen in der Alkoholprävention.
Jürgen Naundorff, Leiter der Verbandsarbeit im Blauen Kreuz, ordnet die Zahlen so ein: „Die aktuellen Zahlen aus dem DHS Jahrbuch SUCHT 2026 zeigen erneut, was wir in der Praxis längst sehen: Sucht in seinen vielfältigen Formen ist kein Randphänomen, sondern tief in unserer Gesellschaft verankert. Besonders der Alkoholkonsum bleibt ein blinder Fleck! Trotz seiner massiven gesundheitlichen und sozialen Folgen wird er noch immer verharmlost. Wir wissen, welche Maßnahmen wirken. Es wird höchste Zeit, endlich die u.a. im Positionspapier zur Alkoholprävention geforderten Maßnahmen politisch umzusetzen.
Als Sucht- und Selbsthilfe werden wir weiter Brücken bauen: zwischen Prävention und Behandlung, zwischen individueller Begleitung und strukturellen Veränderungen. Entschieden setzen wir uns u.a. dafür ein, Menschen mit Suchterkrankung zu entstigmatisieren. Denn hinter jeder Zahl im Jahrbuch SUCHT 2026 steht ein Mensch mit einer Geschichte.“
Das vollständige Jahrbuch wird von der Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen veröffentlicht und bietet aktuelle Daten sowie Einordnungen zur Suchtsituation in Deutschland.
https://www.dhs.de/unsere-arbeit/dhs-jahrbuch-sucht/