05/03/2026
Was ist los in unserer Welt?
Venezuela, Epstein und nun der Irankonflikt – das alles innerhalb von zwei Monaten… die Ereignisse scheinen sich zu überschlagen. Die Spaltung innerhalb der Menschen wird immer größer, die Lügen treten immer stärker ans Licht, die Machtgier, für die man Millionen von Menschenleben opfert, wird immer fühlbarer. Die Grausamkeit, mit der man auch vor Kindern nicht Halt macht, ist erschreckend.
Und immer wieder stelle ich mir die Frage: Was hat das mit mir zu tun? Wo bin ich die Ursache, zumindest Teil der Ursache?
Offensichtlich befindet sich das Kollektiv die ganze Zeit auf der Ebene des Drama- Dreiecks: Täter – Opfer – Retter. Innerhalb dieser Positionen werden die Rollen ständig gewechselt und damit wird das Drama am Laufen gehalten. Wie wäre es, wenn wir das Geschehen einmal aus dem Adlerblick beobachten würden und uns als Ursache mit einbeziehen würden? Wir könnten uns fragen: Wo nehme ich diese Rollen ein? - Indem ich die ganze Zeit auf Politiker oder sogenannte Verschwörungstheoretiker schimpfe, mache ich mich zum Täter. Indem ich nun in Angst vor einer unsicheren Zukunft oder vor unbezahlbaren Ölpreisen falle und mich den Entscheidungen unüberlegter Politiker ausgeliefert fühle, mache ich mich zum Opfer. Indem ich Mitleid habe mit den Beteiligten oder eine Position als Besserwisserin einnehme, mache ich mich zum Retter.
Wie kann ich konstruktiv mit diesen Ereignissen im Außen umgehen? Meiner Meinung nach liegt unsere Chance darin, in mir selbst „aufzuräumen“. Die vielen inneren Kriege in mir in Frieden verwandeln. Mich selbst liebend annehmen, so wie ich bin. Haben Sie einmal darauf geachtet, wie wir oft innerlich zu uns sprechen? Wenn uns etwas nicht gelingt, dann sage ich zu mir: Du Idiot, das wolltest du eigentlich anders machen. Oder: Mann, wie konntest du das vergessen? Oder. Schon wieder hast du das nicht geschafft. Ständig ist unser innerer Kritiker am Werk und klagt uns selbst an. Opfer – Täter – und wenn die innere Rechtfertigung kommt, dann auch noch der Retter.
Wie gehen wir mit unseren inneren Kindern um? Achten wir auf sie, fühlen wir mit ihnen, wenden wir uns ihnen zu? Oder missbrauchen oder übergehen wir sie, werden zum Täter und machen sie wiederum zu Opfer?
Arbeiten wir unsere Traumen aus unserer Kindheit auf? Hinterfragen wir unsere nicht förderlichen Glaubenssätze und Gedanken? Sind wir uns unserem wirklichen „göttlichen“ Wert bewusst? Und sind wir bereit dazu, diesen Wert in die Welt zu tragen?
Ich bin überzeugt davon, dass wir damit zum Frieden in der Welt beitragen können. Ja, wenn wir es kollektiv täten, uns wirklich mit unseren Gedanken zu beschäftigen, würden die Kriege und die Grausamkeit aufhören. Aber einzig und allein muss und kann ich das nur bei mir tun. Durch mein Vorbild kann ich andere mitziehen. Und so kann aus einer kleinen Welle eine große werden.
(Wer mehr über diesen Ansatz zu denken erfahren möchte: „Zurück zum Absender“ (A. Gerstein) in allen Buchhandlungen bestellbar)