30/04/2024
Schmerzen und die Lehre von Zufriedenheit und Dankbarkeit
eine Verletzung reisst mich plötzlich aus dem Alltag.. Das kennt glaube ich jede*r....Also, z.B......es schmerzt die Schulter in der Nacht oder beim Aufstehen schmerzt plötzlich der Rücken.
Ich komme kaum aus dem Bett hoch. Verdammt. Schon am Morgen kann ich meine gewohnten Bewegungen nicht mehr so ausführen. Sofort muß ich versuchen für viele Situationen des Alltags andere Lösungen zu finden. Der Schmerz hält manchmal über mehrere Tage und Nächte an und es dauert Tage, Wochen oder auch länger bis ich heraus bekomme wo genau die Ursache des Schmerzes liegt. Zum Glück gibt es viele gute Fachleute, die sich mit Schulter-, Knie,- oder Rückenproblemen auskennen, jedoch das Warten um einen Termin bei einem Fachmann/frau zu bekommen kann oft länger dauern.....Ich habe keine Alternative, ich muß mich in Geduld üben.....
Und irgendwann wird es dann meist doch besser....
Was man innerlich in so einer Situation manchmal erleben kann:
"Zufriedenheit und Dankbarkeit" - "Den Wert von Satoscha im Alltag erkennen "so würde es der Yoga Philosoph Patanjali vielleicht beschreiben....
Ich habe mich am Anfang oft gewundert, dass das Thema "Satoscha - das Üben von Zufriedenheit" beim Yoga extra erwähnt wird. Aber es lag schon immer in der Natur des Menschen "Unzufrieden zu sein". Das ist wichtig zu wissen. Den meisten Menschen geht es nämlich so. Du bist da keine Ausnahme:-)
Oft ist uns Menschen nämlich gar nicht bewußt wie viel Glück und Zufriedenheit schon da ist in diesem Moment - ohne dass ich dafür etwas tun, erreichen oder haben muß.
Wir brauchen manchmal einen "Blick- Öffner" einen Moment des "Inne Haltens" - (weil eben in unserer Natur verankert ist dass wir oft unglücklich, unzufrieden sind/ denken...
In diesem Sinne stoßen uns unsere Probleme des Alltags ( z.B. ein Rückenschmerz) auf etwas. Diese "blöden" Situationen bergen, neben den Unannehmlichkeiten eben auch eine weitere Möglichkeit: Ein veränderter Blick auf mich selbst und die Welt.
Zum Beispiel kann man bei einer körperlichen Einschränkung vielleicht die Dankbarkeit erleben wie schön es ist die Kaffeetasse hoch heben zu können oder die Wäsche in die Waschmaschine zu tun. Vielleicht bemerke ich auch, dass mein Mitgefühl für die Menschen die Schmerzen, körperliche Einschränkungen oder sonstwelche Probleme haben steigt. Alles Unperfekte, Einfache, Unaufgeräumte ist mir plötzlich vielleicht näher und ich bin dankbar über jeden Moment und die Schönheit eines unaufgeräumten Zimmers. Ich spüre innerlich vielleicht auch dass es auch nicht "schlimm" ist unperfekt zu sein, nicht alles zu können und auch jetzt vielleicht körperlich verletzt zu sein.....JA ich bin eben auch nur ein Mensch....
Diese Erfahrung kann mich vielleicht daran wieder erinnern, dass wir Menschen diesen Blickwinkel (auf das Glück das oft schon da ist im Moment) wertschätzen und eben auch immer wieder üben wollen. In diesem Sinne kann ein Problem, z.B. auch ein körperliches wie Rücken-, Knie;- oder Schulterschmerz uns auch helfen uns innerlich weiter zu machen und wieder zu erneuern. Nicht nur der Körper kann vielleicht heilen sondern auch etwas in mir....
Wir brauchen aber nicht auf Probleme (oder den Rückenschmerz) zu warten - wir können nämlich Prävention betreiben - durch üben von Satoscha. Das meint nämlich Patanjali. Wir können ja wollen vielleicht auch kontinuierlich üben: "Inne halten, den schönen Atem beobachten, mir bewußt mache über was ich dankbar bin, freundlich sein, regelmäßig liebevoll Yoga für meinen Körper und Geist üben, vielleicht einmal eine Woche jeden Abend aufschreiben über was ich dankbar bin, eine Woche jeden Tag eine nette Postkarte an einen alten Freud/ alte Freundin senden.....Da kann uns plötzlich viel Kreatives zu einfallen....Namaste.