08/11/2022
Gestern erreichte uns die Pressemitteilung https://www.bfarm.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2022/pm10-2022.html unseres Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit der Bitte, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen aller Art zu melden, da diese oft erst nach der Markteinführung festgestellt werden.
"Zum Zeitpunkt der Zulassung können die Kenntnisse darüber nicht vollständig sein, da das Arzneimittel in den klinischen Prüfungen nur an einer begrenzten Anzahl von Personen getestet wurde. Seltene und vor allem sehr seltene unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit der Arzneimittelanwendung können erst erkannt werden, wenn sehr viele Menschen das Arzneimittel eingenommen haben. Dies ist üblicherweise erst nach der Zulassung der Fall."
Leider haben wir selbst, wie auch viele von euch, feststellen müssen, dass Ärzte oftmals nicht bereit waren, der zu melden, diese heruntergespielt haben oder gar verleugnet haben. Selbst , die im Zusammenhang mit der standen, wurden beispielsweise in einer Recherche von Stern TV nicht gemeldet!
Wir möchten euch daher den Hinweis geben, dass ihr eure Meldungen AUCH SELBST einreichen könnt. https://nebenwirkungen.bund.de/
Das ist wichtig und trägt dazu bei, dass schneller erkannt werden und Warnhinweise in den Beipackzettel eingetragen werden und ggf. ein Medikament wieder vom Markt genommen wird. Bei den drospirenonhaltigen Pillen wie z.B. und hat das dennoch 11–14 Jahre gedauert. Eine sehr traurige Bilanz, wenn man bedenkt, dass dadurch junge und vor allem gesunde Frauen einer viel zu hohen Gefahr ausgesetzt wurden und es sich eben nicht um die Behandlung einer Krankheit handelt. Das Vertrauen in die Sicherheit unserer Medizinprodukte wurde dadurch auf jeden Fall getrübt.
Nr. 10/22 vom 7.11.2022