01/06/2016
Es ist unfassbar, wie die Welt inklusive unserer Regierung passiv bleibt und somit toleriert, dass zwei Millionen Menschen, davon viele Kinder, verhungern. In der Tagesschau (heute morgen) wurde es noch nicht einmal erwähnt.
Diese Woche setzt man den Fokus auf historische Ereignisse von Armenien, in der Gegenwart heute sind in allein in der besagten Region von Syrien zwei Mal so viel Menschen akut vom Hungertod bedroht. Heute kann noch und muss geholfen werden. Es muss etwas geschehen. Mir fehlt in der Städteauflistung Moskau. Ohne eine Einbindung von Russland wird eine Lösung nicht möglich sein.
Spiegel online heute:
Nun läuft die Frist ab - und noch immer werden Zivilisten in Syrien belagert und ausgehungert. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen geht von knapp zwei Millionen Betroffenen aus.Die Soldaten prüften den Uno-Konvoi, nahmen erst die Medikamente und Lebensmittel heraus. Am Ende blockierten sie sogar die Babymilch. Nichts durfte nach Daraya gebracht werden.
He low can men with arms sink? Today Syrian Army (4. Division) blocked humanitarian mission to starving Daraya becuse it carried baby milk!
— Jan Egeland () May 12, 2016Die internationale Gemeinschaft scheint ihre Forderungen vom 17. Mai vergessen zu wollen. Obwohl die Frist abläuft, gibt es bisher keinerlei Bewegung. Aus Washington, London, Paris ist nichts zu hören, und auch Berlin hält still.
"Die Bundesregierung plant nicht, sich zu beteiligen"
Und in Daraya, Deir al-Sor und anderswo in Syrien hungern die Menschen weiter.
Zusammengefasst: Die angekündigte Luftbrücke für Syrien wird zum vereinbarten Termin am 1. Juni nicht zustande kommen - obwohl die internationale Gemeinschaft das genau so versprochen hatte. Stattdessen hofft man auf die Kooperation des Regimes, das aber seinerseits für die meisten Belagerungen verantwortlich ist. Hilfe für die vielen Hungernden im Land lässt so weiter auf sich warten.