03/06/2020
Erste Hilfemaßnahmen in Zeiten von Corona
Der Motor jedes Menschen ist sein Herz. Solang es einwandfrei funktioniert, wird dieses Organ, welches eine großartige Leistung vollbringt, für selbstverständlich genommen.
Nun kann jeder von uns einmal in die Situation kommen, in der das Herz in Schwierigkeiten gerät und nicht so tadellos funktioniert, im schlimmsten Fall kommt es zum Herz-Kreislaufstillstand. Dann sind wir auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen.
Zurzeit befinden wir uns alle durch die Bedrohung durch das neuartige Coronavirus in einer schwierigen Phase. Trotzdem müssen wir anderen Menschen helfen, wenn diese in eine lebensbedrohliche Situation geraten.
Die Empfehlung des Deutschen Rates für Wiederbelebung hat die einzelnen Schritte der Reanimation zum Schutz der Helfer vor einer Infektion mit dem Corona-Virus abgewandelt.
So gelingt die Erste-Hilfe:
Den Patienten laut ansprechen und an den Schultern rütteln.
Um die Atmung zu prüfen soll nur die Brustkorbbewegung erfasst werden. Hierfür sollte der Nacken überstreckt und das Kinn angehoben werden.
Ein Prüfen der Atemgeräusche und eines Luftzuges beim Atmen in der Nähe des Gesichtes des Betroffenen soll vermieden werden. Sind keine Brustkorbbewegungen mit dem bloßen Auge zu erkennen oder bei vorsichtig aufgelegter Hand zu spüren, ist davon auszugehen, dass der Betroffene nicht atmet.
Jetzt muss sofort der Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 gerufen werden. Dann wird sofort mit der Herzdruckmassage begonnen. Neu ist hierbei der empfohlene Eigenschutz gegen eine mögliche Ansteckung mit SARS-CoV-2. Helfer können sich schützen, indem sie vor der Herzdruckmassage ein Tuch oder ein leichtes Kleidungsstück auf die Mund- und Nasenregion des Hilfsbedürftigen legen. Die Atemwege dürfen dabei nicht verlegt werden. Dies kann eine Ansteckungsgefahr reduzieren.
Bei unbekannten hilfsbedürftigen Erwachsenen wird aktuell empfohlen, sich nur auf die Herzdruckmassage und auf den Einsatz eines öffentlich zugänglichen Automatisierten Externen Defibrillator zu konzentrieren und auf eine Mund-zu-Mund- bzw. Mund-zu-Nase-Beatmung zu verzichten. Aber auch abseits der Infektionsgefahr wird die Wiederbelebung mit Beatmung nur dann empfohlen, wenn eine Beatmung sicher durchgeführt werden kann und nicht zur Verzögerung der Herzdruckmassage führt.
„Vorsichtig PRÜFEN, -RUFEN-, dann schützen und DRÜCKEN, DRÜCKEN, DRÜCKEN – und so schnell wie möglich den Defi holen lassen, natürlich ohne die Herzdruckmassage zu unterbrechen“.
Quelle:
https://www.grc-org.de/ueber-uns/aktuelles/130-Stellungnahme-des-GRC-zur-Durchfuhrung-von-Wiederbelebungsmassnahmen-im-Umfeld-der-COVID-19-Pandemie