27/03/2026
Ich bin mittlerweile leidenschaftlich gern Mensch und meine Arbeit ist geprägt von einem tiefen Interesse daran, wie wir uns selbst wieder näherkommen und unser Leben mehr genießen können.
Seit über 15 Jahren begleite ich Menschen in Einzelsitzungen, Paararbeit, Gruppen und Seminaren.
Lange Zeit war ich bemüht, in meiner Arbeit auf alles vorbereitet zu sein:
mit Methoden, mit Regulierung, mit den „richtigen“ Worten.
Und das funktionierte – aber es erschöpfte mich.
Denn auch wenn es mir damals nicht bewusst war: Ich habe viel übernommen und getragen.
Und genau das stand oft dem im Weg, was sich bei meinen Klient:innen selbst entwickeln wollte.
An den Tagen, an denen ich weniger „geben“ konnte, wurde die Arbeit spürbar schwieriger.
Ich stand an einem Punkt, den viele kennen, die mit Menschen arbeiten:
viel geben – und dabei selbst leer werden.
Mit der Trauma-Arbeit – insbesondere durch NARM – begann für mich ein anderer Weg: Wissen und Erfahrung begannen sich miteinander zu verbinden – und etwas Neues konnte entstehen.
Ich begann, mich selbst besser zu verstehen – auch die Anteile, die ich lange nicht fühlen wollte.
Und darin zeigte sich etwas Unerwartetes:
Unsicherheit, Schüchternheit, Freundlichkeit.
Nicht als Mangel, sondern als eine leisere Form von Kontakt –
offener, menschlicher, näher.
Als ich lernte, diese Seite in mir zu halten, veränderte sich meine Arbeit grundlegend.
Das, was früher Kraft kostete, begann zu fließen.
Heute verlasse ich mich in meiner Arbeit vor allem auf eines:
auf die Fähigkeit, bei mir zu sein und dem Prozess zu lauschen –
bei meinem Gegenüber, bei mir und im Raum zwischen uns.
So begegnen wir uns auf Augenhöhe,
und in diesem Kontakt beginnen Menschen, sich selbst wieder näherzukommen,
für sich zu sorgen und sich mehr zu mögen.
Und manchmal entstehen daraus leise Veränderungen,
die sich für viele wie kleine Wunder anfühlen. 🩵