19/02/2026
73 Patient:innen haben im vergangenen Jahr bei uns an der Uniklinik Düsseldorf eine Spenderniere erhalten! In 21 Fällen handelte es sich dabei um Organe aus Lebendnierenspenden – insbesondere von engen Verwandten oder Ehepartnern. Nierentransplantationen werden am UKD unter Einbeziehung eines großen fach- und berufsgruppenübergreifenden Teams ermöglicht. Von zentraler Bedeutung ist die gute Zusammenarbeit zwischen der Klinik für Nephrologie und der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskularchirurgie.
„Wir konnten die Zahl der Lebendspenden deutlich steigern und wollen die Möglichkeiten in diesem Bereich auch weiter ausbauen“, sagt Dr. Susanne Mende, Oberärztin in der Klinik für Nephrologie an der Uniklinik Düsseldorf. Helfen könnte hier die Politik: Im Oktober vergangenen Jahres hat sich die Bundesregierung für eine Änderung des Transplantationsgesetzes ausgesprochen. Demnach sollen künftig Überkreuzspenden möglich werden. Beispiel: Eine Frau möchte ihrem nierenerkrankten Ehemann eine Niere spenden – allerdings passen die Blutgruppen oder bestimmte Gewebemerkmale nicht zusammen. In Zukunft soll eine wechselseitige Spende mit einem Paar möglich werden, das mit der gleichen Situation konfrontiert ist. Auch anonyme Lebendnierenspenden sollen unter bestimmten Bedingungen erlaubt werden. „Diese Regelungen werden uns helfen, sobald sie in Kraft getreten sind“, sagt Dr. Neslihan Ertas, Oberärztin in der Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie. Am 30. Januar wurde der Entwurf für die Gesetzesänderung in erster Lesung im Bundestag beraten. Noch wichtiger wäre laut Dr. Ertas die Einführung der Widerspruchsregelung, wie sie auch in den allermeisten Nachbarländern Deutschlands gilt. Dann würde immer von einer Zustimmung zur Organspende ausgegangen werden – sofern kein Widerspruch dokumentiert ist.
Mehr Informationen: https://www.uniklinik-duesseldorf.de/ueber-uns/pressemitteilungen/detail/73-nierentransplantationen-im-jahr-2025