Befreyungs-Zeit

Befreyungs-Zeit Ich bin dir eine Wegbegleiterin zu der authentischsten Variante deiner Selbst. Vor Ort und online! JF

17/02/2026
16/02/2026

Bei Fragen oder um dich anzumelden gerne PN an mich. Oder unter www.befreyung.com

RÜCKENSCHMERZEN, KIEFERPRESSEN & SEXUALITÄTMeiner Erfahrung nach wird gerade bei Frauen, die unter Rücken-, Nacken- Schu...
13/02/2026

RÜCKENSCHMERZEN, KIEFERPRESSEN & SEXUALITÄT

Meiner Erfahrung nach wird gerade bei Frauen, die unter Rücken-, Nacken- Schulter-und vor allem Kieferschmerzen leiden – viel zu selten nach ihrer Sexualität gefragt. Dabei hängt alles zusammen: Der Beckenboden, der Unterleib, der Kiefer und die tieferen Muskel- und Faszienschichten bilden ein Netzwerk, in dem sich Anspannung, Stress und unterdrückte Gefühle spiegeln. Trauma wird im Körper gespeichert.

Ein chronisch angespannter Beckenboden ist oft ein Zeichen dafür, dass das Nervensystem im sympathischen Zustand verharrt, also in Anspannung, Dauerstress und Alarmbereitschaft. Über Faszienketten, die sich durch Zwerchfell, Rumpf und Rücken ziehen, kann diese Spannung nach oben wirken, den Nacken erreichen und die Kiefermuskulatur belasten.

Umgekehrt kann ein angespannter Kiefer über die Haltung und das Zwerchfell wieder auf den Beckenboden wirken – die Verbindung ist nicht direkt muskulär, sondern entsteht über das Nervensystem, über Faszien und über die Reflexe des Körpers.

Daher kann sexuelle Stimulation, sei es durch Berührung, Massage oder Orgasmen, hier auf mehreren Ebenen heilsam wirken. Über die sakralen Nerven aktiviert sie parasympathische Reflexe, die den Beckenboden gezielt ansprechen. Durch den Wechsel von bewusster Kontraktion und reflektorischem Loslassen der Muskeln entsteht eine tiefe Entspannung, die das Nervensystem aus dem Dauerstress holt. Diese parasympathische

Gleichzeitig öffnet sie den Zugang zu einem Körper, der durch unterdrückte Wut, Angst oder erlebte Gewalt oft erstarrt ist, der die Energie im Becken „eingesperrt“ hält und sie nicht frei fließen lässt.

Dabei geht es nicht um grobe oder schnelle Reizung, wie sie bei vielen Geräten oder penetrativen Praktiken üblich ist, sondern um sanfte, liebevolle Stimulation, innen wie außen. Es geht um Zuwendung, Massage und das bewusste Wahrnehmen des eigenen Körpers. Wer sich diese Zeit nimmt, wer den Druck loslässt, in wenigen Minuten „funktionieren“ oder einen Partner befriedigen zu müssen, öffnet sich für die eigenen Empfindungen und das volle Erleben der weiblichen Lust. Erst dadurch kann der Beckenboden sich lösen, die Energie wieder fließen, und die parasympathische Entspannung setzt ein, die sowohl den Unterleib als auch den Kiefer, die Schultern und den ganzen Oberkörper erreicht. Der Körper wird wieder zum Tempel der Lust, in dem Hingabe, Annahme und das Erleben eigener Sinnlichkeit möglich sind.

Die weiblichen Schwellkörper brauchen nach neuesten Studien mindestens 20 Minuten, um voll durchblutet zu sein und wirklich empfänglich für lustvolle Ekstasen zu werden. Bei Frauen, die ihre Orgasmusfähigkeit selten nutzen, kann es sogar eine halbe Stunde dauern.

Vielleicht braucht es also einfach wieder mehr körperliche Lust & Liebe, um sich wieder entspannen zu können.

Gemeinsam für befreyte Zeiten. Janina Freynhagen.

DAZWISCHENFür alle, die nach wie vor oder vielleicht schon seit einiger Zeit das Gefühl haben, sie seien in einem Zwisch...
12/02/2026

DAZWISCHEN

Für alle, die nach wie vor oder vielleicht schon seit einiger Zeit das Gefühl haben, sie seien in einem Zwischenzustand gefangen: Herzlich willkommen auf der sensitiven Seite des Lebens. Das ist so. Das soll so sein. Das darf so sein.

Allein die Wahrnehmung draußen gerade zeigt es doch. Man schaut hinaus: Unten liegt eine Schneedecke, von oben fällt neuer Schnee. Dann tritt man vor die Tür und bekommt nasse Flocken ins Gesicht. Während die Luft selber aber nicht so klirrend kalt ist, wie man erwarten würde – nein, die hat fast etwas Mildes. Man geht ein paar Schritte und hört das typische Knirschen des Schnees, und das ganze System meldet: Kälte, Winter, Stille, Innenschau, Geborgenheit, sich einkuscheln.

Und dann geht man an ein paar Bäumen vorbei und hört plötzlich aufgeregtes, fast frühlingshaftes Vogelzwitschern. Und das System fragt sich: Hä, wie jetzt?

Und das kann so weit gehen, dass einem schwindlig wird. Also richtig physisch, körperlich schwindlig. Dass man das Gefühl hat, selbst nicht mehr richtig zu wissen, wo man steht, weil die natürliche Zuordnung verloren geht.

Energetisch befinden wir uns zudem noch vor dem Jahr des Pferdes. Vielleicht haben wir gerade erst unsere letzte Häutung hinter uns. Vielleicht sind wir mitten in der Transformationsphase – nicht mehr das Alte, aber noch verletzlich und roh in der neuen Haut. Vielleicht scharren wir schon mit den Hufen und versuchen auf Krampf, das eine oder andere durchzudrücken. Schließlich ist ein neues Jahr. Neue Erwartungen. Neue Vorsätze. So vieles wollten wir verändern. Und das Alte wollten wir auf keinen Fall behalten.

So verständlich das ist – vielleicht ist es einfach noch nicht so weit.

Vielleicht geht es gerade noch ums Energiesammeln. Ums Sich-selbst-Wahrnehmen. Ums Krafttanken, um dann wirklich durchstarten zu können, wenn die Zeit gekommen ist.

Vielleicht sind am Morgen noch die Energien des alten Jahres da. Am Mittag plötzlich die des neuen. Und am Abend fühlt man sich wieder ganz anders. Irgendwo dazwischen.

Und das darf so sein.

Vielleicht ist das Dienlichste gerade, sich nicht mit der Realität anzulegen. Den Ist-Zustand anzunehmen – auch wenn dieser Ist-Zustand Verwirrung ist. Auch wenn er sich nach Dazwischen anfühlt.

Zustimmung schafft Entspannung.

Gemeinsam für befreyte Zeiten.
Janina Freynhagen.

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NAMEN UND IHRE BEDEUTUNGDies ist eine Einladung, mich auf verschiedene Gedankenspiele zu begleiten.Wenn wir davon ausgeh...
11/02/2026

NAMEN UND IHRE BEDEUTUNG

Dies ist eine Einladung, mich auf verschiedene Gedankenspiele zu begleiten.

Wenn wir davon ausgehen, dass wir mehrfach inkarnieren und jede Inkarnation dem Lernen bestimmter Themen, Erfahrungen und Lebensumstände dient, erscheint es nur logisch, dass wir nicht nur immer wieder ähnliche Lebensumstände erfahren, sondern – weil wir durch Wiederholung lernen – dass wir auch häufig denselben Namen wählen, über mehrere Leben hinweg.

Bevor wir auf die Erde kommen, trifft sich unser höheres Selbst mit unseren spirituellen Begleitern, also den Seelen, die uns während unseres Lebens in unverkörperter Form begleiten, und gemeinsam wird der Name ausgewählt. Dieser Name trägt eine Schwingung, eine Resonanz, eine Energie, die uns prägt und begleitet.

Die Seelen, die verkörperten Seelen, mit denen wir inkarnieren, nehmen dabei unterschiedliche Rollen ein – manchmal in der Familie, manchmal in Freundschaften, manchmal in Liebesbeziehungen.

Manchmal kann das zu Verwirrungen führen: Wenn wir auf einmal eine Beziehung mit jemandem haben, der schon mehrfach unser kleiner Bruder war, dann fällt es schwer, diese Beziehung auf Augenhöhe zu führen. Wer daran interessiert ist, das aufzulösen, der ist herzlich eingeladen zu einer Beziehungs-Soul-Session über die Akasha-Chronik auf meiner Homepage zu finden.

Heute soll es aber nicht um Beziehungen gehen, sondern um den Namen.

Oft ist es komplexer, als man es auf den ersten Blick denkt, wenn wir unseren eigenen Namen ablehnen. Einer der Gründe dafür könnte sein, dass wir unbewusst versuchen, die in unserer Kindheit erlebten Traumata oder aber die aus unserer Ahnenlinie übernommenen Themen aus unserem Feld zu bekommen. Das kann transformierend sein, es kann aber auch tatsächlich ein verzweifelter unbewusster Versuch sein, der eher das Symptom bekämpft und nicht wirklich die Ursache.

Ein anderes Mal haben wir das Gefühl, uns mit unserem Namen nicht wirklich identifizieren zu können und gleichzeitig nie wirklich im Hier und Jetzt vollständig angekommen zu sein, nie richtig in unserem eigenen Leben Wurzeln geschlagen zu haben. Das kann darin begründet sein, dass wir entweder versuchen, das Karma, das wir durch Inkarnationen hinweg mit uns tragen und das wir unbewusst mit diesem Namen assoziieren, abzulehnen, oder aber, dass wir noch so eng mit einem Namen aus einer früheren Inkarnation energetisch verwoben sind, dass wir unseren jetzigen Namen noch gar nicht vollständig annehmen können. Dann ist die Ablehnung des eigenen Namens eigentlich nur ein stellvertretendes Symptom dafür, dass wir in einem anderen Leben noch gefangen sind oder dieses noch nicht vollständig abgeschlossen haben energetisch.

Eine andere Theorie – ist dieser Name etwas, das wir im Zusammenhang mit unseren Talenten und der Bereicherung, die wir in diesem Leben mitbekommen haben, gewählt haben. Wir alle sind ein Geschenk für diesen Planeten, und manchmal fühlt sich das noch zu groß an. Wir haben das Gefühl, wir können dem, was dieser Name energetisch hält und verspricht, nicht gerecht werden. Ich möchte sagen: noch nicht, aber es fühlt sich eben so an, als sei es nicht stimmig. Ich gehe damit nicht in Resonanz.

Auch dann lehnen wir den Namen zunächst ab. Aber es wäre eher unvorteilhaft, sich von diesem Namen komplett abzuwenden. Dann darf es vielmehr darum gehen, in die Frequenz hineinzuwachsen, die dieser Name mit sich bringt – weil es das ist, was wir für uns gewählt haben.

Hier kann es hilfreich sein, zu reflektieren und zu spüren: Welche Energie, Gefühle oder Muster sind mit dem Namen verbunden? Was darf ich für mich tun, um wirklich im Hier und Jetzt anzukommen? Um zu lernen: So wie ich bin, bin ich richtig. Und das Leben, das ich für mich gewählt habe, ist keine Strafe oder falsch. Ich muss auch nicht erst noch tausend Sachen lernen, verändern oder hineinwachsen, bevor ich gut bin, so wie ich bin.

Vielleicht macht es Sinn, eine Namensaufstellung zu machen – nicht nur als Spaßevent, sondern wirklich tiefgreifend zu prüfen: Gibt es hier noch etwas zu integrieren, abzulegen, zu transformieren oder zu heilen? Wenn daran im nordischen Raum Interesse besteht, lass mir bitte ein rotes Herz da – dann werde ich schauen, dass ich einen Abend dazu anbieten kann.

Wie geht es dem Namen in Bezug auf mich? Ist er mir zugehörig? Ist er vielleicht ein Schlüssel, um wirklich im Hier und Jetzt anzukommen? Oder geht es darum, diesen Namen abzuwählen, weil er nicht länger zu mir passt?

Was sagt es zum Beispiel aus, wenn erwachsene Menschen sich immer nur bei ihrem kindlichen Spitznamen rufen lassen?

Wenn ein Name mit bestimmten Aufgaben oder Lernerfahrungen verknüpft war und uns im Laufe des Lebens auf einmal nicht mehr stimmig erscheint, haben wir häufig einen Zweitnamen mitbekommen. Für mich wirkt das manchmal ein bisschen wie der Aszendent zu unserem Sternzeichen: In der zweiten Hälfte des Lebens wird er wichtiger und prägnanter. Die Entscheidung für den Zweitnamen ist dann häufig die folgerichtige Konsequenz daraus, dass wir einige Themen abgearbeitet haben und uns mit dem ersten Namen nicht mehr identifizieren können.

Die Frage ist also: Ist die Ablehnung des eigenen Namens etwas Selbstermächtigendes, Transformierendes und aus Selbstliebe heraus, oder ein Fluchtversuch vor Anteilen von uns, die uns unliebsam erscheinen, die wir aber eigentlich dringend annehmen müssten, um uns voll und ganz zu begreifen, wohlzufühlen und in unserem Leben anzukommen?

Für mich selbst gab es eine Phase während der Pubertät, in der mein Zweitname elementar wichtig war. Ich musste ihn überall mit aufführen und stellte mich sogar so vor – nicht, weil ich ihn besonders schön fand, sondern weil er für mich mit meinem Vater verbunden war. Mein Vater ist Amerikaner und konnte meinen ersten Namen, wie er im Deutschen ausgesprochen wird – das „J“ wie in „Ja“ – nicht über seine Lippen bringen. Meine Mutter hat mir bewusst einen Zweitnamen gegeben, der im amerikanischen Raum geläufiger ist, damit er ihn sagen konnte. In dieser Phase war es für mich ein inneres Bedürfnis, mich auf diese Weise meinem Vater zuzuordnen, meine Wurzeln zu fühlen und meine Zugehörigkeit auszudrücken. Heute habe ich zu diesem Namen keinen Bezug mehr und gehe mit ihm gar nicht mehr in Resonanz.

Meinen ersten Namen hingegen liebe ich tatsächlich sehr. Das „Ja“ in Janina hat für mich etwas sehr Lebensbejahendes und Positives, und der reine Name Nina erinnert mich auf eine sehr schöne Weise an meine Kindheit. Es ist schön, dass dieser Name unverändert mitklingt, sodass das Kind in mir lebendig bleibt, aber zugleich durch das Erwachsensein, die Verantwortung, das Leben und die Freiheit mitschwingen kann. Zu meinem Nachnamen muss ich wahrscheinlich nichts mehr sagen – sonst hätte ich ihn nicht zu meinem Beruf gemacht – denn dieses „Frei“ in Freynhagen ist für mich elementar.

Wie so häufig geht es nicht um richtig oder falsch, sondern darum, bestimmte Blickwinkel ins Bewusstsein zu bringen. Wovon ich jedoch überzeugt bin: Wir erhalten unseren Namen nie zufällig. Er ist energetisch bereits vor unserer Geburt festgelegt.

Gemeinsam für befreyte Zeiten.
Janina Freynhagen.

ERZWUNGENE VERÄNDERUNGMenschen, die eine schwere Erkrankung oder einen traumatischen Unfall erlebt haben, sind sich oft ...
08/02/2026

ERZWUNGENE VERÄNDERUNG

Menschen, die eine schwere Erkrankung oder einen traumatischen Unfall erlebt haben, sind sich oft in einem Punkt einig:
Um wirklich zu genesen, mussten sie sich so tiefgreifend verändern, dass sie nicht mehr der Mensch waren, der einst krank wurde.

In diesem Sinne sind Erkrankungen oder Unfälle häufig nicht nur Ausdruck unseres inneren Zustandes, sondern wirken wie eine Notbremse des Universums, wie ein Schuss vor den Bug. Eine klare Botschaft: Wenn du dich jetzt nicht veränderst, ist es zu spät.

„Triggerwarnung- Text enthält kontroverse Ansichten zum Thema Krebs“

Gerade bei Krebs hört man immer wieder, dass er dort entsteht, wo ein Mensch in Stagnation gefangen ist. Wo längst erkannt wurde, dass das eigene Leben so nicht mehr stimmig ist, die notwendigen Schritte aber aus Angst, Anpassung oder Erschöpfung nicht gegangen werden. Dann wächst etwas anderes für ihn. Krebs übernimmt gewissermaßen das, was in diesem Menschen keinen Raum mehr hatte: etwas Lebendiges, sich Vermehrendes, Unaufhaltsames, Authentisches – mitunter sogar Brutales und Egozentrisches. Er geht raus aus der Rücksichtnahme und lebt vor, wie es wäre, grenzenlos zu sein. Denn Leben bedeutet Prozess, Leben bedeutet Veränderung. Und wenn wir diese Veränderung verweigern, beginnt etwas anderes in uns zu wachsen. Nicht, um uns zu bestrafen, sondern um uns etwas vorzuleben. Es übernimmt eine Aufgabe in uns.

So scheint Krebs aus der Metaperspektive weniger etwas zu sein, das es zu besiegen gilt, sondern eher etwas, das wir energetisch annehmen dürfen, indem wir die ihm inne liegende Wachstums- und Veränderungsenergie für uns selbst nutzen. Das bedeutet keinesfalls, dass wir nicht alle schulmedizinischen Hilfen in Anspruch nehmen sollten, die sich für uns stimmig anfühlen, oder dass wir darauf verzichten sollten, unsere Ernährung und Gewohnheiten umzustellen. Doch für mich geht es tiefer. Es bedeutet vielmehr, das eigene Leben ganzheitlich in die Hand zu nehmen und sich bewusst in Entwicklung zu begeben – hin zu dem Leben, nach dem man sich schon so lange sehnt. Denn wenn wir ein authentisches Leben führen, das sich von innen stimmig anfühlt, umso unnötiger wird die Erkrankung und damit umso wahrscheinlicher die Heilung.

Viele sprechen davon, den Tumor besiegen zu wollen oder in den Kampf zu ziehen. Für mich ist es stimmiger, den Teil in mir sterben zu lassen, der den Krebs gebraucht hat, um überhaupt in Bewegung zu kommen.

Dazu gehört für mich – auch aus beruflicher Perspektive – Ursachenforschung zu betreiben. Wann und durch welche emotionalen Themen oder generationsübergreifenden Schicksale ist dieses veränderte Zellenwachstum entstanden? Was hat das mit unterlassener Hilfeleistung zu tun, und wo kann man therapeutisch ansetzen, um den emotionalen Auslöser zu transformieren? Doch all das hilft nichts, wenn unser Fokus ausschließlich darauf ausgerichtet ist, den Tumor zu bekämpfen, nur um anschließend genauso weiterzuleben wie zuvor.

Krebs ist wie jede Erkrankung vielschichtig. Wird er jedoch frühzeitig erkannt und als das genutzt, was er oft ist – eine erzwungene Pause, ein radikales Sich-um-sich-selbst-Kümmern und die Einladung zu neuen Entscheidungen und Handlungen –, dann ist er weder Strafe noch Feind. Früherkannt ist er häufig genau das, was es gebraucht hat, damit wir den Mut und die Notwendigkeit zur Veränderung nicht nur erkennen, sondern sie auch annehmen und konsequent leben können.

Gemeinsam für befreyte Zeiten. Janina Freynhagen.

DIE EIGENE WAHRHEIT SPRECHENIch darf wohl mit Fug und Recht behaupten, dass ich zu den Menschen gehöre, die häufig eine ...
07/02/2026

DIE EIGENE WAHRHEIT SPRECHEN

Ich darf wohl mit Fug und Recht behaupten, dass ich zu den Menschen gehöre, die häufig eine sehr klare Meinung haben und sich auch nicht scheuen, diese zu äußern. Und ebenso zu denen, deren Wahrheit sich durch neue Erkenntnisse und Umstände schon mal verändern kann, sodass ich ein Jahr später möglicherweise eine ganz andere Haltung zu denselben Dingen habe. Viele meiner Texte sind genau davon geprägt: dass ich eine subjektive Wahrheit zum Besten gebe, meine momentane Sicht auf die Welt, auf Beziehungen, auf das Menschsein.

Doch heute stehe ich an einem Punkt, an dem mir genau das schwerfällt. Ich komme innerlich nicht so recht zu einer Entscheidung, tue mich schwer, mir eine klare Meinung zu bilden.

Statt Antworten habe ich heute daher Fragen.

Und vielleicht ist genau das ein Thema, bei dem es nicht um richtig oder falsch geht, sondern um unterschiedliche Blickwinkel. Um Wahrheiten, die sich ergänzen können. Leider ist Austausch hier nicht möglich, aber ich habe denselben Text auch auf Facebook geteilt. Vielleicht hat ja der eine oder die andere Lust, mich mit der eigenen Wahrheit, mit der eigenen Perspektive zu bereichern. Den Link stelle ich unten ein.

Mich beschäftigt aktuell die Frage, wie viel Spiegelung eigentlich liebevoll ist. Wie viel Rückmeldung, wie viel vermeintlich konstruktive Kritik wirklich wertschätzend, sinnstiftend und hilfreich ist. Denn Wahrheiten sind immer subjektiv. Und nur weil mir etwas am anderen auffällt oder mich etwas irritiert, heißt das noch lange nicht, dass mein Erleben richtiger oder wichtiger ist als das meines Gegenübers.
Und noch nicht mal zwangsläufig dass mein Gefühl überhaupt etwas mit dem Gegenüber zu tun hat.

Und gleichzeitig würde ich mir zumindest von einer Freundschaft genau das wünschen, nämlich dass mein Gegenüber mir mitteilt, wie er mich erlebt. Dass er sagt, wenn etwas bei ihm piekst, hakt oder sich nicht rund anfühlt, damit wir gemeinsam hinschauen können. Damit wir unterscheiden können: Wessen Thema ist das eigentlich? Woher stammt diese Irritation? Denn wir alle sind, was uns selbst betrifft, immer mal wieder ziemlich betriebsblind.

Aber ist es wirklich IMMER sinnvoll, die eigene Wahrheit zu sprechen?
Ist es immer dienlich, dem anderen zurückzumelden, wie ich ihn gerade wahrnehme?

Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht.

Vielleicht liegt ein Teil der Antwort weniger in einer pauschalen Lösung, weniger im Schwarz oder Weiß, sondern mehr im Wann und im Warum. Wann macht es Sinn, etwas anzusprechen? Und wozu ist es in diesem Moment gut?

Kann mein Gegenüber das gerade überhaupt halten?
Hat er innerlich Raum dafür – oder ist er im Moment im Überlebensmodus?
Wem dient es, wenn ich es jetzt in den Raum gebe? Meinem Bedürfnis nach Sicherheit und Verbindung? Seinem Wachstum? Oder vielleicht sogar beidem?

Denn es gibt Menschen, die sich erst dann sicher fühlen, wenn Dinge benannt werden. Für sie entsteht Nähe durch Klarheit, durch Spiegelung, durch das gemeinsame Draufschauen. Und es gibt genauso Menschen, die Sicherheit genau dort erfahren, wo sie nicht direkt konfrontiert werden. Die im geschützten, liebevollen Miteinander lernen, im Gehaltensein, im Nebenbei. Die sich durch Akzeptanz und Verbindung ihren eigenen Themen annähern können, ohne dass es einer frontalen Konfrontation bedarf.

Menschen die Verbindung – und auch eine Form von Sicherheit – darin erleben, Licht auf jeden Schatten zu werfen, den eigenen wie den fremden, werden dabei schnell als kritisch wahrgenommen. Als anstrengend und überfordernd. Vor allem von Menschen, deren Nervensystem anders funktioniert. Für sie fühlt sich diese Art von Authentizität und Wahrhaftigkeit nicht wie Nähe an, sondern wie ein ständiges Infragestellen oder sogar wie eine Kritik am eigenen Sein.

Und dabei gibt es kein Richtig und kein Falsch. Vielleicht geht es vielmehr darum, sich bewusst zu machen, aus welcher Intention heraus ich etwas anspreche. Ob ich meine Wahrheit teile, um wirklich in Verbindung zu gehen – oder ob ich sie aus einer Kompensationsstrategie heraus äußere, um mich selbst sicher und verbunden zu fühlen.

Wann ist Spiegelung ein Geschenk – und wann eine Überforderung?
Und wann ist Schweigen kein Wegschauen, sondern ein Akt von Güte?

Vielleicht ist genau das ein Thema, bei dem wir uns gegenseitig bereichern können. Bei dem wir voneinander lernen können. Durch unterschiedliche Wahrheiten, unterschiedliche Nervensysteme, unterschiedliche Wege, Sicherheit und Nähe zu erleben.

Ich würde mich über Austausch darüber freuen!

Gemeinsam für befreyte Zeiten. Janina Freynhagen.

KOMMUNIKATION OHNE KONTAKTIm Zeitalter von WhatsApp sind wir nicht einmal mehr darauf angewiesen, dass der andere im sel...
07/02/2026

KOMMUNIKATION OHNE KONTAKT

Im Zeitalter von WhatsApp sind wir nicht einmal mehr darauf angewiesen, dass der andere im selben Moment Zeit für uns hat, in dem wir gerade das Bedürfnis nach Kommunikation verspüren. Wir schicken Sprachnachrichten, mitunter minutenlang, und der andere hört sie eben dann ab, wenn es ihm in den Kram passt. Wir sind somit irgendwie immer erreichbar – und doch auch wieder nicht wirklich.

Aber ist diese Form des Austausches tatsächlich noch Begegnung?
Ist das noch Verbindung oder lediglich die Illusion davon?

Denn in dieser zeitversetzten Form des Miteinanders geht oft etwas Wesentliches verloren. Nicht nur, dass der andere mir nicht wirklich den Raum halten kann. Da ist kein In-den-Arm-Nehmen, kein mitfühlender Blick, keine echte Präsenz. Und noch weniger findet eine Form emotionaler Resonanz statt.

So häufig nutzen wir den Monolog des Gegenübers weniger, um danach unser Mitgefühl auszudrücken oder den anderen durch unsere Perspektive zu bereichern. Stattdessen wird dessen Geschichte, dessen Erleben, zur Plattform, um anschließend unser eigenes Erleben in den Ring zu werfen. Unsere Geschichte. Unsere Gedanken. Unsere Gefühle.

Und wo ist da noch Berührung?

Ist das nicht vielmehr eine Art Journaling, das von der anderen Seite gelesen wird?
Ist es nicht eher ein Selbstgespräch mit Zuhörern?

In meiner Welt ist das keine wirkliche Kommunikation mehr.
Das ist kein Austausch.
Das ist kein Miteinander.

Und irgendwie bleibt dann – zumindest für mich – oft eher ein Gefühl des Beschäftigtseins. Das Wissen, dass es da draußen noch Menschen gibt. Aber so richtig erfüllend, so richtig nach Sehen und gesehen werden, fühlt sich das für mich häufig nicht mehr an.

Gemeinsam für befreyte Zeiten.
Janina Freynhagen

ABSICHTSLOSSpannend, dass oft genau dann, wenn wir etwas aus reiner Freude tun – ohne Ziel, ohne etwas erreichen zu müss...
06/02/2026

ABSICHTSLOS

Spannend, dass oft genau dann, wenn wir etwas aus reiner Freude tun – ohne Ziel, ohne etwas erreichen zu müssen – die schönsten Erlebnisse entstehen.

Beim Malen erlebe ich das immer wieder. Neulich hatte ich eine runde Leinwand, die mir eigentlich nicht gefiel. Kurz davor, sie wegzulegen, beschloss ich, sie einfach zum Üben zu nutzen und probeweise einen Buddha-Kopf zu malen.
Und so habe ich mich über Stunden selbst vergessen, dem Farbrausch hingegeben.

Vielleicht ist es mit dem Leben ähnlich wie mit dem Entstehen eines Bildes. Gerade die ersten Schritte wirken oft roh, unvollendet oder sogar misslungen. Man weiß noch nicht, wohin es führt, manches gefällt einem überhaupt nicht. Und doch lohnt es sich, dem Prozess zu vertrauen, weiterzugehen und jeden Schritt zu würdigen – auch dann, wenn er sich noch nicht schön anfühlt oder von außen betrachtet unfertig wirkt.

Als ich das Bild später aufhing, um es zu fotografieren, war ich überrascht, wie sehr es mich berührte. Das Ergebnis gefiel mir außergewöhnlich gut.

Es erinnerte mich daran, das Leben nicht zu verplanen. Uns weniger unter Druck zu setzen. Uns zu erlauben, weniger zu kontrollieren – und dem Leben vielleicht sogar ein Stück weit aus dem Weg zu gehen, damit es uns beschenken und mit Wundern überraschen kann.

Gemeinsam für befreyte Zeiten.
Janina Freynhagen

UND ES DARF WEHTUNKönnen wir mal kurz über den Schmerz reden, der entsteht, wenn wir von jemandem verlassen wurden, der ...
05/02/2026

UND ES DARF WEHTUN

Können wir mal kurz über den Schmerz reden, der entsteht, wenn wir von jemandem verlassen wurden, der sich nie wirklich zu uns bekannt hat?
Nie echtes Commitment gelebt hat.
Nie wirklich da war.

Und dieser Mensch dreht sich dann – gefühlt in einem Bruchteil einer Sekunde – um, wendet sich jemand Neuem zu und lebt plötzlich eine Nähe, eine Verbundenheit, eine Selbstverständlichkeit, die wir unser ganzes Leben lang von ihm nie bekommen haben.

Dieser Schmerz ist wie ein Feuer, das sich durch die Eingeweide frisst.
Und er brennt weiter – selbst dann, wenn wir rational längst verstanden haben, selbst dann, wenn wir diesen Menschen vielleicht gar nicht mehr wollen oder sogar schon in einer neuen Beziehung sind.

Warum tut das so weh?

Weil es nicht unser erwachsenes Ich ist, das hier leidet. Es ist unser kindlicher Anteil.
Der Teil in uns, der plötzlich glaubt, nicht gut genug zu sein.
Nicht geliebt.
Nicht gewählt.
Nicht gesehen.
Nicht wertgeschätzt.

Und das tut weh.
Und es darf wehtun.

Unsere Aufgabe ist es, uns diesem verletzten kindlichen Anteil selbst zuzuwenden. Uns selbst zu priorisieren. Uns selbst die Aufmerksamkeit, die Liebe und die Sicherheit zu geben, nach der wir uns so sehr sehnen.

Und gleichzeitig darf unser Verstand Entlastung erfahren.

Denn oft hat sich unser ehemaliger Partner jemandem zugewandt, der weniger emotionale Tiefe lebt.
Jemandem, der weniger „gefährlich“ ist.
Vielleicht sogar jemandem, der selbst eher vermeidend ist.

Oder aber:
Seine eigene Wunde der Ablehnung wird berührt, und unbewusst wiederholt er mit dem neuen Partner ein bekanntes Muster aus seiner Kindheit. Weil sich Vertrautheit oft sicherer anfühlt als Entwicklung.

Sein Verhalten und seine Wahl sagen also überhaupt nichts über deinen Wert aus.
Und sie sagen ebenso wenig etwas über seine Gefühle dir gegenüber aus, die er in der vorherigen Beziehung für dich hatte.

Sie sagen etwas über seine inneren Dynamiken.
Über sein Nervensystem.
Über das, wozu er zu diesem Zeitpunkt fähig war – und wozu nicht.

Gemeinsam für befreyte Zeiten. Janina Freynhagen.

GEHEN ODER BLEIBENIn einer wirklich tiefen, gesunden Partnerschaft geht es um mehr als Frieden, Harmonie und das möglich...
04/02/2026

GEHEN ODER BLEIBEN

In einer wirklich tiefen, gesunden Partnerschaft geht es um mehr als Frieden, Harmonie und das möglichst reibungslose Aneinander-Vorbeileben.

Wer ausschließlich nach Ruhe und Entspannung sucht, nutzt sein Gegenüber nicht selten – meist unbewusst – als Pflaster für die eigenen ungelösten Wunden. Als eine Art Ersatzdroge gegen innere Unruhe, Leere oder emotionale Überforderung.

Natürlich geht es im Leben nicht ausschließlich darum, permanent im eigenen Inneren zu graben oder alles bis auf den Grund zu analysieren. Doch wer sich keinen Tiefgang erlaubt, wer Gefühle – insbesondere intensive oder schmerzhafte – vermeidet, weil sie als unkontrollierbar oder bedrohlich erlebt werden, nimmt sich etwas Wesentliches. Denn wer nicht viel fühlt, leidet nicht automatisch weniger – aber er erlebt mit Sicherheit weniger.

Und damit oft auch weniger Nähe, weniger Lebendigkeit, weniger echte Begegnung.

Partnerschaft darf ein Raum sein, in dem wir uns selbst begegnen, in dem unser Gegenüber uns spiegelt und uns einlädt, authentischer zu werden. Nicht, um einander zu reparieren, sondern um Entwicklung zu ermöglichen. Beziehung darf mehr sein als nur nicht allein zu sein. Sie darf getragen sein von dem Mut, sich zu zeigen, sich auszuhalten und gemeinsam zu wachsen.

Doch manchmal kippt genau das. Wenn wir anfangen, uns gegenseitig nur noch zu zerfleischen. Wenn wir nicht gehen, weil Bleiben bequemer ist. Oder weil wir uns an der irrigen Hoffnung festklammern, dass es doch irgendwann wieder so schön werden wird wie in den ersten ein, zwei Jahren. Wenn aus Verbindung ein Aushalten wird, aus Nähe ein Kräftemessen und aus Liebe ein Argument dafür, sich selbst immer wieder zu übergehen. Spätestens dann stellt sich unausweichlich die Frage: Wäre es nicht vielleicht liebevoller zu gehen?

Im Coaching gilt, es ist nicht meine Aufgabe, darauf eine Antwort zu finden.

Meine Rolle besteht vielmehr darin, euch dabei zu unterstützen, einander wieder als Partner – nicht als Feind – zu sehen. Zu verstehen, woher die eigenen Handlungsweisen kommen und vielleicht auch die des Gegenübers, um dann liebevoll auf diese blicken und sie mit meiner Unterstützung transformieren zu können.

Mein Weg ist immer der der Selbstermächtigung, der Bewusstmachung und des Raumhaltens, um auch unangenehme Themen in einem sicheren Umfeld miteinander besprechen zu können.

Keine Regel ohne Ausnahme: Es gibt Umstände, in denen ich mir erlaube, eine persönliche Meinung zu haben. Und das ist immer dann, wenn das Bleiben bei jemandem die eigene Gesundheit gefährdet – sei es emotional, psychisch oder körperlich. Aber selbst dann ist es nicht meine Entscheidung zu gehen oder zu bleiben. Sondern eure.

Grundlegend gilt für mich jedoch die Prämisse: Liebe allein reicht nicht aus. Die Bedürfnisse und Werte sollten sich zumindest in einem gewissen Maß miteinander vereinen lassen.

Wenn dann jedoch beide Partner die Bereitschaft und die Fähigkeit haben, sich ihren eigenen Themen anzunehmen, Verantwortung für ihr eigenes Glück und Wohlergehen zu übernehmen und gemeinsam Verantwortung für die Beziehung zu tragen und in diese zu investieren, dann gibt es fast nichts, was nicht möglich wäre.

Ob Gehen oder Bleiben selbstliebender ist, kann und will ich euch nicht beantworten. Aber ich kann euch helfen, euch selbst wieder besser wahrzunehmen, eure eigenen Bedürfnisse und Beweggründe zu erkennen und vielleicht auch zu sehen, wo Veränderung in welcher Form möglich ist. Und was für euch ganz individuell die richtige Entscheidung ist.

Insofern heute einmal wieder mehr denn je:

GEMEINSAM für befreyte Zeiten. Janina Freynhagen.

VERGEUDUNGJa, sie liebt unvergleichlich tief.Und für dich mag sich diese Tiefe nach Bedürftigkeit anfühlen,nach Unsicher...
03/02/2026

VERGEUDUNG

Ja, sie liebt unvergleichlich tief.
Und für dich mag sich diese Tiefe nach Bedürftigkeit anfühlen,
nach Unsicherheit ihrerseits
und nach einem permanenten Bedürfnis nach deiner Nähe
und verbaler Rückversicherung.

Doch diese Frau an deiner Seite hat nie gelernt, weniger zu lieben.
Sie kennt kein Halbes, kein Vorsichtiges,
kein gerade so viel, dass es nicht weh tut.
Wenn sie liebt, dann mit ganzem Herzen.
Und wenn sie sich für dich entschieden hat,
dann bedeutet das: für alles, was du bist.

Sie nimmt dich nicht in Ausschnitten.
Nicht nur in den hellen Räumen.
Nicht nur dort, wo du dich selbst gut aushältst.
Sie möchte dich berühren dürfen in den dunkelsten Winkeln,
dorthin leuchten,
wo du selbst den Blick abwendest.

Und ja – genau dort beginnt dein Unbehagen.
Weil Nähe plötzlich nicht mehr schmeichelnd ist,
sondern ehrlich.
Weil Liebe auf einmal Stellen berührt,
die du seit Jahren sorgfältig umgehst.
Abgründe,
vor denen du dich selbst fürchtest.

Sie versteht das.
Sie versteht, dass ihre Liebe sich manchmal nach zu viel anfühlt.
Dass es leichter ist, sie wegzuschieben,
sie kleiner zu machen,
sie zu beschämen für ihre vermeintliche Bedürftigkeit.
Sie als anstrengend oder zu fordernd zu etikettieren,
anstatt dich selbst dem auszusetzen,
was sie in dir sichtbar macht.

Ihr Mut, ihre Gefühle zu erkennen und auszusprechen,
ihrer inneren Wahrheit nicht auszuweichen,
triggert deinen Fluchtinstinkt.
Wie sollst du Raum halten für ihre emotionale Weite,
wenn du doch seit Jahren bemüht bist,
deine eigenen Empfindungen möglichst leise zu halten?

Was sich für sie nach Verbindung anfühlt,
nach Ankommen,
nach Heimat
im Miteinander,
ist für dich oft Stress,
Arbeit
und Überforderung.

Und natürlich bist du frei zu gehen.
Du kannst dich jederzeit für jemand anderen entscheiden.
Für eine Frau, die weniger fragt.
Die weniger fühlt.
Die weniger von dir will.
Vielleicht sogar weniger ist.
Zumindest weniger tief.

Wenn dir das genügt,
wenn dir das reicht,
dann geh.

Denn diese Frau an deiner Seite,
die du als zu viel empfindest,
ist kein Ballast in deinem Leben.
Sie ist ein Geschenk.
Ihre Liebe ist so nährend,
dass sie jemanden,
der lange innerlich gehungert hat,
zunächst überfordern muss.

Und es steht dir frei,
Vermeidung oder Verbindung zu wählen.
Du kannst lernen, dein Herz zu öffnen,
dich wieder einzulassen auf Vertrauen,
auf Gemeinschaft,
auf das Risiko echter Nähe.

Oder du bleibst, wo du bist.
In deinem Schutzraum.
In der Isolation.

Vermeidung und Stagnation fühlen sich selten an wie Rückschritt.
Sie tarnen sich meist als Frieden,
als Ruhe,
als Vernunft.

Dabei ist Liebe wahrscheinlich das Heilsamste
und zugleich das höchste Geschenk,
das wir in menschlicher Gestalt erfahren können.

Und dennoch bist du frei,
deine so heiß ersehnte Ruhe zu wählen
und dem Einfachen nachzugeben.

Denn wenn du ihre Liebe nicht wertschätzen kannst, ihre Tiefe
und damit auch ihre Verletzlichkeit
nicht würdigen, ehren und schützen willst,
dann steht auch das dir frei.

Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.
Und wenn du nicht anders kannst,
als dir einzureden, es wäre selbstliebend,
dich aus der Verbindung zu lösen,
dann lässt sie dich jederzeit frei.

Denn ihre Liebe hat keine Fesseln.
Ihre Liebe ist wahrhaftig.

Gemeinsam für befreyte Zeiten. Janina Freynhagen.

Adresse

Dollerup
24989

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