Befreyungs-Zeit

Befreyungs-Zeit Ich bin dir eine Wegbegleiterin zu der authentischsten Variante deiner Selbst. Vor Ort und online! JF

FISCH ODER VOGELUnser Leben wird so viel leichter und von weniger Enttäuschung geprägt, wenn wir die Menschen, denen wir...
30/03/2026

FISCH ODER VOGEL

Unser Leben wird so viel leichter und von weniger Enttäuschung geprägt, wenn wir die Menschen, denen wir begegnen, als das wahrnehmen und akzeptieren, was sie sind.

Allzu oft bestimmen unsere Gefühle für andere, wie wir sie sehen – im Positiven wie im Negativen. Eine Frage, die ich meinen Klienten deshalb immer wieder stelle, ist:
Bist du gerade mit einem Fisch oder mit einem Vogel konfrontiert?

In dieser Frage steckt keine Wertung, kein „besser“ oder „schlechter“. Es geht vielmehr um eine möglichst realistische Einschätzung der Wesensstruktur und der Fähigkeiten meines Gegenübers.

Es macht keinen Sinn mit einem Fisch zusammen sein und dann enttäuscht zu sein, dass er sich nicht mit mir in die Lüfte erhebt.
Oder gar mein halbes Leben lang als wunderschöner Paradiesvogel am Teich zu sitzen – in der Hoffnung darauf, von Fischen erkannt und für meine Flugfähigkeit bewundert zu werden. Darauf zu hoffen, dass ein Fisch die Perspektive eines Vogels einnimmt, so wie ich es immer wieder tue, wenn ich ins tiefe Wasser eintauche, ist einfach nur entmachtend.

Damit verletze ich nicht nur mich selbst durch meine Erwartungen. Ich begegne auch meinem Gegenüber nicht liebevoll. Denn ich stülpe ihm etwas über, ohne zu berücksichtigen, dass er möglicherweise gar nicht in der Lage ist, das zu erfüllen, was ich mir wünsche.

In dieser Welt gibt es vermutlich mehr Fische als Vögel. Und vielleicht würden wir uns auf beiden Seiten viel Schmerz ersparen, wenn sich Vögel eher anderen Vö**ln zuwenden.

Das bedeutet nicht, dass wir uns nicht überraschen lassen dürfen. Es heißt auch nicht, dass wir Menschen vorschnell bewerten oder uns Begegnungen verwehren sollten. Aber manchmal ist es das Liebevollste, was wir tun können, uns selbst ehrlich zu fragen:

Habe ich es hier mit einem Fisch oder mit einem Vogel zu tun?

Denn wer sich diese Frage stellt, ist sehr wahrscheinlich eher ein Vogel – und braucht zum gemeinsamem Fliegen andere Vögel.

Gemeinsam für befreyte Zeiten. Janina Freynhagen.

MEINE REISEWie kannst du einfach ins Unbekannte springen? Wie kannst du deine Wohnung aufgeben – die gleichzeitig auch d...
29/03/2026

MEINE REISE

Wie kannst du einfach ins Unbekannte springen? Wie kannst du deine Wohnung aufgeben – die gleichzeitig auch der Ort für dein Coaching ist und damit ein wesentlicher Teil deiner finanziellen Grundlage?

Die ehrlichste Antwort darauf ist: Ich vertraue meiner Intuition. Für mich wäre Stillstand an dieser Stelle beängstigender als ein Schritt ins Unbekannte.

Außerdem möchte ich nicht Wasser predigen und Wein trinken. Wenn ich sogar namentlich für Freiheit stehe, kann ich mich nicht selbst in Fesseln legen oder aus Angst in Situationen und Umständen verharren, bei denen ich innerlich längst weiß, dass sie ausgedient haben, oder nicht mehr meiner Essenz entsprechen.

Ein Zuhause ist nicht nur ein Ort, sondern ein Raum, der mit unserer eigenen Frequenz übereinstimmen darf, damit wir uns dort wirklich wohl fühlen können.

Wenn wir uns selbst weiterentwickeln, verändert sich auch unser Empfinden im Außen. Plötzlich entsteht der Impuls, Möbel umzustellen, Dinge loszulassen oder unser Zuhause neu zu gestalten. Bis hin zu dem Punkt, an dem wir erkennen, dass es an der Zeit ist weiterzuziehen.

Doch anstatt diesem Impuls zu folgen, warten wir. Darauf, dass der nächste Schritt sichtbar wird.
Dass wir wissen, wohin es geht.
Dass wir genug Geld haben.
Dass alles sicher ist.
Und genau hier blockieren wir uns selbst.
Denn oft entsteht der Weg erst beim Gehen.

Manchmal ist allein die Entscheidung, etwas zu verlassen, bereits der Schritt in die Erfüllung. Auch wenn es sich zunächst widersprüchlich, beängstigend oder völlig unvernünftig anfühlt.

Für mich ist es als wenn man eine Zeit lang in einem Tal gelebt hätte. Es war sicher, geschützt, vertraut. Aber tief in sich weiß man, dass man eigentlich auf den Gipfel gehört, dorthin wo Weite ist, und einen Licht und Ausblick empfängt.
Und trotzdem bleibt man stehen, weil man nicht weiß, wie man dort hinkomme.

Doch vielleicht beginnt alles mit einem ersten Schritt, nämlich dem das Tal zu verlassen.

Nicht, weil ich schon weiß, wie der Weg aussieht – sondern weil ich mir selbst erlaube, meinem inneren Ruf zu folgen.

Ich glaube daran, dass das Leben für mich arbeitet. Dass mir genau die Menschen, Möglichkeiten und Wege begegnen, die ich brauche. Aber nur, wenn ich bereit bin, loszugehen. Denn solange ich festhalte an dem, was ich längst innerlich verlassen habe, kann nichts Neues zu mir finden.

Und am Ende ist es vielleicht ganz einfach:
Ich habe mehr Angst vor einem Leben im Stillstand als vor vorübergehendem Scheitern, Rückschritten, ungemütlichen Situationen oder dem Unbekannten.

Telefonisch und Online bin ich übrigens auch weiterhin für euch da! Gemeinsam für befreyte Zeiten. Janina Freynhagen.

EGOZENTRIERUNGIch weiß, dass es sich vielleicht vollkommen absurd, unfair oder sogar lächerlich anhören kann, wenn ausge...
18/03/2026

EGOZENTRIERUNG

Ich weiß, dass es sich vielleicht vollkommen absurd, unfair oder sogar lächerlich anhören kann, wenn ausgerechnet dir jemand vorwirft, du seist ichbezogen oder egoistisch.

Denn du bist doch der oder diejenige, die sich ständig Gedanken über andere macht.
Die den Raum „liest“, Stimmungen wahrnimmt und sofort merkt, wenn sich etwas verändert.
Die empathisch ist, aufmerksam, sensibel – und oft bereit, sich um das Wohlergehen anderer zu kümmern.

Wie könntest ausgerechnet du egoistisch sein?

Aber die Frage ist doch: Kümmerst du dich um die anderen aus reiner Nächstenliebe – oder vielleicht auch deshalb, damit du dich gut, liebenswert und sicher fühlen kannst? Und ist diese Form der Fürsorge für dein Gegenüber überhaupt erwünscht?

Nicht selten entsteht dieses Verhalten aus einem Nervensystem, das gelernt hat:
Ich kann nur dann entspannen, wenn ich weiß, was los ist.

Wenn du früh gelernt hast, die Stimmung in deiner Umgebung genau wahrzunehmen, dann meist deshalb, weil dein Gefühl von Sicherheit davon abhing. Vielleicht hast du dich schon als Kind verantwortlich gefühlt für die Atmosphäre zu Hause. Für das Wohlergehen anderer. Für Spannungen, Konflikte oder unausgesprochene Erwartungen.

Dein Nervensystem hat gelernt:
Ich muss aufmerksam sein.
Ich muss spüren, was die anderen fühlen.
Ich muss reagieren.

Und genau deshalb fällt es dir heute schwer, einfach bei dir zu bleiben.

Wenn Menschen nicht so mit dir kommunizieren, wie du es brauchst, oder wenn es ihnen vermeintlich schlecht geht, entsteht schnell ein Gefühl von Unsicherheit und Anspannung. Und du fühlst dich verantwortlich.

Darauf reagiert dein Nervensystem meist auf zwei Arten:
Du beginnst zu überlegen, was an dir falsch ist und warum du nicht liebenswert oder attraktiv genug bist.
Oder du fragst dich, wie du den anderen retten oder verändern könntest, damit alles wieder gut, harmonisch und sicher ist.

Dabei geht es vielleicht gar nicht immer um dich.

Denn für dein Gegenüber fühlt sich das, was du als Empathie, Zugewandtheit oder aufrichtiges Interesse bezeichnest, oft eher übergriffig oder zumindest unangenehm an – als würde man ständig auf einem OP-Tisch liegen und auf Herz und Nieren geprüft werden, damit jeder noch so kleine Makel an die Oberfläche gezerrt und beseitigt werden kann.

Und das letztendlich, damit du dich sicher fühlen kannst.

Mal ganz davon abgesehen, dass wir anderen Menschen manchmal auch unser eigenes Entwicklungstempo aufdrängen. Vielleicht bist du in deiner persönlichen Entwicklung bereits weiter oder schneller unterwegs als dein Gegenüber. Wenn wir dann Themen beleuchten oder verändern wollen, für die der andere innerlich noch gar nicht bereit ist, entsteht häufig Druck statt Entwicklung.

Nicht selten führt das sogar dazu, dass Menschen sich eher verschließen oder in ihrer eigenen Entwicklung gebremst werden. Denn echte Veränderung entsteht meist erst dann, wenn jemand selbst bereit ist, sich seinen Themen zuzuwenden.

Und genau hier beginnt für uns eine Entwicklungschance:
zu lernen, dass nicht jede Stimmung etwas mit dir zu tun hat,
dass du nicht für alles verantwortlich bist
und dass echte Verbindung erst dort entsteht, wo auch du dich selbst wieder spüren und liebevoll annehmen darfst.

Es gibt einen entscheidenden Unterschied darin, Themen liebevoll und engagiert anzusprechen, um Teil einer erfüllenden und authentischen Beziehung sein zu können – oder ob man seinen Fokus konstant darauf ausrichtet, jeden Makel zu beleuchten und zu eliminieren, um sich selbst sicher fühlen zu können.

Mehr sein lassen. Mehr Selbstliebe und eigene innere Sicherheit kultivieren.
Das ist oft das liebevollste, was wir für uns selbst – und für andere – tun können.

Gemeinsam für befreite Zeiten
Janina Freynhagen
www.befreyung.com

EGOZENTRIERUNG

Ich weiß, dass es sich vielleicht vollkommen absurd, unfair oder sogar lächerlich anhören kann, wenn ausgerechnet dir jemand vorwirft, du seist ichbezogen oder egoistisch.

Denn du bist doch der oder diejenige, die sich ständig Gedanken über andere macht.
Die den Raum „liest“, Stimmungen wahrnimmt und sofort merkt, wenn sich etwas verändert.
Die empathisch ist, aufmerksam, sensibel – und oft bereit, sich um das Wohlergehen anderer zu kümmern.

Wie könntest ausgerechnet du egoistisch sein?

Aber die Frage ist doch: Kümmerst du dich um die anderen aus reiner Nächstenliebe – oder vielleicht auch deshalb, damit du dich gut, liebenswert und sicher fühlen kannst? Und ist diese Form der Fürsorge für dein Gegenüber überhaupt erwünscht?

Nicht selten entsteht dieses Verhalten aus einem Nervensystem, das gelernt hat:
Ich kann nur dann entspannen, wenn ich weiß, was los ist.

Wenn du früh gelernt hast, die Stimmung in deiner Umgebung genau wahrzunehmen, dann meist deshalb, weil dein Gefühl von Sicherheit davon abhing. Vielleicht hast du dich schon als Kind verantwortlich gefühlt für die Atmosphäre zu Hause. Für das Wohlergehen anderer. Für Spannungen, Konflikte oder unausgesprochene Erwartungen.

Dein Nervensystem hat gelernt:
Ich muss aufmerksam sein.
Ich muss spüren, was die anderen fühlen.
Ich muss reagieren.

Und genau deshalb fällt es dir heute schwer, einfach bei dir zu bleiben.

Wenn Menschen nicht so mit dir kommunizieren, wie du es brauchst, oder wenn es ihnen vermeintlich schlecht geht, entsteht schnell ein Gefühl von Unsicherheit und Anspannung. Und du fühlst dich verantwortlich.

Darauf reagiert dein Nervensystem meist auf zwei Arten:
Du beginnst zu überlegen, was an dir falsch ist und warum du nicht liebenswert oder attraktiv genug bist.
Oder du fragst dich, wie du den anderen retten oder verändern könntest, damit alles wieder gut, harmonisch und sicher ist.

Dabei geht es vielleicht gar nicht immer um dich.

Denn für dein Gegenüber fühlt sich das, was du als Empathie, Zugewandtheit oder aufrichtiges Interesse bezeichnest, oft eher übergriffig oder zumindest unangenehm an – als würde man ständig auf einem OP-Tisch liegen und auf Herz und Nieren geprüft werden, damit jeder noch so kleine Makel an die Oberfläche gezerrt und beseitigt werden kann.

Und das letztendlich, damit du dich sicher fühlen kannst.

Mal ganz davon abgesehen, dass wir anderen Menschen manchmal auch unser eigenes Entwicklungstempo aufdrängen. Vielleicht bist du in deiner persönlichen Entwicklung bereits weiter oder schneller unterwegs als dein Gegenüber. Wenn wir dann Themen beleuchten oder verändern wollen, für die der andere innerlich noch gar nicht bereit ist, entsteht häufig Druck statt Entwicklung.

Nicht selten führt das sogar dazu, dass Menschen sich eher verschließen oder in ihrer eigenen Entwicklung gebremst werden. Denn echte Veränderung entsteht meist erst dann, wenn jemand selbst bereit ist, sich seinen Themen zuzuwenden.

Und genau hier beginnt für uns eine Entwicklungschance:
zu lernen, dass nicht jede Stimmung etwas mit dir zu tun hat,
dass du nicht für alles verantwortlich bist
und dass echte Verbindung erst dort entsteht, wo auch du dich selbst wieder spüren und liebevoll annehmen darfst.

Es gibt einen entscheidenden Unterschied darin, Themen liebevoll und engagiert anzusprechen, um Teil einer erfüllenden und authentischen Beziehung sein zu können – oder ob man seinen Fokus konstant darauf ausrichtet, jeden Makel zu beleuchten und zu eliminieren, um sich selbst sicher fühlen zu können.

Mehr sein lassen. Mehr Selbstliebe und eigene innere Sicherheit kultivieren.
Das ist oft das liebevollste, was wir für uns selbst – und für andere – tun können.

Gemeinsam für befreite Zeiten
Janina Freynhagen

Ps. In den nächsten 1-2 Wochen wird es dann auch hoffentlich endlich mein zweites Buch geben. Mit gesammelten Texten der letzten zwei Jahre. Und mit ganz viel Glück das erste, in wesentlich günstiger- so zumindest der Plan. 🙏🤞✊

Bitte mal Daumen drücken.

ZUNEIGUNG ALS GEFAHRDie meisten Menschen tragen eine tiefe Sehnsucht in sich: anerkannt, bestätigt und geliebt zu werden...
17/03/2026

ZUNEIGUNG ALS GEFAHR

Die meisten Menschen tragen eine tiefe Sehnsucht in sich: anerkannt, bestätigt und geliebt zu werden – durch Komplimente, Zuwendung und Aufmerksamkeit.

Doch gerade im privaten Bereich gibt es auch Menschen, deren Nervensystem genau diese Nähe, dieses Gesehenwerden und den Glauben eines anderen an sie als Gefahr einstuft.

Wenn ihr Gegenüber Vertrauen zeigt, an ihre Fähigkeiten, oder in ihnen etwas Besonderes erkennt, fühlt sich das für sie nicht wie eine Einladung an, zu wachsen oder sich geliebt zu fühlen. Stattdessen entsteht Druck. Es wirkt wie eine Aufgabe, der sie niemals gerecht werden können. Tief in ihnen sitzt die Überzeugung, nicht gut genug zu sein. Dass der andere – wenn er ihnen wirklich nahekommt – früher oder später entdecken muss, wer sie in Wirklichkeit sind- nämlich jemand der nicht liebenswert ist, ein Nichtskönner.

Das ist kein bewusster, rationaler Gedanke. Es ist ein tief verankertes inneres Erleben, das aus den verborgenen Schatten ihrer eigenen Geschichte wirkt. Und so beginnen sie, sich zurückzuziehen: vor Nähe, vor Zweisamkeit, davor, wirklich gesehen zu werden und eine authentische Bindung einzugehen.

Das Paradoxe daran ist, dass sie sich im Kern genau danach sehnen. Danach, endlich anzukommen – bei sich selbst und in einer liebevollen Gemeinschaft.

Manche haben früh gelernt: Ich kann kein „Wir“ und gleichzeitig ein erfülltes „Ich“ haben – in Beziehung muss ich meine Bedürfnisse und meine Freiheit opfern.

Andere fliehen vor der Verantwortung, die mit echter Nähe einhergeht.

Und wieder andere haben ein Nervensystem, das Beziehung als grundsätzlich gefährlich abgespeichert hat – durch frühen Verlust, durch ungesunde Bindungen zu Bezugspersonen oder durch emotionale Manipulation.

So fliehen sie ausgerechnet vor dem, was ihnen eigentlich das geben könnte, wonach sie sich so sehr sehnen: die Erfahrung, dass sie so, wie sie sind, angenommen und geliebt werden.

Das Problem daran ist nur, dass sich dieser Rückzug für sie nicht wie ein Verlust anfühlt, sondern eher wie eine Erleichterung, wie Freiheit. Ihr Nervensystem kann aufatmen und sich wieder entspannen, weil die vermeintliche Gefahr plötzlich verschwunden ist. Die innere Alarmbereitschaft lässt nach.

Und so errichten sie – meist unbewusst – immer neue Mauern. Verschanzt hinter diesem Schutzwall, erzählen sie sich selbst eine beruhigende Geschichte: Es war nicht die richtige Person. Nicht der richtige Zeitpunkt. Der andere war zu fordernd. Es hat einfach nicht gepasst.

Doch jedes Mal, wenn sie sich zurückziehen, wenn sie einen Menschen auf Abstand halten oder eine Verbindung abbrechen, reinszenieren sie ein Stück ihrer alten Verletzungen.

Die Sehnsucht nach Verbindung wird aus Angst vor Verlust oder davor, entlarvt zu werden, immer weiter verdrängt. Irgendwann ist sie so tief vergraben, dass sie kaum noch spürbar ist. Dann fühlt sich Einsamkeit plötzlich leichter an als Nähe. Sich in Arbeit, Projekte oder Hobbys zu vertiefen wirkt sicherer, als in einer Beziehung zu bleiben.

Denn die Erleichterung, die ihr Nervensystem in dem Moment erlebt, in dem sie Distanz herstellen und ihre Mauern hochziehen, ist enorm. Sie fühlt sich unmittelbarer und greifbarer an als ein Herzenswunsch nach Verbindung, der über viele Jahre hinweg tief vergraben wurde.

Solche Menschen kann man nicht „heil lieben“. Und für alle Hoch-Empathen gilt, wer sich in Potential verliebt, läuft schnell Gefahr in eine Zukunft zu investieren, die niemals Realität werden wird.

Menschen mit einem vermeidenen, oder fliehenden Bindungsstil können sehr wohl langjährige und erfüllte Beziehungen eingehen, aber eben nur dann wenn beide Seiten bereit und in der Lage sind sich ihre Muster und die Reaktionen ihres Nervensysteme anzugucken und an sich und der Beziehung zu arbeiten.

Gemeinsam für befreyte Zeiten. Janina Freynhagen.

WENN LOYALITÄT UNS BLOCKIERTVor allem gegenüber unseren eigenen Eltern empfinden viele von uns eine tiefe Loyalität. Doc...
17/03/2026

WENN LOYALITÄT UNS BLOCKIERT

Vor allem gegenüber unseren eigenen Eltern empfinden viele von uns eine tiefe Loyalität. Doch genau diese Loyalität kann uns manchmal daran hindern, unsere eigenen Muster zu erkennen und zu verändern.

Um alte Prägungen wirklich zu verstehen und zu lösen, kann es notwendig sein, unsere Eltern als das zu sehen, was sie letztlich auch sind: menschliche Wesen. Menschen, die Fehler gemacht haben – nicht unbedingt aus böser Absicht, sondern vielleicht aus eigenem Unvermögen, aus Überforderung oder weil ihnen damals selbst die Reife und Entwicklung gefehlt hat, um uns das geben zu können, was wir als Kinder gebraucht hätten.

Gerade gegenüber unseren Müttern erleben viele Menschen eine besonders starke Loyalität. In meiner Arbeit begegne ich häufig Klienten, die ihre Mutter stolz als ihre „beste Freundin“ bezeichnen.

Psychologisch betrachtet birgt genau das jedoch eine gewisse Gefahr, denn Eltern haben eine andere Rolle: Sie geben Orientierung, Halt, Struktur und emotionale Sicherheit. Freundschaften hingegen basieren auf Gleichrangigkeit. Wenn ein Elternteil die Rolle eines Freundes oder einer Freundin einnimmt, verschwimmen häufig die Grenzen zwischen Nähe und Verantwortung.

In der Kindheit kann dadurch eine symbiotische Dynamik entstehen, in der sich das Kind emotional stark an den Elternteil bindet und sich weniger frei entwickeln kann. Die natürliche Ablösung – also der Prozess, in dem Kinder lernen, eine eigene Identität zu entwickeln – wird dadurch oft erschwert. Themen wie Abgrenzung, Nein sagen oder sich selbst zu priorisieren bleiben dadurch häufig unterentwickelt.

Auch im Erwachsenenalter kann diese Dynamik bestehen bleiben. Wer sich innerlich weiterhin stark verpflichtet fühlt, die Eltern emotional zu schützen oder ihnen besonders nahe zu bleiben, hat oft Schwierigkeiten, wirklich eigene Entscheidungen zu treffen und seinen eigenen Weg konsequent zu verfolgen. Nicht selten geraten Menschen dann auch außerhalb dieser Eltern-Kind-Dynamik in Beziehungen oder Bindungen, die ebenfalls wenig Raum für Autonomie lassen.

Wenn wir aus Schuldgefühlen, Mitgefühl oder einem schlechten Gewissen heraus vermeiden, uns mit den Verletzungen unserer Vergangenheit auseinanderzusetzen, bleiben oft genau die Muster bestehen, die uns heute noch blockieren oder hemmen.

Loyalität kann dann unbewusst zum Hindernis für unser eigenes Wachstum werden.

Das Ziel ist nicht, unsere Eltern zu verurteilen oder zu verteufeln. Das Ziel ist vielmehr, sie aus der übergroßen Verantwortung zu entlassen und sie als Menschen zu sehen – nicht als unantastbare Instanzen, die man aus Respekt oder Mitgefühl nicht hinterfragen darf.

Erst wenn wir diesen Blick einnehmen, entsteht Raum für echte persönliche Entwicklung – und auch für eine Neuausrichtung den eigenen Eltern gegenüber: eine, die freier und gesünder ist und gleichzeitig die eigene Autonomie ehrt.

Gemeinsam für befreyte Zeiten
Janina Freynhagen

15/03/2026

ZUNEIGUNG ALS GEFAHR

Die meisten Menschen tragen eine tiefe Sehnsucht in sich: anerkannt, bestätigt und geliebt zu werden – durch Komplimente, Zuwendung und Aufmerksamkeit.

Doch gerade im privaten Bereich gibt es auch Menschen, deren Nervensystem genau diese Nähe, dieses Gesehenwerden und den Glauben eines anderen an sie als Gefahr einstuft.

Wenn ihr Gegenüber Vertrauen zeigt, an ihre Fähigkeiten, oder in ihnen etwas Besonderes erkennt, fühlt sich das für sie nicht wie eine Einladung an, zu wachsen oder sich geliebt zu fühlen. Stattdessen entsteht Druck. Es wirkt wie eine Aufgabe, der sie niemals gerecht werden können. Tief in ihnen sitzt die Überzeugung, nicht gut genug zu sein. Dass der andere – wenn er ihnen wirklich nahekommt – früher oder später entdecken muss, wer sie in Wirklichkeit sind- nämlich jemand der nicht liebenswert ist, ein Nichtskönner.

Das ist kein bewusster, rationaler Gedanke. Es ist ein tief verankertes inneres Erleben, das aus den verborgenen Schatten ihrer eigenen Geschichte wirkt. Und so beginnen sie, sich zurückzuziehen: vor Nähe, vor Zweisamkeit, davor, wirklich gesehen zu werden und eine authentische Bindung einzugehen.

Das Paradoxe daran ist, dass sie sich im Kern genau danach sehnen. Danach, endlich anzukommen – bei sich selbst und in einer liebevollen Gemeinschaft.

Manche haben früh gelernt: Ich kann kein „Wir“ und gleichzeitig ein erfülltes „Ich“ haben – in Beziehung muss ich meine Bedürfnisse und meine Freiheit opfern.

Andere fliehen vor der Verantwortung, die mit echter Nähe einhergeht.

Und wieder andere haben ein Nervensystem, das Beziehung als grundsätzlich gefährlich abgespeichert hat – durch frühen Verlust, durch ungesunde Bindungen zu Bezugspersonen oder durch emotionale Manipulation.

So fliehen sie ausgerechnet vor dem, was ihnen eigentlich das geben könnte, wonach sie sich so sehr sehnen: die Erfahrung, dass sie so, wie sie sind, angenommen und geliebt werden.

Das Problem daran ist nur, dass sich dieser Rückzug für sie nicht wie ein Verlust anfühlt, sondern eher wie eine Erleichterung, wie Freiheit. Ihr Nervensystem kann aufatmen und sich wieder entspannen, weil die vermeintliche Gefahr plötzlich verschwunden ist. Die innere Alarmbereitschaft lässt nach.

Und so errichten sie – meist unbewusst – immer neue Mauern. Verschanzt hinter diesem Schutzwall, erzählen sie sich selbst eine beruhigende Geschichte: Es war nicht die richtige Person. Nicht der richtige Zeitpunkt. Der andere war zu fordernd. Es hat einfach nicht gepasst.

Doch jedes Mal, wenn sie sich zurückziehen, wenn sie einen Menschen auf Abstand halten oder eine Verbindung abbrechen, reinszenieren sie ein Stück ihrer alten Verletzungen.

Die Sehnsucht nach Verbindung wird aus Angst vor Verlust oder davor, entlarvt zu werden, immer weiter verdrängt. Irgendwann ist sie so tief vergraben, dass sie kaum noch spürbar ist. Dann fühlt sich Einsamkeit plötzlich leichter an als Nähe. Sich in Arbeit, Projekte oder Hobbys zu vertiefen wirkt sicherer, als in einer Beziehung zu bleiben.

Denn die Erleichterung, die ihr Nervensystem in dem Moment erlebt, in dem sie Distanz herstellen und ihre Mauern hochziehen, ist enorm. Sie fühlt sich unmittelbarer und greifbarer an als ein Herzenswunsch nach Verbindung, der über viele Jahre hinweg tief vergraben wurde.

Solche Menschen kann man nicht „heil lieben“. Und für alle Hoch-Empathen gilt, wer sich in Potential verliebt, läuft schnell Gefahr in eine Zukunft zu investieren, die niemals Realität werden wird.

Menschen mit einem vermiedenen, oder fliehenden Bindungsstil können sehr wohl langjährige und erfüllte Beziehungen eingehen, aber eben nur dann wenn beide Seiten bereit und in der Lage sind sich ihre Muster und die Reaktionen ihres Nervensysteme anzugucken und an sich und der Beziehung zu arbeiten.

Gemeinsam für befreyte Zeiten. Janina Freynhagen.

DAS TOR DER FÜLLE – PORTALTAG AM 03.03.Am 3. März öffnet sich das heilige 3/3-Portal, auch bekannt als das Tor der Cornu...
02/03/2026

DAS TOR DER FÜLLE – PORTALTAG AM 03.03.

Am 3. März öffnet sich das heilige 3/3-Portal, auch bekannt als das Tor der Cornucopia – das uralte Symbol unendlicher Fülle, göttlicher Fürsorge und bedingungsloser Segnungen.

Es steht nicht nur für materielle Fülle. Es öffnet einen Raum, in dem du dich neu auf deinen authentischen Weg ausrichten und das in dein Leben treten lassen kannst, was wirklich zu deinem innersten Wesen gehört und dich in deiner seelischen Entwicklung unterstützt.

Es lädt dich ein, still zu werden und dich mit der tieferen Wahrheit deines Seins zu verbinden. In dieser Verbindung kannst du wahrnehmen, was bereits in dir angelegt ist und darauf wartet, ins Leben gebracht zu werden. Es ist eine Zeit, in der du dich getragen fühlen darfst und dich für neue Impulse, Klarheit und innere Führung öffnen kannst.

Es erinnert dich daran, dass du Teil eines größeren Ganzen bist. Dass dein Leben in einem lebendigen Austausch mit dem Universum steht und dass Unterstützung, Liebe und Wachstum jederzeit für dich zugänglich sind, wenn du bereit bist, dich dafür zu öffnen.

Die Energie dieses Portals beginnt sich bereits drei Tage vor dem 3. März zu entfalten und bleibt noch fünf Tage danach spürbar. In dieser Zeit darfst du bewusst innehalten, meditieren, loslassen und dich innerlich neu ausrichten.

Die Zahl 3 gilt seit jeher als Symbol für Schöpfung, Wachstum und lebendige Entfaltung. Sie steht für die Verbindung von Körper, Geist und Seele und erinnert dich an deine eigene schöpferische Kraft. Das 3/3-Portal kann dich dabei unterstützen, dich bewusster mit dieser Kraft zu verbinden und deinem inneren Ruf zu folgen.

Erlaube dir zu empfangen.
Erlaube dir zu vertrauen.
Erlaube dir, in deine natürliche Fülle hineinzuwachsen.

Gemeinsam für befreyte Zeiten. Janina Freynhagen

Ich würde noch ergänzend hinzufügen wollen,  dass es hilfreich sein kann sich der inneren Anteile anzunehmen die sich sc...
01/03/2026

Ich würde noch ergänzend hinzufügen wollen, dass es hilfreich sein kann sich der inneren Anteile anzunehmen die sich schwer damit tun die Realität anzuerkennen und loszulassen. Nur rationale Erkenntnis oder sich zu einem veränderten Verhalten zu zwingen, kann kontraproduktiv sein.

In Liebe loszulassen und eine Realität zu akzeptieren die maximal schmerzhaft ist, ist schwer- habt ein wenig Mitgefühl und Verständnis für euch selbst. JF

Die Erkenntnis und Annahme, dass dein Gegenüber nicht in dem gleichen Bewusstseinszustand ist wie du – und vielleicht niemals dort ankommen wird – kann schmerzhaft sein. Doch sie ist auch der Schlüssel zu deiner eigenen inneren Freiheit.

Oft halten wir an Menschen fest, in der Hoffnung, dass sie sich entwickeln, wachsen oder „erkennen“, was wir längst fühlen und verstehen. Doch jeder Mensch geht seinen eigenen Weg – in seinem eigenen Tempo, mit seinen eigenen Herausforderungen und Grenzen.

Warum fällt uns diese Erkenntnis so schwer?

🔹 Hoffnung auf Veränderung: Du spürst das Potenzial in der Verbindung und glaubst daran, dass sich dein Gegenüber doch noch öffnet oder „erwacht“.
🔹 Emotionale Abhängigkeit: Du hast Angst vor dem Loslassen, weil du das Gefühl hast, dass diese Verbindung eine tiefe Bedeutung für dich hat.
🔹 Unbewältigte Muster aus der Kindheit: Vielleicht erinnerst du dich unbewusst an eine Situation, in der du um Liebe oder Anerkennung kämpfen musstest – und projizierst dies auf dein Gegenüber.
🔹 Die Illusion von Kontrolle: Wenn du denkst, dass du durch deine Liebe oder Geduld etwas „bewegen“ kannst, dann klammerst du dich an eine Vorstellung, die oft nicht der Realität entspricht.

Was geschieht, wenn du diese Wahrheit annimmst?

💛 Befreiung von Erwartungen: Du hörst auf, etwas zu erwarten, das nicht in deiner Macht liegt.
💛 Loslassen ohne Schuldgefühle: Du verstehst, dass du nicht dafür verantwortlich bist, jemanden zu „retten“ oder auf einen bestimmten Weg zu bringen.
💛 Innere Klarheit: Du erkennst, dass dein eigener Weg genauso wichtig ist wie der des anderen – und dass du dich auf dein eigenes Wachstum konzentrieren darfst.
💛 Weniger Schmerz: Du leidest weniger, weil du nicht mehr gegen die Realität kämpfst, sondern sie annimmst.

Was kannst du tun, um Frieden damit zu finden?

🔹 Radikale Akzeptanz üben: Nimm dein Gegenüber genau so an, wie er oder sie ist – ohne ihn verändern zu wollen.
🔹 Eigene Bedürfnisse erkennen: Frage dich ehrlich: „Was brauche ich wirklich? Und bekomme ich das in dieser Verbindung?“
🔹 Energie zurück zu dir holen: Wenn du merkst, dass du zu viel Fokus auf den anderen richtest, lenke deine Aufmerksamkeit zurück auf dein eigenes Leben, deine Freude und dein Wachstum.
🔹 Dankbarkeit für die Erfahrung: Statt nur den Schmerz zu sehen, erkenne, was du durch diese Begegnung über dich selbst gelernt hast.

✨ Manche Menschen begleiten uns nur ein Stück auf unserem Weg – und das ist okay. Ihre Aufgabe ist es nicht, sich mit uns zu entwickeln, sondern uns zu zeigen, wo wir selbst noch heilen dürfen. ✨

Text: Lucie Schöne (Dein Entfaltungspfad)
Bild: Pinterest

Wenn wir in unserer Kindheit nicht das bekommen haben, was wir so dringend gebraucht hätten – Liebe, Aufmerksamkeit, das...
28/02/2026

Wenn wir in unserer Kindheit nicht das bekommen haben, was wir so dringend gebraucht hätten – Liebe, Aufmerksamkeit, das Gefühl gesehen und gehalten zu sein, Schutz und inneres Angenommensein – dann schreibt sich genau das tief in unser Nervensystem ein und begleitet uns weit über die Kindheit hinaus. Es wird zu einer unsichtbaren Grundlage, von der aus wir fühlen, wahrnehmen und reagieren. Unser gesamtes System richtet sich danach aus, ohne dass es uns bewusst sein muss.

Es zeigt sich in unserer Partnerwahl und darin, wen wir in unser Leben lassen und was sich vertraut anfühlt. Ob wir uns zu Menschen hingezogen fühlen, die emotional nicht wirklich erreichbar sind. Ob wir beginnen alles zu analysieren, um Sicherheit zu finden. Ob Nähe sich nach Gewinn und Geborgenheit anfühlt oder uns eher triggert und unbewusst Angst in uns auslöst, was uns dazu veranlasst, uns zurückzuziehen, obwohl wir uns nach ihr sehnen und sie gleichzeitig auf Abstand halten. Denn unser Bindungsstil entsteht in der Kindheit.

Es beeinflusst auch, wie gut wir empfangen können, wie sehr wir uns erlauben zuzulassen und anzunehmen. Unser Nervensystem bleibt dabei häufig in einer subtilen Anspannung. Der Körper trägt diese Geschichte mit. Die Faszien halten fest, werden starr, als würden sie uns schützen wollen. Eine Ritterrüstung, die sich manchmal wie ein Herzkäfig anfühlt und sich durch konstante Rückenspannung bemerkbar macht, als würde sie unser Herz abschirmen und uns vor möglichen Verletzungen bewahren, auch dann, wenn die ursprüngliche Bedrohung längst vergangen ist.

Viele unserer heutigen Verhaltensweisen entstehen aus diesen alten Schutzmechanismen heraus. So sehr, dass wir sie irgendwann für unseren Charakter halten. Ein freies, herzoffenes Leben entsteht oft erst dann, wenn unser System die Erfahrung machen darf, dass es sich sicher fühlen kann und wir uns selbst nachträglich das zuführen, was wir damals so dringend gebraucht hätten. Wenn Sicherheit in uns entsteht, verändert sich auch, wie wir uns begegnen, wie sehr wir vertrauen und wie tief wir uns einlassen können.

Wenn du den Impuls verspürst das zu ändern, dann sei am 01.03. in Oversee zu systemischen Aufstellen dabei.

Adresse

Dollerup
24989

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Befreyungs-Zeit erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen

Share on Facebook Share on Twitter Share on LinkedIn
Share on Pinterest Share on Reddit Share via Email
Share on WhatsApp Share on Instagram Share on Telegram