Befreyungs-Zeit

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ERZWUNGENE VERÄNDERUNGMenschen, die eine schwere Erkrankung oder einen traumatischen Unfall erlebt haben, sind sich oft ...
08/02/2026

ERZWUNGENE VERÄNDERUNG

Menschen, die eine schwere Erkrankung oder einen traumatischen Unfall erlebt haben, sind sich oft in einem Punkt einig:
Um wirklich zu genesen, mussten sie sich so tiefgreifend verändern, dass sie nicht mehr der Mensch waren, der einst krank wurde.

In diesem Sinne sind Erkrankungen oder Unfälle häufig nicht nur Ausdruck unseres inneren Zustandes, sondern wirken wie eine Notbremse des Universums, wie ein Schuss vor den Bug. Eine klare Botschaft: Wenn du dich jetzt nicht veränderst, ist es zu spät.

„Triggerwarnung- Text enthält kontroverse Ansichten zum Thema Krebs“

Gerade bei Krebs hört man immer wieder, dass er dort entsteht, wo ein Mensch in Stagnation gefangen ist. Wo längst erkannt wurde, dass das eigene Leben so nicht mehr stimmig ist, die notwendigen Schritte aber aus Angst, Anpassung oder Erschöpfung nicht gegangen werden. Dann wächst etwas anderes für ihn. Krebs übernimmt gewissermaßen das, was in diesem Menschen keinen Raum mehr hatte: etwas Lebendiges, sich Vermehrendes, Unaufhaltsames, Authentisches – mitunter sogar Brutales und Egozentrisches. Er geht raus aus der Rücksichtnahme und lebt vor, wie es wäre, grenzenlos zu sein. Denn Leben bedeutet Prozess, Leben bedeutet Veränderung. Und wenn wir diese Veränderung verweigern, beginnt etwas anderes in uns zu wachsen. Nicht, um uns zu bestrafen, sondern um uns etwas vorzuleben. Es übernimmt eine Aufgabe in uns.

So scheint Krebs aus der Metaperspektive weniger etwas zu sein, das es zu besiegen gilt, sondern eher etwas, das wir energetisch annehmen dürfen, indem wir die ihm inne liegende Wachstums- und Veränderungsenergie für uns selbst nutzen. Das bedeutet keinesfalls, dass wir nicht alle schulmedizinischen Hilfen in Anspruch nehmen sollten, die sich für uns stimmig anfühlen, oder dass wir darauf verzichten sollten, unsere Ernährung und Gewohnheiten umzustellen. Doch für mich geht es tiefer. Es bedeutet vielmehr, das eigene Leben ganzheitlich in die Hand zu nehmen und sich bewusst in Entwicklung zu begeben – hin zu dem Leben, nach dem man sich schon so lange sehnt. Denn wenn wir ein authentisches Leben führen, das sich von innen stimmig anfühlt, umso unnötiger wird die Erkrankung und damit umso wahrscheinlicher die Heilung.

Viele sprechen davon, den Tumor besiegen zu wollen oder in den Kampf zu ziehen. Für mich ist es stimmiger, den Teil in mir sterben zu lassen, der den Krebs gebraucht hat, um überhaupt in Bewegung zu kommen.

Dazu gehört für mich – auch aus beruflicher Perspektive – Ursachenforschung zu betreiben. Wann und durch welche emotionalen Themen oder generationsübergreifenden Schicksale ist dieses veränderte Zellenwachstum entstanden? Was hat das mit unterlassener Hilfeleistung zu tun, und wo kann man therapeutisch ansetzen, um den emotionalen Auslöser zu transformieren? Doch all das hilft nichts, wenn unser Fokus ausschließlich darauf ausgerichtet ist, den Tumor zu bekämpfen, nur um anschließend genauso weiterzuleben wie zuvor.

Krebs ist wie jede Erkrankung vielschichtig. Wird er jedoch frühzeitig erkannt und als das genutzt, was er oft ist – eine erzwungene Pause, ein radikales Sich-um-sich-selbst-Kümmern und die Einladung zu neuen Entscheidungen und Handlungen –, dann ist er weder Strafe noch Feind. Früherkannt ist er häufig genau das, was es gebraucht hat, damit wir den Mut und die Notwendigkeit zur Veränderung nicht nur erkennen, sondern sie auch annehmen und konsequent leben können.

Gemeinsam für befreyte Zeiten. Janina Freynhagen.

DIE EIGENE WAHRHEIT SPRECHENIch darf wohl mit Fug und Recht behaupten, dass ich zu den Menschen gehöre, die häufig eine ...
07/02/2026

DIE EIGENE WAHRHEIT SPRECHEN

Ich darf wohl mit Fug und Recht behaupten, dass ich zu den Menschen gehöre, die häufig eine sehr klare Meinung haben und sich auch nicht scheuen, diese zu äußern. Und ebenso zu denen, deren Wahrheit sich durch neue Erkenntnisse und Umstände schon mal verändern kann, sodass ich ein Jahr später möglicherweise eine ganz andere Haltung zu denselben Dingen habe. Viele meiner Texte sind genau davon geprägt: dass ich eine subjektive Wahrheit zum Besten gebe, meine momentane Sicht auf die Welt, auf Beziehungen, auf das Menschsein.

Doch heute stehe ich an einem Punkt, an dem mir genau das schwerfällt. Ich komme innerlich nicht so recht zu einer Entscheidung, tue mich schwer, mir eine klare Meinung zu bilden.

Statt Antworten habe ich heute daher Fragen.

Und vielleicht ist genau das ein Thema, bei dem es nicht um richtig oder falsch geht, sondern um unterschiedliche Blickwinkel. Um Wahrheiten, die sich ergänzen können. Leider ist Austausch hier nicht möglich, aber ich habe denselben Text auch auf Facebook geteilt. Vielleicht hat ja der eine oder die andere Lust, mich mit der eigenen Wahrheit, mit der eigenen Perspektive zu bereichern. Den Link stelle ich unten ein.

Mich beschäftigt aktuell die Frage, wie viel Spiegelung eigentlich liebevoll ist. Wie viel Rückmeldung, wie viel vermeintlich konstruktive Kritik wirklich wertschätzend, sinnstiftend und hilfreich ist. Denn Wahrheiten sind immer subjektiv. Und nur weil mir etwas am anderen auffällt oder mich etwas irritiert, heißt das noch lange nicht, dass mein Erleben richtiger oder wichtiger ist als das meines Gegenübers.
Und noch nicht mal zwangsläufig dass mein Gefühl überhaupt etwas mit dem Gegenüber zu tun hat.

Und gleichzeitig würde ich mir zumindest von einer Freundschaft genau das wünschen, nämlich dass mein Gegenüber mir mitteilt, wie er mich erlebt. Dass er sagt, wenn etwas bei ihm piekst, hakt oder sich nicht rund anfühlt, damit wir gemeinsam hinschauen können. Damit wir unterscheiden können: Wessen Thema ist das eigentlich? Woher stammt diese Irritation? Denn wir alle sind, was uns selbst betrifft, immer mal wieder ziemlich betriebsblind.

Aber ist es wirklich IMMER sinnvoll, die eigene Wahrheit zu sprechen?
Ist es immer dienlich, dem anderen zurückzumelden, wie ich ihn gerade wahrnehme?

Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht.

Vielleicht liegt ein Teil der Antwort weniger in einer pauschalen Lösung, weniger im Schwarz oder Weiß, sondern mehr im Wann und im Warum. Wann macht es Sinn, etwas anzusprechen? Und wozu ist es in diesem Moment gut?

Kann mein Gegenüber das gerade überhaupt halten?
Hat er innerlich Raum dafür – oder ist er im Moment im Überlebensmodus?
Wem dient es, wenn ich es jetzt in den Raum gebe? Meinem Bedürfnis nach Sicherheit und Verbindung? Seinem Wachstum? Oder vielleicht sogar beidem?

Denn es gibt Menschen, die sich erst dann sicher fühlen, wenn Dinge benannt werden. Für sie entsteht Nähe durch Klarheit, durch Spiegelung, durch das gemeinsame Draufschauen. Und es gibt genauso Menschen, die Sicherheit genau dort erfahren, wo sie nicht direkt konfrontiert werden. Die im geschützten, liebevollen Miteinander lernen, im Gehaltensein, im Nebenbei. Die sich durch Akzeptanz und Verbindung ihren eigenen Themen annähern können, ohne dass es einer frontalen Konfrontation bedarf.

Menschen die Verbindung – und auch eine Form von Sicherheit – darin erleben, Licht auf jeden Schatten zu werfen, den eigenen wie den fremden, werden dabei schnell als kritisch wahrgenommen. Als anstrengend und überfordernd. Vor allem von Menschen, deren Nervensystem anders funktioniert. Für sie fühlt sich diese Art von Authentizität und Wahrhaftigkeit nicht wie Nähe an, sondern wie ein ständiges Infragestellen oder sogar wie eine Kritik am eigenen Sein.

Und dabei gibt es kein Richtig und kein Falsch. Vielleicht geht es vielmehr darum, sich bewusst zu machen, aus welcher Intention heraus ich etwas anspreche. Ob ich meine Wahrheit teile, um wirklich in Verbindung zu gehen – oder ob ich sie aus einer Kompensationsstrategie heraus äußere, um mich selbst sicher und verbunden zu fühlen.

Wann ist Spiegelung ein Geschenk – und wann eine Überforderung?
Und wann ist Schweigen kein Wegschauen, sondern ein Akt von Güte?

Vielleicht ist genau das ein Thema, bei dem wir uns gegenseitig bereichern können. Bei dem wir voneinander lernen können. Durch unterschiedliche Wahrheiten, unterschiedliche Nervensysteme, unterschiedliche Wege, Sicherheit und Nähe zu erleben.

Ich würde mich über Austausch darüber freuen!

Gemeinsam für befreyte Zeiten. Janina Freynhagen.

KOMMUNIKATION OHNE KONTAKTIm Zeitalter von WhatsApp sind wir nicht einmal mehr darauf angewiesen, dass der andere im sel...
07/02/2026

KOMMUNIKATION OHNE KONTAKT

Im Zeitalter von WhatsApp sind wir nicht einmal mehr darauf angewiesen, dass der andere im selben Moment Zeit für uns hat, in dem wir gerade das Bedürfnis nach Kommunikation verspüren. Wir schicken Sprachnachrichten, mitunter minutenlang, und der andere hört sie eben dann ab, wenn es ihm in den Kram passt. Wir sind somit irgendwie immer erreichbar – und doch auch wieder nicht wirklich.

Aber ist diese Form des Austausches tatsächlich noch Begegnung?
Ist das noch Verbindung oder lediglich die Illusion davon?

Denn in dieser zeitversetzten Form des Miteinanders geht oft etwas Wesentliches verloren. Nicht nur, dass der andere mir nicht wirklich den Raum halten kann. Da ist kein In-den-Arm-Nehmen, kein mitfühlender Blick, keine echte Präsenz. Und noch weniger findet eine Form emotionaler Resonanz statt.

So häufig nutzen wir den Monolog des Gegenübers weniger, um danach unser Mitgefühl auszudrücken oder den anderen durch unsere Perspektive zu bereichern. Stattdessen wird dessen Geschichte, dessen Erleben, zur Plattform, um anschließend unser eigenes Erleben in den Ring zu werfen. Unsere Geschichte. Unsere Gedanken. Unsere Gefühle.

Und wo ist da noch Berührung?

Ist das nicht vielmehr eine Art Journaling, das von der anderen Seite gelesen wird?
Ist es nicht eher ein Selbstgespräch mit Zuhörern?

In meiner Welt ist das keine wirkliche Kommunikation mehr.
Das ist kein Austausch.
Das ist kein Miteinander.

Und irgendwie bleibt dann – zumindest für mich – oft eher ein Gefühl des Beschäftigtseins. Das Wissen, dass es da draußen noch Menschen gibt. Aber so richtig erfüllend, so richtig nach Sehen und gesehen werden, fühlt sich das für mich häufig nicht mehr an.

Gemeinsam für befreyte Zeiten.
Janina Freynhagen

ABSICHTSLOSSpannend, dass oft genau dann, wenn wir etwas aus reiner Freude tun – ohne Ziel, ohne etwas erreichen zu müss...
06/02/2026

ABSICHTSLOS

Spannend, dass oft genau dann, wenn wir etwas aus reiner Freude tun – ohne Ziel, ohne etwas erreichen zu müssen – die schönsten Erlebnisse entstehen.

Beim Malen erlebe ich das immer wieder. Neulich hatte ich eine runde Leinwand, die mir eigentlich nicht gefiel. Kurz davor, sie wegzulegen, beschloss ich, sie einfach zum Üben zu nutzen und probeweise einen Buddha-Kopf zu malen.
Und so habe ich mich über Stunden selbst vergessen, dem Farbrausch hingegeben.

Vielleicht ist es mit dem Leben ähnlich wie mit dem Entstehen eines Bildes. Gerade die ersten Schritte wirken oft roh, unvollendet oder sogar misslungen. Man weiß noch nicht, wohin es führt, manches gefällt einem überhaupt nicht. Und doch lohnt es sich, dem Prozess zu vertrauen, weiterzugehen und jeden Schritt zu würdigen – auch dann, wenn er sich noch nicht schön anfühlt oder von außen betrachtet unfertig wirkt.

Als ich das Bild später aufhing, um es zu fotografieren, war ich überrascht, wie sehr es mich berührte. Das Ergebnis gefiel mir außergewöhnlich gut.

Es erinnerte mich daran, das Leben nicht zu verplanen. Uns weniger unter Druck zu setzen. Uns zu erlauben, weniger zu kontrollieren – und dem Leben vielleicht sogar ein Stück weit aus dem Weg zu gehen, damit es uns beschenken und mit Wundern überraschen kann.

Gemeinsam für befreyte Zeiten.
Janina Freynhagen

UND ES DARF WEHTUNKönnen wir mal kurz über den Schmerz reden, der entsteht, wenn wir von jemandem verlassen wurden, der ...
05/02/2026

UND ES DARF WEHTUN

Können wir mal kurz über den Schmerz reden, der entsteht, wenn wir von jemandem verlassen wurden, der sich nie wirklich zu uns bekannt hat?
Nie echtes Commitment gelebt hat.
Nie wirklich da war.

Und dieser Mensch dreht sich dann – gefühlt in einem Bruchteil einer Sekunde – um, wendet sich jemand Neuem zu und lebt plötzlich eine Nähe, eine Verbundenheit, eine Selbstverständlichkeit, die wir unser ganzes Leben lang von ihm nie bekommen haben.

Dieser Schmerz ist wie ein Feuer, das sich durch die Eingeweide frisst.
Und er brennt weiter – selbst dann, wenn wir rational längst verstanden haben, selbst dann, wenn wir diesen Menschen vielleicht gar nicht mehr wollen oder sogar schon in einer neuen Beziehung sind.

Warum tut das so weh?

Weil es nicht unser erwachsenes Ich ist, das hier leidet. Es ist unser kindlicher Anteil.
Der Teil in uns, der plötzlich glaubt, nicht gut genug zu sein.
Nicht geliebt.
Nicht gewählt.
Nicht gesehen.
Nicht wertgeschätzt.

Und das tut weh.
Und es darf wehtun.

Unsere Aufgabe ist es, uns diesem verletzten kindlichen Anteil selbst zuzuwenden. Uns selbst zu priorisieren. Uns selbst die Aufmerksamkeit, die Liebe und die Sicherheit zu geben, nach der wir uns so sehr sehnen.

Und gleichzeitig darf unser Verstand Entlastung erfahren.

Denn oft hat sich unser ehemaliger Partner jemandem zugewandt, der weniger emotionale Tiefe lebt.
Jemandem, der weniger „gefährlich“ ist.
Vielleicht sogar jemandem, der selbst eher vermeidend ist.

Oder aber:
Seine eigene Wunde der Ablehnung wird berührt, und unbewusst wiederholt er mit dem neuen Partner ein bekanntes Muster aus seiner Kindheit. Weil sich Vertrautheit oft sicherer anfühlt als Entwicklung.

Sein Verhalten und seine Wahl sagen also überhaupt nichts über deinen Wert aus.
Und sie sagen ebenso wenig etwas über seine Gefühle dir gegenüber aus, die er in der vorherigen Beziehung für dich hatte.

Sie sagen etwas über seine inneren Dynamiken.
Über sein Nervensystem.
Über das, wozu er zu diesem Zeitpunkt fähig war – und wozu nicht.

Gemeinsam für befreyte Zeiten. Janina Freynhagen.

GEHEN ODER BLEIBENIn einer wirklich tiefen, gesunden Partnerschaft geht es um mehr als Frieden, Harmonie und das möglich...
04/02/2026

GEHEN ODER BLEIBEN

In einer wirklich tiefen, gesunden Partnerschaft geht es um mehr als Frieden, Harmonie und das möglichst reibungslose Aneinander-Vorbeileben.

Wer ausschließlich nach Ruhe und Entspannung sucht, nutzt sein Gegenüber nicht selten – meist unbewusst – als Pflaster für die eigenen ungelösten Wunden. Als eine Art Ersatzdroge gegen innere Unruhe, Leere oder emotionale Überforderung.

Natürlich geht es im Leben nicht ausschließlich darum, permanent im eigenen Inneren zu graben oder alles bis auf den Grund zu analysieren. Doch wer sich keinen Tiefgang erlaubt, wer Gefühle – insbesondere intensive oder schmerzhafte – vermeidet, weil sie als unkontrollierbar oder bedrohlich erlebt werden, nimmt sich etwas Wesentliches. Denn wer nicht viel fühlt, leidet nicht automatisch weniger – aber er erlebt mit Sicherheit weniger.

Und damit oft auch weniger Nähe, weniger Lebendigkeit, weniger echte Begegnung.

Partnerschaft darf ein Raum sein, in dem wir uns selbst begegnen, in dem unser Gegenüber uns spiegelt und uns einlädt, authentischer zu werden. Nicht, um einander zu reparieren, sondern um Entwicklung zu ermöglichen. Beziehung darf mehr sein als nur nicht allein zu sein. Sie darf getragen sein von dem Mut, sich zu zeigen, sich auszuhalten und gemeinsam zu wachsen.

Doch manchmal kippt genau das. Wenn wir anfangen, uns gegenseitig nur noch zu zerfleischen. Wenn wir nicht gehen, weil Bleiben bequemer ist. Oder weil wir uns an der irrigen Hoffnung festklammern, dass es doch irgendwann wieder so schön werden wird wie in den ersten ein, zwei Jahren. Wenn aus Verbindung ein Aushalten wird, aus Nähe ein Kräftemessen und aus Liebe ein Argument dafür, sich selbst immer wieder zu übergehen. Spätestens dann stellt sich unausweichlich die Frage: Wäre es nicht vielleicht liebevoller zu gehen?

Im Coaching gilt, es ist nicht meine Aufgabe, darauf eine Antwort zu finden.

Meine Rolle besteht vielmehr darin, euch dabei zu unterstützen, einander wieder als Partner – nicht als Feind – zu sehen. Zu verstehen, woher die eigenen Handlungsweisen kommen und vielleicht auch die des Gegenübers, um dann liebevoll auf diese blicken und sie mit meiner Unterstützung transformieren zu können.

Mein Weg ist immer der der Selbstermächtigung, der Bewusstmachung und des Raumhaltens, um auch unangenehme Themen in einem sicheren Umfeld miteinander besprechen zu können.

Keine Regel ohne Ausnahme: Es gibt Umstände, in denen ich mir erlaube, eine persönliche Meinung zu haben. Und das ist immer dann, wenn das Bleiben bei jemandem die eigene Gesundheit gefährdet – sei es emotional, psychisch oder körperlich. Aber selbst dann ist es nicht meine Entscheidung zu gehen oder zu bleiben. Sondern eure.

Grundlegend gilt für mich jedoch die Prämisse: Liebe allein reicht nicht aus. Die Bedürfnisse und Werte sollten sich zumindest in einem gewissen Maß miteinander vereinen lassen.

Wenn dann jedoch beide Partner die Bereitschaft und die Fähigkeit haben, sich ihren eigenen Themen anzunehmen, Verantwortung für ihr eigenes Glück und Wohlergehen zu übernehmen und gemeinsam Verantwortung für die Beziehung zu tragen und in diese zu investieren, dann gibt es fast nichts, was nicht möglich wäre.

Ob Gehen oder Bleiben selbstliebender ist, kann und will ich euch nicht beantworten. Aber ich kann euch helfen, euch selbst wieder besser wahrzunehmen, eure eigenen Bedürfnisse und Beweggründe zu erkennen und vielleicht auch zu sehen, wo Veränderung in welcher Form möglich ist. Und was für euch ganz individuell die richtige Entscheidung ist.

Insofern heute einmal wieder mehr denn je:

GEMEINSAM für befreyte Zeiten. Janina Freynhagen.

VERGEUDUNGJa, sie liebt unvergleichlich tief.Und für dich mag sich diese Tiefe nach Bedürftigkeit anfühlen,nach Unsicher...
03/02/2026

VERGEUDUNG

Ja, sie liebt unvergleichlich tief.
Und für dich mag sich diese Tiefe nach Bedürftigkeit anfühlen,
nach Unsicherheit ihrerseits
und nach einem permanenten Bedürfnis nach deiner Nähe
und verbaler Rückversicherung.

Doch diese Frau an deiner Seite hat nie gelernt, weniger zu lieben.
Sie kennt kein Halbes, kein Vorsichtiges,
kein gerade so viel, dass es nicht weh tut.
Wenn sie liebt, dann mit ganzem Herzen.
Und wenn sie sich für dich entschieden hat,
dann bedeutet das: für alles, was du bist.

Sie nimmt dich nicht in Ausschnitten.
Nicht nur in den hellen Räumen.
Nicht nur dort, wo du dich selbst gut aushältst.
Sie möchte dich berühren dürfen in den dunkelsten Winkeln,
dorthin leuchten,
wo du selbst den Blick abwendest.

Und ja – genau dort beginnt dein Unbehagen.
Weil Nähe plötzlich nicht mehr schmeichelnd ist,
sondern ehrlich.
Weil Liebe auf einmal Stellen berührt,
die du seit Jahren sorgfältig umgehst.
Abgründe,
vor denen du dich selbst fürchtest.

Sie versteht das.
Sie versteht, dass ihre Liebe sich manchmal nach zu viel anfühlt.
Dass es leichter ist, sie wegzuschieben,
sie kleiner zu machen,
sie zu beschämen für ihre vermeintliche Bedürftigkeit.
Sie als anstrengend oder zu fordernd zu etikettieren,
anstatt dich selbst dem auszusetzen,
was sie in dir sichtbar macht.

Ihr Mut, ihre Gefühle zu erkennen und auszusprechen,
ihrer inneren Wahrheit nicht auszuweichen,
triggert deinen Fluchtinstinkt.
Wie sollst du Raum halten für ihre emotionale Weite,
wenn du doch seit Jahren bemüht bist,
deine eigenen Empfindungen möglichst leise zu halten?

Was sich für sie nach Verbindung anfühlt,
nach Ankommen,
nach Heimat
im Miteinander,
ist für dich oft Stress,
Arbeit
und Überforderung.

Und natürlich bist du frei zu gehen.
Du kannst dich jederzeit für jemand anderen entscheiden.
Für eine Frau, die weniger fragt.
Die weniger fühlt.
Die weniger von dir will.
Vielleicht sogar weniger ist.
Zumindest weniger tief.

Wenn dir das genügt,
wenn dir das reicht,
dann geh.

Denn diese Frau an deiner Seite,
die du als zu viel empfindest,
ist kein Ballast in deinem Leben.
Sie ist ein Geschenk.
Ihre Liebe ist so nährend,
dass sie jemanden,
der lange innerlich gehungert hat,
zunächst überfordern muss.

Und es steht dir frei,
Vermeidung oder Verbindung zu wählen.
Du kannst lernen, dein Herz zu öffnen,
dich wieder einzulassen auf Vertrauen,
auf Gemeinschaft,
auf das Risiko echter Nähe.

Oder du bleibst, wo du bist.
In deinem Schutzraum.
In der Isolation.

Vermeidung und Stagnation fühlen sich selten an wie Rückschritt.
Sie tarnen sich meist als Frieden,
als Ruhe,
als Vernunft.

Dabei ist Liebe wahrscheinlich das Heilsamste
und zugleich das höchste Geschenk,
das wir in menschlicher Gestalt erfahren können.

Und dennoch bist du frei,
deine so heiß ersehnte Ruhe zu wählen
und dem Einfachen nachzugeben.

Denn wenn du ihre Liebe nicht wertschätzen kannst, ihre Tiefe
und damit auch ihre Verletzlichkeit
nicht würdigen, ehren und schützen willst,
dann steht auch das dir frei.

Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.
Und wenn du nicht anders kannst,
als dir einzureden, es wäre selbstliebend,
dich aus der Verbindung zu lösen,
dann lässt sie dich jederzeit frei.

Denn ihre Liebe hat keine Fesseln.
Ihre Liebe ist wahrhaftig.

Gemeinsam für befreyte Zeiten. Janina Freynhagen.

DER PARTNER ALS SPIEGELWas dein Partner am meisten von dir braucht, wird deine tiefste Wunde triggern.Denn unser Partner...
01/02/2026

DER PARTNER ALS SPIEGEL

Was dein Partner am meisten von dir braucht, wird deine tiefste Wunde triggern.

Denn unser Partner spiegelt uns meist unbewusst und völlig unabsichtlich genau das Thema, das in unserer frühesten Kindheit geprägt wurde. Er triggert in uns das Gefühl, das dort durch unsere damaligen Bezugspersonen entstanden ist.

Für den eher vermeidenden Bindungstypen fühlt es sich fast unerträglich an, wenn sein Partner ihn um emotionale Präsenz bittet – also darum, wirklich anwesend zu sein, zuzuhören und sich für Verbindung zur Verfügung zu stellen. Und zwar nicht, weil diese Bitte falsch wäre, sondern weil sie im vermeidenden Partner ein altes Gefühl zum Klingen bringt: nicht genug zu sein. Ein Gefühl, das er irgendwann in seiner Kindheit erlebt hat.

Wenn der vermeidende Partner den eher ängstlich gebundenen Partner um mehr Raum bittet, fühlt sich das für diesen an wie Zurückweisung oder wie Verlassenwerden. Das wiederum triggert Ängste, meist eher unbewusst. Unterschwellig ist es wie damals als kleines Kind, das nicht gesehen und nicht wertgeschätzt wurde oder schlicht nicht das bekommen hat, was es gebraucht hätte, um sich wirklich geliebt zu fühlen.

Wünscht sich der ängstliche Bindungstyp wieder mehr Nähe und gemeinsame Zeit, um sich sicher zu fühlen, wirkt das für den vermeidenden Partner nicht wie Liebe, sondern wie ein Einengen – als würde ihm seine Freiheit genommen. Und wenn er dann noch gebeten wird, über seine Gefühle zu sprechen, fühlt es sich wie eine Falle an, wie ein Feststecken im Sich-öffnen-Müssen. Denn damals in seiner Kindheit war genau dieses Sich-Zeigen nicht sicher. Er wurde kritisiert, beschämt oder für sein Sein angegriffen und hat gelernt, dass Offenheit gefährlich sein kann.

Während der ängstlich gebundene Partner sich gewollt und wertgeschätzt fühlen würde, wenn sein Gegenüber aufrichtig nach seinen Gefühlen und Erleben fragt.

In diesen Spiegelungen gibt es kein Richtig und kein Falsch. Die Bedürfnisse deines Partners sind nicht das Problem. Sie sind der Spiegel, der dir zeigt, wo dein Nervensystem noch immer im Überlebensmodus steckt.

Und vielleicht dürfen wir lernen, dass das unangenehme Pieksen oder schmerzende Gefühl, das in der Partnerschaft auftaucht, nicht automatisch reale Gefahr bedeutet, sondern dass unser Nervensystem aufgrund alter Signale aus der Kindheit oder Traumata das jetzige Erleben automatisch als Bedrohung interpretiert.

Es darf also darum gehen, bewusst zu erkennen: Ich fühle Unbehagen – aber das heißt nicht, automatisch Gefahr oder Bedrohung, es besteht also kein dass akuter Handlungsbedarf besteht !!!

Es darf vielmehr darum gehen, dieses Gefühl erst einmal wahrzunehmen, ohne es sofort wegmachen oder vor ihm fliehen zu müssen. Das heißt: Der ängstlich Partner muss nicht gleich auf Nähe drängen, und der vermeidende muss nicht sofort fliehen um sich nicht überfordert zu fühlen.

Auch bedeutet das nicht, dass ihr euch grundlegend verändern müsst, um zueinander zu passen, sondern nur, dass ihr euch eurer eigenen Muster bewusst werden dürft, die eurer Beziehung schaden.

Eine entspannte und harmonische Beziehung zwischen diesen beiden Bindungsstilen ist durchaus möglich!

Dazu bedarf es jedoch einen liebevollen Fokus auf die Anteil in uns, die im Miteinander getriggert werden.

Und genau dadurch werden wir fähig, mit dem Bindungsstil unseres Gegenübers entspannter umzugehen.

Gemeinsam für befreyte Zeiten.
Janina Freynhagen.

GETRIGGERTE NERVENSYSTEMEEs ist schmerzhaft, sich der Wahrheit zu stellen.Und sie fürchtet, dass das Liebevollste, was s...
30/01/2026

GETRIGGERTE NERVENSYSTEME

Es ist schmerzhaft, sich der Wahrheit zu stellen.
Und sie fürchtet, dass das Liebevollste, was sie im Moment tun kann, darin besteht, einen ehrlichen Blick auf sich selbst zu werfen – auf ihre Muster, ihre Bedürfnisse und ihre innere Logik. Ohne Verurteilung, ohne Scham, ohne Härte.

Es gibt Situationen, in denen sie sich in seinem Beisein einsamer fühlt, als sie es allein jemals sein könnte. In diesen Momenten sehnt sie sich nach nichts mehr, als wieder in Kontakt mit ihm zu kommen. Sie wünscht sich, dass er sich ein wenig öffnet, nur ein kleines Stück präsenter wird, ein wenig erreichbarer für sie – damit die Verbindung lebendig bleiben kann.

Doch das kann er nicht greifen.
Er hört Kritik, wo sie ein Bedürfnis äußert.
Er hört, dass er nicht genügt, wo sie versucht, ihren inneren Zustand in Worte zu fassen.

So wird ihr Versuch, Beziehung zu einem sicheren Ort zu machen, für ihn zur Belastung.
In seinen Augen wird sie zu jemandem, der den gegenwärtigen Moment nicht genießen kann. Zu jemandem, der zu viel analysiert, reflektiert, ständig auf der Suche nach emotionaler Tiefe und Klarheit ist – und der damit Druck erzeugt und ihm die Leichtigkeit nimmt.

Vielleicht liegt genau hier ihr tiefster, größter, fundamentalster Unterschied.
Und wenn man ehrlich ist, vielleicht auch ihr einziges wirkliches Problem.

Sie fühlt sich sicher in ständiger Veränderung und Entwicklung. Im Wahrnehmen, Hinterfragen, manchmal sogar im sanften Anstoßen. Im Beleuchten dessen, was sich nicht ganz stimmig anfühlt – in Momenten, in denen seine Worte und seine Energie nicht kohärent sind, in denen das, was er sagt, nicht mit dem korrespondiert, was sie spürt. In solchen Momenten wird ihr Nervensystem unruhig. Nicht unbedingt ängstlich, aber angespannt, irritiert, wachsam. Irgendwann hat es gelernt, dass Aufmerksamkeit, das Verfolgen von Verbindung und das Verstehen emotionaler Landschaften eine Form von Schutz ist.

Und ja, wenn man ihr etwas vorwerfen will, dann das: dass es ihr zutiefst wichtig war, eng mit ihm verbunden zu bleiben. Dass ihr ihre Bindung unendlich viel bedeutet hat. Dass sie darauf achten wollte, dass ihre Liebe nicht still und leise schwindet. Wenn das ihre „Schuld“ ist, dann nimmt sie sie an. So sieht Liebe für sie aus.

Er hingegen, so glaubt sie, findet Sicherheit in Ruhe. In Harmonie. In Beständigkeit. In einem gemeinsamen Alltag, der fließt, ohne dass alles ständig erklärt, definiert, verarbeitet oder emotional tief durchdrungen werden muss. Wachstum ist dort nicht ausgeschlossen – aber manches bleibt unausgesprochen. Und genau das ist es, was sein Nervensystem entspannt. Was ihm Frieden, Freude und Sicherheit schenkt.

Sie ist überzeugt, dass sie mit Geduld, Verständnis und gegenseitigem Wohlwollen an einer gemeinsamen Basis hätten arbeiten können. An einem Fundament, auf dem sich beide wahrhaftig akzeptiert und zunehmend entspannter hätten fühlen können.
Eine solche Basis zu finden, wäre für sie – die Sicherheit im Hinsehen, im Benennen und im inneren Wachstum findet – vermutlich leichter gewesen als für ihn, der genau diese Prozesse als Stress erlebt.

Und doch glaubt sie, dass ein Miteinander möglich gewesen wäre, in dem beide Nervensysteme hätten lernen können, sich neu zu regulieren. Denn Bindungsmuster lassen sich nicht im Alleingang verändern. Sie können sich nur im Kontakt, im gemeinsamen Erleben von Verlässlichkeit und im Durchschreiten von Spannung neu einspeisen ins eigene Nervensystem.

Was sie jedoch nicht mehr kann und auch nicht mehr will, ist ein On-und-Off.
Sie braucht Commitment. Ein ehrliches Zueinanderbekennen. Die Bereitschaft und auch die Fähigkeit, in das Gemeinsame zu investieren. Und das kann nur gelingen, wenn jeder Mensch Verantwortung für sein eigenes Erleben, sein Handeln und seine Bedürfnisse übernimmt – und beide zugleich bereit sind, bewusst in die Beziehung zu investieren.

Mit Bedauern muss sie anerkennen:
Ein Miteinander mit dauerhaft getriggerten Nervensystemen kann für sie nicht zur Erfüllung führen. Es kann keine tragfähige Basis sein – nicht für Nähe, nicht für Sicherheit und nicht für Liebe.

Denn beide Menschen haben es verdient, sich im Gegenüber gewollt und wertgeschätzt zu fühlen. Sicherheit zu erfahren. Annahme. Und das Gefühl, so wie sie wirklich sind, willkommen zu sein.

So bleibt sie ratlos und traurig zurück – und zugleich klar in ihrer Erkenntnis, dass Liebe allein manchmal einfach nicht reicht.

Gemeinsam für befreyte Zeiten.
Janina Freynhagen

ERLERNTE HILFLOSIGKEITIrgendwie scheint es eine Art Volkskrankheit zu geben, die ich am ehesten als ein sich häuslich Ei...
30/01/2026

ERLERNTE HILFLOSIGKEIT

Irgendwie scheint es eine Art Volkskrankheit zu geben, die ich am ehesten als ein sich häuslich Einrichten in Unzufriedenheit beschreiben würde. Ein permanenter Verbesserungswahn, ein fortwährendes Kritisieren dessen, was ist. Der Blick richtet sich dabei weniger auf das, was bereits da ist, sondern vor allem auf das, was fehlt.

Aber nichts davon führt dazu, dass wir aktiv und eigenverantwortlich Schritte unternehmen, um dem entgegenzuwirken. Im Gegenteil: Diese innere Unzufriedenheit scheint häufig eher in eine Art Hilflosigkeit zu münden. Ursachen, Gründe und letztlich auch Lösungen werden im Außen gesucht.

Besonders in zwischenmenschlichen Beziehungen scheint es eine immense Erwartungshaltung an das Gegenüber zu geben, gepaart mit einem starken Gefühl eigener Machtlosigkeit. Ich bin unglücklich, unzufrieden oder unerfüllt. Mir fehlt etwas. Und daraus entsteht schnell die Haltung, dass sich nun mein Partner oder mein Gegenüber ändern müsse, damit es mir besser geht. Das muss nicht einmal auf Liebesbeziehungen beschränkt sein.

Diese Position ist zutiefst entmachtend – für alle Beteiligten. Man selbst erlebt das Gefühl, das eigene Wohlergehen nicht in der Hand zu haben. Gleichzeitig fühlt sich das Gegenüber dauerhaft kritisiert, nicht gesehen oder nicht wertgeschätzt, oder hat den Eindruck, nie ausreichend sein zu können.

Dabei geht es nicht nur um unterschiedliche Bindungsstile, sondern auch um den oft unbewussten Anspruch, den wir an andere Menschen richten: dass sie alles sein und alles geben sollen, was wir brauchen, damit es uns gut geht. Diese Erwartung kann nicht erfüllt werden.

Natürlich dürfen und sollen wir uns unserer Emotionen bewusst werden und sie auch kommunizieren. Und in einer liebevollen Beziehung ist es wünschenswert, dass die Bedürfnisse des anderen ebenso wichtig sind wie die eigenen. Im besten Fall werden die Bedürfnisse des Partners zu meinen, weil mir dieser Mensch so am Herzen liegt.

Wenig liebevoll erscheint es mir jedoch, dem Gegenüber dauerhaft vor Augen zu führen, was ihm fehlt oder was er nicht ist. Ihn auf Eigenschaften hinzuweisen, die wir uns wünschen, die aber nicht Teil seines Wesens sind – und dabei aus dem Blick zu verlieren, was wir an Zuwendung, Nähe, Liebe und Unterstützung bereits erhalten.

Vor allem aber scheint es, als hätten wir verlernt, uns selbst zu geben, was wir brauchen. Ja, es gibt Dinge, die wir uns nur schwer selbst schenken können – körperliche Nähe, Entlastung, Überraschung. Doch die emotionalen Zustände dahinter tragen wir zu einem großen Teil selbst in der Verantwortung.

Was brauche ich, um wieder in die Leichtigkeit zu kommen?
Was brauche ich, um mich zu entspannen?
Und was kann ich selbst dafür tun, um das wieder erleben zu können – und nicht: Was muss der andere tun?

Es darf darum gehen, aus dieser erlernten Hilflosigkeit auszusteigen und zurück in die Eigenverantwortung zu finden. Vielleicht ist ein großer Teil dessen, das Leben wieder mehr genießen zu können und sich weniger gestresst oder frustriert zu fühlen, bereits darin enthalten, die eigene Erwartungshaltung zu überprüfen und zurückzunehmen.

Vielleicht darf es zwischendurch auch einfach mal gut sein – ohne dass es gerade perfekt ist.

Gemeinsam für befreyte Zeiten. Janina Freynhagen.

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Dollerup
24989

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