11/02/2026
NAMEN UND IHRE BEDEUTUNG
Dies ist eine Einladung, mich auf verschiedene Gedankenspiele zu begleiten.
Wenn wir davon ausgehen, dass wir mehrfach inkarnieren und jede Inkarnation dem Lernen bestimmter Themen, Erfahrungen und Lebensumstände dient, erscheint es nur logisch, dass wir nicht nur immer wieder ähnliche Lebensumstände erfahren, sondern – weil wir durch Wiederholung lernen – dass wir auch häufig denselben Namen wählen, über mehrere Leben hinweg.
Bevor wir auf die Erde kommen, trifft sich unser höheres Selbst mit unseren spirituellen Begleitern, also den Seelen, die uns während unseres Lebens in unverkörperter Form begleiten, und gemeinsam wird der Name ausgewählt. Dieser Name trägt eine Schwingung, eine Resonanz, eine Energie, die uns prägt und begleitet.
Die Seelen, die verkörperten Seelen, mit denen wir inkarnieren, nehmen dabei unterschiedliche Rollen ein – manchmal in der Familie, manchmal in Freundschaften, manchmal in Liebesbeziehungen.
Manchmal kann das zu Verwirrungen führen: Wenn wir auf einmal eine Beziehung mit jemandem haben, der schon mehrfach unser kleiner Bruder war, dann fällt es schwer, diese Beziehung auf Augenhöhe zu führen. Wer daran interessiert ist, das aufzulösen, der ist herzlich eingeladen zu einer Beziehungs-Soul-Session über die Akasha-Chronik auf meiner Homepage zu finden.
Heute soll es aber nicht um Beziehungen gehen, sondern um den Namen.
Oft ist es komplexer, als man es auf den ersten Blick denkt, wenn wir unseren eigenen Namen ablehnen. Einer der Gründe dafür könnte sein, dass wir unbewusst versuchen, die in unserer Kindheit erlebten Traumata oder aber die aus unserer Ahnenlinie übernommenen Themen aus unserem Feld zu bekommen. Das kann transformierend sein, es kann aber auch tatsächlich ein verzweifelter unbewusster Versuch sein, der eher das Symptom bekämpft und nicht wirklich die Ursache.
Ein anderes Mal haben wir das Gefühl, uns mit unserem Namen nicht wirklich identifizieren zu können und gleichzeitig nie wirklich im Hier und Jetzt vollständig angekommen zu sein, nie richtig in unserem eigenen Leben Wurzeln geschlagen zu haben. Das kann darin begründet sein, dass wir entweder versuchen, das Karma, das wir durch Inkarnationen hinweg mit uns tragen und das wir unbewusst mit diesem Namen assoziieren, abzulehnen, oder aber, dass wir noch so eng mit einem Namen aus einer früheren Inkarnation energetisch verwoben sind, dass wir unseren jetzigen Namen noch gar nicht vollständig annehmen können. Dann ist die Ablehnung des eigenen Namens eigentlich nur ein stellvertretendes Symptom dafür, dass wir in einem anderen Leben noch gefangen sind oder dieses noch nicht vollständig abgeschlossen haben energetisch.
Eine andere Theorie – ist dieser Name etwas, das wir im Zusammenhang mit unseren Talenten und der Bereicherung, die wir in diesem Leben mitbekommen haben, gewählt haben. Wir alle sind ein Geschenk für diesen Planeten, und manchmal fühlt sich das noch zu groß an. Wir haben das Gefühl, wir können dem, was dieser Name energetisch hält und verspricht, nicht gerecht werden. Ich möchte sagen: noch nicht, aber es fühlt sich eben so an, als sei es nicht stimmig. Ich gehe damit nicht in Resonanz.
Auch dann lehnen wir den Namen zunächst ab. Aber es wäre eher unvorteilhaft, sich von diesem Namen komplett abzuwenden. Dann darf es vielmehr darum gehen, in die Frequenz hineinzuwachsen, die dieser Name mit sich bringt – weil es das ist, was wir für uns gewählt haben.
Hier kann es hilfreich sein, zu reflektieren und zu spüren: Welche Energie, Gefühle oder Muster sind mit dem Namen verbunden? Was darf ich für mich tun, um wirklich im Hier und Jetzt anzukommen? Um zu lernen: So wie ich bin, bin ich richtig. Und das Leben, das ich für mich gewählt habe, ist keine Strafe oder falsch. Ich muss auch nicht erst noch tausend Sachen lernen, verändern oder hineinwachsen, bevor ich gut bin, so wie ich bin.
Vielleicht macht es Sinn, eine Namensaufstellung zu machen – nicht nur als Spaßevent, sondern wirklich tiefgreifend zu prüfen: Gibt es hier noch etwas zu integrieren, abzulegen, zu transformieren oder zu heilen? Wenn daran im nordischen Raum Interesse besteht, lass mir bitte ein rotes Herz da – dann werde ich schauen, dass ich einen Abend dazu anbieten kann.
Wie geht es dem Namen in Bezug auf mich? Ist er mir zugehörig? Ist er vielleicht ein Schlüssel, um wirklich im Hier und Jetzt anzukommen? Oder geht es darum, diesen Namen abzuwählen, weil er nicht länger zu mir passt?
Was sagt es zum Beispiel aus, wenn erwachsene Menschen sich immer nur bei ihrem kindlichen Spitznamen rufen lassen?
Wenn ein Name mit bestimmten Aufgaben oder Lernerfahrungen verknüpft war und uns im Laufe des Lebens auf einmal nicht mehr stimmig erscheint, haben wir häufig einen Zweitnamen mitbekommen. Für mich wirkt das manchmal ein bisschen wie der Aszendent zu unserem Sternzeichen: In der zweiten Hälfte des Lebens wird er wichtiger und prägnanter. Die Entscheidung für den Zweitnamen ist dann häufig die folgerichtige Konsequenz daraus, dass wir einige Themen abgearbeitet haben und uns mit dem ersten Namen nicht mehr identifizieren können.
Die Frage ist also: Ist die Ablehnung des eigenen Namens etwas Selbstermächtigendes, Transformierendes und aus Selbstliebe heraus, oder ein Fluchtversuch vor Anteilen von uns, die uns unliebsam erscheinen, die wir aber eigentlich dringend annehmen müssten, um uns voll und ganz zu begreifen, wohlzufühlen und in unserem Leben anzukommen?
Für mich selbst gab es eine Phase während der Pubertät, in der mein Zweitname elementar wichtig war. Ich musste ihn überall mit aufführen und stellte mich sogar so vor – nicht, weil ich ihn besonders schön fand, sondern weil er für mich mit meinem Vater verbunden war. Mein Vater ist Amerikaner und konnte meinen ersten Namen, wie er im Deutschen ausgesprochen wird – das „J“ wie in „Ja“ – nicht über seine Lippen bringen. Meine Mutter hat mir bewusst einen Zweitnamen gegeben, der im amerikanischen Raum geläufiger ist, damit er ihn sagen konnte. In dieser Phase war es für mich ein inneres Bedürfnis, mich auf diese Weise meinem Vater zuzuordnen, meine Wurzeln zu fühlen und meine Zugehörigkeit auszudrücken. Heute habe ich zu diesem Namen keinen Bezug mehr und gehe mit ihm gar nicht mehr in Resonanz.
Meinen ersten Namen hingegen liebe ich tatsächlich sehr. Das „Ja“ in Janina hat für mich etwas sehr Lebensbejahendes und Positives, und der reine Name Nina erinnert mich auf eine sehr schöne Weise an meine Kindheit. Es ist schön, dass dieser Name unverändert mitklingt, sodass das Kind in mir lebendig bleibt, aber zugleich durch das Erwachsensein, die Verantwortung, das Leben und die Freiheit mitschwingen kann. Zu meinem Nachnamen muss ich wahrscheinlich nichts mehr sagen – sonst hätte ich ihn nicht zu meinem Beruf gemacht – denn dieses „Frei“ in Freynhagen ist für mich elementar.
Wie so häufig geht es nicht um richtig oder falsch, sondern darum, bestimmte Blickwinkel ins Bewusstsein zu bringen. Wovon ich jedoch überzeugt bin: Wir erhalten unseren Namen nie zufällig. Er ist energetisch bereits vor unserer Geburt festgelegt.
Gemeinsam für befreyte Zeiten.
Janina Freynhagen.