13/01/2026
Passt wunderbar zum Thema meiner Yogakurse: Achtsamkeit😀
Achtsamkeitsmeditation, selbst in moderaten täglichen Dosen, kann das Gehirn bereits in acht Wochen messbar umgestalten.
In einer kleinen Längsschnittstudie nahmen Erwachsene an einem achtwöchigen Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR)-Kurs teil und übten etwa 27 Minuten täglich achtsame Meditation. Vor und nach dem Programm füllten die Teilnehmenden Fragebögen zur Achtsamkeit aus und ließen MRT-Gehirnscans durchführen, parallel zu einer Kontrollgruppe ohne Meditation. Nach dem Kurs berichteten die Meditierenden von deutlichen Verbesserungen beim bewussten Handeln und beim Nicht-Bewerten, was auf Vorteile im Alltag hindeutet.
Entscheidend ist, dass diese subjektiven Veränderungen mit strukturellen Veränderungen im Gehirn einhergingen. Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigte die Achtsamkeitsgruppe eine erhöhte Dichte der grauen Substanz im linken Hippocampus – einer Region, die am Lernen und Gedächtnis beteiligt ist – sowie in Bereichen, die mit Selbstbezug, Perspektivwechsel und kognitiven Prozessen verbunden sind. Diese Ergebnisse stützen die Idee der Neuroplastizität: Regelmäßiges mentales Training kann neuronale Strukturen verändern, die Emotionsregulation, Selbstwahrnehmung und soziales Verständnis unterstützen.
Die Kernaussage ist klar: Eine konsequente tägliche Meditationspraxis – etwa eine halbe Stunde pro Tag über zwei Monate – kann nicht nur das subjektive Wohlbefinden verbessern, sondern geht auch mit messbaren Veränderungen der Gehirnstruktur einher.
Bilder wurden mit KI generiert und dienen lediglich zur Veranschaulichung.
Quellen: Hölzel, B. K., Carmody, J., Vangel, M., Congleton, C., Yerramsetti, S. M., Gard, T., & Lazar, S. W. (2011). Mindfulness practice leads to increases in regional brain gray matter density. Psychiatry Research: Neuroimaging, 191(1), 36–43.