Kasus Knaxus

Kasus Knaxus Wir sind ein freier Träger der Familien- & Jugendhilfe aus Erkelenz, der ambulante und systemische Hilfen anbietet.

Ein Zuhause sollte der Ort sein, an dem die Welt draußen bleibt und Kinder sich bedingungslos sicher fühlen. Doch wir wi...
18/02/2026

Ein Zuhause sollte der Ort sein, an dem die Welt draußen bleibt und Kinder sich bedingungslos sicher fühlen. Doch wir wissen, dass der Alltag in Familien manchmal an Grenzen stößt. Wenn Konflikte laut werden und die Harmonie in Angst umschlägt, sind Kinder niemals nur unbeteiligte Zuschauer. Sie spüren jedes Beben im Fundament der Familie.

Prävention bedeutet für uns bei Kasus Knaxus: Den Schutzraum Kindheit aktiv bewahren.

Der mutigste Schritt für Eltern ist es, die Verantwortung für eine gewaltfreie Umgebung zu übernehmen. Sobald wir uns entscheiden, hinzusehen und Hilfe anzunehmen, beginnen wir, die Welt für unsere Kinder wieder sicher zu machen. Das ist der Moment, in dem Veränderung und echte Entwicklung möglich werden.

Warum Prävention ein Weg der Stärke ist:

Das Nervensystem darf aufatmen: Ein Kind, das sich nicht mehr vor dem nächsten Streit fürchten muss, verlässt den dauerhaften Alarmzustand. Das gibt dem Gehirn wieder den Raum, den es für gesundes Lernen und unbeschwertes Spielen braucht.

Vertrauen heilt: Wenn Kinder erleben, dass Erwachsene Konflikte ohne Gewalt lösen und sich bei Bedarf Unterstützung holen, wächst ihr Urvertrauen. Sie lernen: „Ich bin sicher, weil meine Eltern auf mich und sich selbst achtgeben.“

Den Kreislauf unterbrechen: Wir geben unseren Kindern das Werkzeug für ihre eigene Zukunft mit. Wer heute ein friedliches Miteinander erlebt, wird morgen selbst gesunde und wertschätzende Beziehungen führen können.

Prävention heißt nicht, dass alles perfekt sein muss. Es heißt, dass wir den Mut haben, die Sicherheit unserer Kinder über alles andere zu stellen. Bei Kasus Knaxus begleiten wir euch dabei, alte Muster zu lösen und das Vertrauen in das Familiensystem zurückzugewinnen.

Es geht darum, einen Raum zu schaffen, in dem Kinder ohne Last groß werden dürfen. Ein sicherer Hafen ist das Fundament, auf dem alles andere wächst.

Wir sind an Ihrer Seite, um gemeinsam neue Wege zu finden.



̈vention

„Es war doch nur ein Prank.“ „Der hat provoziert.“ „Wir wollten nur ein stabiles Video.“Sätze, die uns in der täglichen ...
11/02/2026

„Es war doch nur ein Prank.“ „Der hat provoziert.“ „Wir wollten nur ein stabiles Video.“

Sätze, die uns in der täglichen Arbeit immer häufiger begegnen. Aber was passiert, wenn aus einer Provokation plötzlich bitterer Ernst wird? Wenn die Grenze zwischen „lustigem Content“ und einer lebenslangen Tragödie verwischt?

Die aktuellen Zahlen der Kriminalstatistik sind mehr als nur Zahlen, sie sind ein Alarmsignal. Dass Kinder und Jugendliche gegenüber Gleichaltrigen zu Tätern werden, ist kein neues Phänomen, aber die Qualität der Gewalt hat sich verändert. Sie ist öffentlicher, inszenierter und oft erschreckend entkoppelt von echtem Mitgefühl.

Warum ist das so? Ein zentraler Treiber ist die digitale Welt in unseren Hosentaschen. Algorithmen unterscheiden nicht zwischen Sport-Highlights und Straßenschlachten. Wer Gewalt konsumiert, bekommt mehr Gewalt geliefert. Dieser „Dauerschleifen-Effekt“ führt zu einer schleichenden Desensibilisierung: Das Gehirn stumpft ab. Schmerz wird zum Pixel-Ereignis.

Die Debatte: Social Media erst ab 16? In der Politik wird aktuell laut über strikte Altersgrenzen nachgedacht. Ein Verbot klingt nach einer schnellen Lösung, aber greift es tief genug? Als Jugendhilfeträger wissen wir: Ein Verbot allein heilt keine Bindungsstörungen und füllt keine emotionalen Lücken. Wir müssen da ansetzen, wo die Gewalt entsteht: in der Beziehungsarbeit, in der Vermittlung von Werten und im echten Dialog.

Wir dürfen die Augen nicht verschließen, auch wenn die Schlagzeilen wehtun. Hinter jeder Tat steht eine Geschichte und oft ein System, das zu spät hingeschaut hat.

Eure Meinung ist uns wichtig: Glaubt ihr, dass ein Social-Media-Verbot bis 16 Jahre die Gewaltspirale stoppen kann? Oder müssen wir ganz woanders ansetzen, um die Empathie unserer Jugendlichen zu schützen?
Schreibt gerne in die Kommentare.





So beschreiben viele Jugendliche Selbstverletzung. Nicht als Wunsch nach Schmerz. Sondern als Versuch, innere Spannung z...
04/02/2026

So beschreiben viele Jugendliche Selbstverletzung. Nicht als Wunsch nach Schmerz. Sondern als Versuch, innere Spannung zu stoppen. Für einen kurzen Moment wird es ruhiger. Genau darin liegt die Funktion. Und genau deshalb wird dieses Verhalten oft missverstanden. Es geht nicht um Schmerz, sondern um Entlastung.

Für Eltern ist das kaum auszuhalten.
Angst taucht auf. Kontrollimpulse auch.
Sätze wie:
Bitte hör auf!
Warum tust du das?
Versprich mir, dass du es lässt!
Sind verständlich, erhöhen jedoch häufig den inneren Druck.

Selbstverletzung ist kein Thema von Aufmerksamkeit. Es ist ein Zeichen von Überforderung. Gefühle sind zu stark. Worte fehlen. Andere Wege der Regulation stehen noch nicht zur Verfügung. Das Verhalten erfüllt eine Aufgabe, auch wenn es von außen schwer zu verstehen ist.

Was jetzt hilft, ist Beziehung. Du bleibst ruhig und ansprechbar. Du sprichst aus, was du wahrnimmst: Ich mache mir Sorgen. Ich möchte verstehen, was in dir los ist. Du hörst zu, ohne sofort zu bewerten oder Lösungen zu liefern. Du vermeidest Drohungen und Dauerüberwachung. Sicherheit entsteht durch Verlässlichkeit, nicht durch Kontrolle.

Und wichtig. Du musst das nicht allein tragen. Unterstützung zu holen ist kein Versagen. Es ist ein Schritt in Richtung Entlastung für alle Beteiligten.

Bei Kasus Knaxus begleiten wir Jugendliche und Eltern in solchen Situationen. Mit Ruhe, Struktur und einem klaren Blick auf das, was entlastet. Wenn du Unterstützung suchst, melde dich gern bei uns.





Aktuell wird darüber diskutiert, das Recht auf Teilzeitarbeit einzuschränken. Vor allem aus Teilen der CDU. Teilzeit wir...
28/01/2026

Aktuell wird darüber diskutiert, das Recht auf Teilzeitarbeit einzuschränken. Vor allem aus Teilen der CDU. Teilzeit wird dort als Bremsklotz beschrieben. Als etwas, das man sich angesichts von Fachkräftemangel nicht leisten könne. Diese Sicht blendet die Realität sozialer Arbeit weitgehend aus.

Gerade in der Jugendhilfe arbeiten viele Fachkräfte in Teilzeit, weil sie sonst nicht bleiben würden. Eine Fachkraft begleitet eine Familie über Monate. Sie hört Gewaltgeschichten. Sie moderiert eskalierte Elternkonflikte. Sie trägt Schutzaufträge. Sie übernimmt Verantwortung für Einschätzungen, die über Sicherheit und Gefährdung entscheiden. Diese Arbeit endet nicht mit dem Termin. Sie geht mit nach Hause. Teilzeit sorgt dafür, dass diese Verantwortung getragen werden kann, ohne dass Menschen ausbrennen oder aussteigen.

Die Termine liegen häufig am Nachmittag oder frühen Abend. Dann, wenn Familien erreichbar sind. Diese Begleitung funktioniert auch nur, weil Teams mit unterschiedlichen Stundenmodellen arbeiten. Ohne Teilzeit gäbe es diese Zeitfenster nicht. Hilfen würden an den Lebensrealitäten der Familien vorbeigehen.

Viele Fachkräfte bleiben auch nur deshalb im Beruf, weil Teilzeit möglich ist. Nach der eigenen Elternzeit. Mit Pflegeverantwortung. Parallel zu Weiterbildungen. Wird das Teilzeitrecht eingeschränkt, gehen genau diese Menschen verloren. Nicht theoretisch, sondern ganz konkret.

Die politische Debatte tut so, als ließe sich die Arbeitszeit einfach erhöhen. Mehr Stunden gleich mehr Wirkung. So funktioniert aber die soziale Arbeit nicht. Sie lebt von Belastbarkeit, Klarheit und Kontinuität. Teilzeit ist dafür kein Luxus, sondern eine Voraussetzung.

Wenn Teilzeit eingeschränkt wird, hat das Folgen. Weniger Fachkräfte. Mehr Abbrüche. Weniger Stabilität für Kinder und Familien.

Bei Kasus Knaxus arbeiten wir täglich mit diesen Realitäten. Wir wissen, wie wichtig tragfähige Arbeitsmodelle sind, damit Hilfe verlässlich bleibt.

Wenn auch DU in Teilzeit mit Familien arbeiten möchtest, melde dich gerne bei uns.





Wenn ein Elternteil psychisch erkrankt, verändert sich das Familienleben oft schleichend. Nicht alles bricht auf einmal ...
21/01/2026

Wenn ein Elternteil psychisch erkrankt, verändert sich das Familienleben oft schleichend. Nicht alles bricht auf einmal zusammen. Aber vieles wird instabil. Stimmung schwankt. Energie fehlt. Absprachen halten nicht mehr zuverlässig. Kinder spüren das sehr früh, lange bevor Worte dafür gefunden werden.

Viele Kinder reagieren darauf mit Anpassung. Sie achten auf Stimmungen, übernehmen Aufgaben, halten Abläufe aufrecht, vermitteln zwischen Erwachsenen. Nicht, weil sie das sollen. Sondern weil sie merken, dass es sonst niemand tut. Diese Form von Verantwortung ist meist leise. Sie fällt selten auf. Nach außen wirken diese Kinder oft reif, vernünftig oder besonders hilfsbereit.

Was dabei leicht übersehen wird: Diese Kinder tragen dauerhaft Dinge, die eigentlich Erwachsene tragen müssten. Sie stellen eigene Bedürfnisse zurück, haben Schuldgefühle, wenn sie unbeschwert sind, und verlieren Stück für Stück den Raum, einfach Kind zu sein. Das kostet Kraft. Und es bleibt nicht ohne Folgen.

Bei unserer Arbeit mit Familien begegnen wir genau diesen Dynamiken. Wir schauen gemeinsam hin, wo Verantwortung verrutscht ist, was Kinder gerade tragen und was sie entlastet. Es geht darum, Klarheit zu schaffen, Erwachsene wieder in ihre Rolle zu bringen und Kindern Sicherheit zurückzugeben. Damit sie nicht funktionieren müssen, sondern sich wieder orientieren, spielen, ausprobieren und entwickeln dürfen.





2025 war kein leichtes Jahr. Es war voll. Bewegend. Herausfordernd. Und sehr menschlich.Wir sind gewachsen. Als Unterneh...
31/12/2025

2025 war kein leichtes Jahr. Es war voll. Bewegend. Herausfordernd. Und sehr menschlich.

Wir sind gewachsen. Als Unternehmen. Als Team. Als Menschen. Mit Kasus Knaxus und Mindsetloft haben sich zwei Arbeitsfelder weiterentwickelt, die eines gemeinsam haben. Sie stellen den Menschen in den Mittelpunkt. Nicht als Fall. Nicht als Thema. Sondern als Mensch mit Geschichte, Verantwortung und Würde.

Bei Kasus Knaxus arbeiten wir mit Familien, Kindern und Jugendlichen dort, wo Unterstützung wirklich gebraucht wird. Mitten im Alltag. In angespannten Situationen. In Momenten, in denen Eltern nicht mehr weiterwissen. In Lebenslagen, in denen Kinder Schutz brauchen. Wir arbeiten beziehungsorientiert, fachlich fundiert und mit einem klaren Blick für das Wohl der Kinder. Diese Arbeit fordert viel. Sie trägt viel. Und sie macht Sinn.

Mindsetloft ist ein anderer Rahmen. Ruhiger. Persönlicher. Hier kommen Einzelpersonen, Paare und Fachkräfte an, die Veränderung suchen. Die merken, dass es so nicht weitergeht. Coaching und Supervision heißen hier nicht, sich zu optimieren oder besser zu funktionieren. Es geht um Verstehen. Um Sortieren. Um neue Perspektiven. Um das eigene Erleben ernst zu nehmen. Diese Gespräche sind oft sehr intensiv. Und genau darin liegt ihre Kraft.

Beide Arbeitsfelder leben von Menschen, die Verantwortung übernehmen. Von einem Team, das fachlich stark ist und menschlich verbunden bleibt. Von Kolleginnen und Kollegen, die hinschauen, mitdenken und auch dann bleiben, wenn es anspruchsvoll wird. Dafür sind wir sehr dankbar. Und für die Familien, Kinder und Einzelpersonen, die uns ihr Vertrauen schenken. Ebenso für unsere eigene Familie, die diesen Weg mitträgt.

2026 liegt vor uns. Wir haben viel vor. Wir wollen weiter wachsen. Unsere Arbeit vertiefen. Strukturen stärken. Haltung bewahren. Für Familien. Für Kinder. Für Menschen, die Unterstützung suchen.

Wir gehen in dieses Jahr mit Respekt vor dem, was kommt. Mit Zuversicht. Und mit dem festen Willen, weiter gute Arbeit mit Menschen für Menschen zu machen.

Danke für euer Vertrauen.
Wir sind auch 2026 da❣️

Es gibt Situationen, in denen Eltern Angst vor ihrem eigenen Kind haben. Nicht nur vor verletzenden Worten oder eskalier...
17/12/2025

Es gibt Situationen, in denen Eltern Angst vor ihrem eigenen Kind haben. Nicht nur vor verletzenden Worten oder eskalierenden Diskussionen, sondern auch vor körperlicher Gewalt. Ein Blick, der kippt. Ein Körper, der sich anspannt. Ein Moment, in dem du nicht weißt, wie weit es geht. Viele Eltern schämen sich für diese Angst, dabei zeigt sie, wie groß die Belastung geworden ist und wie sehr sie versuchen, den Alltag noch zu halten und klarzukommen.

Solches Verhalten entsteht oft wenn etwas überläuft. Wenn Wut, Stress oder Enttäuschung keinen Weg mehr finden. Wenn Jugendliche oder Kinder sich machtlos fühlen, wenn sie sich nicht verstanden werden oder wenn der Druck über Wochen gewachsen ist. Gewalt oder Drohgebärden sind dann oft ein Ausdruck innerer Not. Sie richten sich nicht gegen die Eltern als Menschen, sondern gegen eine Situation, die zu groß und komplex geworden ist.

Gerade dann brauchen Eltern Klarheit und Grenzen. Grenzen sind kein "fallen lassen". Sie sind Schutz. Sie zeigen Kindern, dass Erwachsene Verantwortung übernehmen und dass es Regeln gibt, die Sicherheit schaffen. Trotzdem reicht es nicht, nur Grenzen zu setzen. Es braucht auch den Blick hinter das Verhalten. Was hat dein Kind so weit gebracht? Welche Konflikte hat es? Welche Angst oder Hilflosigkeit liegt darunter? Wenn Eltern diesen Kern erkennen, entsteht ein anderer Zugang, der wieder Beziehung ermöglicht.

Für Veränderung braucht es oft Unterstützung. Niemand muss solche Momente allein überstehen. Bei Kasus Knaxus begleiten wir Familien dabei, Eskalationen zu verstehen, Muster aufzubrechen und Wege zu finden, die allen wieder mehr Stabilität geben.

Wie nimmst du dieses Thema in deinem Umfeld wahr?
Lass es uns wissen!










Radikalisierung passiert nicht über Nacht. Sie beginnt oft dort, wo Jugendliche sich verloren fühlen. Wenn Wut keinen Au...
10/12/2025

Radikalisierung passiert nicht über Nacht. Sie beginnt oft dort, wo Jugendliche sich verloren fühlen. Wenn Wut keinen Ausdruck findet, wenn Unsicherheit zu groß ist, wenn sie das Gefühl haben, unsichtbar zu sein. Rechte Szenen greifen genau diese Momente auf. Sie geben klare Regeln, einfache Erklärungen und ein Wir-Gefühl, das sich anfangs nach Orientierung anfühlt.

Viele Eltern merken zuerst kleine Veränderungen. Härtere Sprache. Abwertung anderer. Ein Kind, das sich mehr zurückzieht oder plötzlich „starke“ Vorbilder anhimmelt. In Gesprächen tauchen Sätze auf, die nicht zu dem bisherigen Denken passen. Online entstehen Kontakte, die man schwer einschätzen kann.

Wichtig ist, nicht sofort in Konfrontation zu gehen. Jugendliche steigen nicht aus Ideologie ein, sondern aus Bedürfnis. Wenn du verstehst, welches Gefühl die Szene ersetzt, findest du den Zugang. Halt. Anerkennung. Ordnung. Zugehörigkeit. Genau dort liegt der Schlüssel.

Gemeinsame Gespräche, echte Interesse an ihrer inneren Welt und klare Haltung gegen menschenfeindliche Inhalte schaffen einen Rahmen, in dem Jugendliche wieder denken und fühlen dürfen, ohne abgewertet zu werden. Nur so entsteht der Boden, auf dem sie sich von extremen Gruppen lösen können.

Bei Kasus Knaxus begleiten wir Familien und Fachkräfte dabei, Warnsignale früh zu erkennen und Jugendliche wieder an sichere, tragfähige Beziehungen anzubinden.

Und klar ist für uns auch, dass rechte Ideologien in unserer Arbeit keinen Platz haben, weil wir Jugendliche in einem Umfeld stärken, das auf Respekt, Sicherheit und Menschlichkeit basiert.










Wenn Schule, Hobbys und Freunde peu à peu an Bedeutung verlieren, das Handy aber unverzichtbar ist, gerät das Gleichgewi...
05/12/2025

Wenn Schule, Hobbys und Freunde peu à peu an Bedeutung verlieren, das Handy aber unverzichtbar ist, gerät das Gleichgewicht durcheinander. Viele Eltern erleben dann ein Kind, das kaum noch ansprechbar ist, dauernd „nur kurz“ weiterschauen will und mit Wut oder Verzweiflung reagiert, wenn das Gerät weggelegt werden soll.

Fachlich spricht man von problematischer oder süchtiger Mediennutzung, wenn drei Dinge zusammenkommen: Das Kind verliert die Kontrolle über die Nutzungszeit, es vernachlässigt Schule, Schlaf und soziale Kontakte und macht trotzdem weiter, obwohl es ihm sichtbar schadet. Oft kommen Reizbarkeit, Rückzug und körperliche Beschwerden wie Müdigkeit dazu.

Wichtig ist, dahinter nicht „Ungehorsam“ zu sehen, sondern einen Versuch, mit innerem Stress umzugehen. Digitale Welten geben sofort Belohnung, Zugehörigkeit und Ablenkung. Wenn ein Kind sich in der Schule überfordert fühlt, soziale Unsicherheit erlebt oder sein Selbstwert angeschlagen ist, bietet das Handy schnelle Entlastung, allerdings mit hohen Nebenwirkungen.

Ein Anfang kann sein, nicht nur zu fragen, wie viele Stunden es am Handy ist, sondern was dein Kind dort sucht. Anerkennung, Ruhe, Abenteuer, Zugehörigkeit. Dann lassen sich Regeln entwickeln, die halten: klare Zeiten, gemeinsame bildschirmfreie Phasen, Interesse an der Onlinewelt des Kindes und Alternativen, in denen es sich außerhalb des Screens stark und verbunden erlebt.

Bei Kasus Knaxus begleiten wir Familien genau in solchen Situationen und suchen gemeinsam Wege, wie Mediennutzung wieder gesund und entlastend werden kann.

Wie erlebst du das Thema bei euch zu Hause?
Kommt dir etwas davon bekannt vor?
Schreib gerne in die Kommentare.










Wenn ein Kind nicht mehr in die Schule kann, liegt die Ursache selten in einer einzigen Situation. Oft entsteht Schulver...
26/11/2025

Wenn ein Kind nicht mehr in die Schule kann, liegt die Ursache selten in einer einzigen Situation. Oft entsteht Schulverweigerung aus mehreren Belastungen, die sich über Wochen oder Monate aufbauen. Leistungsdruck, Angst vor Bewertungen, Mobbingerfahrungen, soziale Unsicherheiten, Überforderung, ungelöste Konflikte, eine sensible Stressregulation, psychische Belastungen, familiäre Spannungen oder ein fehlendes Gefühl von Sicherheit im Schulalltag. Viele Kinder halten das lange still aus, bis es nicht mehr geht.

Für Eltern zeigt sich das oft im Kleinen. Bauchschmerzen am Morgen. Gereiztheit. Tränen, die „wegen nichts“ kommen. Ein Kind, das abends nicht einschlafen kann oder morgens nicht aufstehen will. Für Fachkräfte wird sichtbar, wie ein Kind innerlich abbaut, obwohl es sich viel Mühe gibt, nicht aufzufallen.

Wichtig ist zu verstehen, dass Schulverweigerung ein Schutzversuch ist. Kinder wollen nicht versagen oder provozieren. Sie versuchen, etwas auszuhalten, das größer ist als ihre aktuellen Möglichkeiten. Das Fernbleiben schafft kurzfristig Entlastung, aber die Ursache bleibt bestehen. Genau dort muss angesetzt werden.

Ein hilfreicher Einstieg ist, gemeinsam zu schauen, wovor das Kind sich gerade schützt. Welche Situationen machen Stress. Was überfordert. Welche Erwartungen wirken zu schwer. Welche sozialen Erfahrungen tun weh. Und was würde das Kind brauchen, um überhaupt wieder Mut zu fassen.

Lösungswege entstehen, wenn Schule, Eltern und Fachkräfte nicht gegeneinander arbeiten, sondern miteinander. Klare Absprachen, kleine Schritte, verlässliche Bezugspersonen, ein sicherer Rahmen und ein Wiedereinstieg, der nicht überfordert. Nicht Druck, sondern Orientierung.

Viele Familien stehen mit diesem Thema nicht allein da. Bei Kasus Knaxus unterstützen wir Kinder und Jugendliche dabei, Belastungen zu verstehen, Ressourcen aufzubauen und Wege zurück in einen stabilen Alltag zu finden.
Melde ich gerne, wenn du Hilfe brauchst.










Es gibt Kinder und Jugendliche, die wirken unauffällig, höflich, leistungsstark. Viele davon tragen aber eine Realität, ...
19/11/2025

Es gibt Kinder und Jugendliche, die wirken unauffällig, höflich, leistungsstark. Viele davon tragen aber eine Realität, die niemand sieht. Sie wachen in Alarmbereitschaft auf und schlafen mit angespanntem Körper ein. Manche schützen Geschwister, manche halten Konflikte klein und manche tragen Verantwortung, die viel zu groß für ihr Alter ist.

Häusliche Gewalt zeigt sich selten laut. Sie versteckt sich in Blicken, in angespannten Körperhaltungen, in übertriebenem Verantwortungsgefühl. Manche schützen jüngere Geschwister. Manche schützen den „guten Ruf“ der Familie. Manche beschützen sich selbst, indem sie möglichst unauffällig werden. Diese Schutzleistungen sind beeindruckend, aber sie sind viel zu groß für ein junges Nervensystem.

Bei Kasus Knaxus begegnen wir vielen dieser Geschichten. Wir bieten Kinder und Jugendcoaching, systemische Einzel und Familiengespräche sowie Hilfen nach SGB VIII. Wir geben Orientierung, wo Chaos entsteht, und Stabilität, wo Unsicherheit dominiert. Jugendliche finden bei uns Menschen, die zuhören, ohne Druck. Eltern finden Unterstützung, wenn sie mit der Situation überfordert sind. Und Familien bekommen Begleitung, wenn Gewalt das Zusammenleben prägt.

Unser Team steht Familien und Fachkräften in belastenden Situationen zur Seite und bieten verlässliche Unterstützung vor Ort.










Gewalt auf dem Schulhof ist Alltag. Viele Lehrkräfte erleben bei den Schülern Beleidigungen, Drohungen und körperliche Ü...
12/11/2025

Gewalt auf dem Schulhof ist Alltag. Viele Lehrkräfte erleben bei den Schülern Beleidigungen, Drohungen und körperliche Übergriffe. Gespräche mit Jugendlichen zeigen, wie viel Frust, Angst und Orientierungslosigkeit dahinter steckt. Nach Jahren sozialer Unsicherheit haben viele Kinder verlernt, ihre Gefühle zu steuern. Statt Worte zu finden, greifen sie zu Taten.

Gewalt ist selten Ausdruck von Bösartigkeit. Meist steckt dahinter z.B. ein Gefühl von Ohnmacht oder Einsamkeit. Kinder, die sich machtlos fühlen, wollen Kontrolle. Kinder, die sich ausgeschlossen fühlen, wollen dazugehören. Notfalls auch durch Provokation. Schule wird dann zum Spiegel dessen, was im Umfeld und in Familien ungelöst bleibt.

Wenn Erwachsene nur bestrafen, verlagert sich das Problem. Veränderung braucht Beziehung, Verlässlichkeit und klare Haltung. Kinder brauchen Erwachsene, die Grenzen halten und Sicherheit geben. Gewaltprävention beginnt dort, wo Kinder gesehen werden und ihre Bedürfnisse ernst genommen werden.

Kasus Knaxus unterstützt Familien, Kinder und Schulen mit systemischer Kinder- und Jugendtherapie, Familienhilfe nach SGB VIII und präventiven Angeboten im Kinderschutz. Gemeinsam mit Fachkräften und Eltern arbeiten wir daran, dass Kinder wieder Sicherheit, Orientierung und Vertrauen erleben können.










Adresse

Kirchstrasse 13
Erkelenz
41812

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Unsere Motivation

Hinter jedem Unternehmen steht eine Geschichte. Geprägt von Emotionen, Visionen und Tatendrang, entwickelte sich der Prozess der Namensfindung und der dahinter liegenden Botschaft von "Kasus Knaxus - Raum für Systemische Arbeit". Hilfen für Familien, Jugendliche und Institutionen sollten Ihren Platz finden. 2018 wurde das Unternehmen von Tanja Hurtmann gegründet, die Unternehmerin arbeitet in freiberuflicher Tätigkeit als Therapeutin, Coachin und Teamentwicklerin sowie als Bereichsleitung in der stationären Jugendhilfe. Ziel war und ist es, alle erforderlichen Hilfen und Angebote professionell und auf den Punkt gebracht anbieten zu können.

Das Kasus Knaxus - Netzwerk arbeitet in Kooperation nur mit qualifizierten und erfahrenen Fachkräften aus unterschiedlichen Bereichen und Professionen.. Das Netzwerk aus Freiberuflern besteht - neben der Inhaberin Tanja Hurtmann –

aus Familientherapeuten, Erziehern, Diplom Sozialarbeitern, Pädagogen, Psychologen, Trainern, Heilpraktikern und fachlich Qualifizierten.

In unserem Leitbild gehen wir von der humanistischen Grundhaltung aus, dass jeder Mensch einzigartig und gleichwertig ist. Lebenskrisen verstehen wir als Chance zur Weiterentwicklung und als Hinweis auf Themen, die nach Veränderung drängen. Das Meistern von Lebenskrisen stärkt und schafft Mut für den nächsten Schritt. Dadurch wird der Weg frei für neue Blickwinkel und Alternativen, damit das System wieder funktionieren kann.