17/02/2026
Neue Publikation:
🧠Virusspezifische T-Zellen und Reaktion auf Checkpoint-Inhibitoren bei progressiver multifokaler Leukenzephalopathie
🧠Warum wurde diese Studie gemacht?
Die progressive multifokale Leukenzephalopathie ist eine lebensbedrohliche demyelinisierende Erkrankung, die durch eine Reaktivierung des JC-Virus (JCV) bei immungeschwächten Patienten verursacht wird. Obwohl Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICIs) therapeutisches Potenzial zeigen, sind die Ansprechraten bei PML variabel und es fehlen prädiktive Biomarker.
🧠Fragestellung
Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein von JC-Virus- und/oder BK-Virus-spezifischen T-Zellen im Blut vor Behandlungsbeginn und der Wirksamkeit von Immun-Checkpoint-Inhibitoren bei progressiver multifokaler Leukenzephalopathie?
🧠Was ist das Studienergebnis?
In diese Studie wurden 111 PML-Patienten, die mit ICIs behandelt wurden, eingefasst. In dieser Kohorte zeigten Patienten mit nachweisbaren virusspezifischen T-Zellen (n = 21) signifikant höhere Ansprechraten und ein längeres Überleben als sowohl T-Zell-negative Patienten (n = 22) als auch Patienten mit unbekanntem T-Zell-Status (n = 68).
🧠Was bedeutet das?
Diese Ergebnisse legen nahe, dass funktionelle virusspezifische T-Zellen als Marker einer präexistenten antiviralen Immunität mit besseren klinischen Ergebnissen und geringerer Toxizität bei PML-Patienten unter ICI-Therapie assoziiert sein könnten.
Hier der Link zur englischen Veröffentlichung:
https://jamanetwork.com/journals/jamaneurology/fullarticle/2843887 via Neurology