26/04/2026
Offene Gartenteiche sind eine der tödlichsten und unsichtbarsten Fallen für Wildtiere in Deutschland. Jedes Jahr sterben Zehntausende Igel, Frösche, Enten-Küken und Kleinsäuger in Gartenteichen, aus denen sie nicht mehr herausklettern können.
WARUM DER GARTENTEICH ZUR FALLE WIRD:
Ein Gartenteich mit steilen, glatten Steinwänden oder senkrechten Teichfolienkanten ist für alles, was hineinfällt, eine Todesfalle. Igel können schwimmen — das ist bekannt. Was weniger bekannt ist: Igel können nicht aus glatten Wänden heraussteigen. Sie schwimmen, bis sie zu erschöpft sind, und ertrinken. Ein Igel, der um drei Uhr morgens auf Schneckensuche in den Teich fällt, ist bis zum Morgengrauen tot.
Erdkröten und Grasfrösche fallen im Frühjahr in Teiche, die keinen flachen Eingang haben. Jungvögel — Amseln, Rotkehlchen, Spatzen — landen beim ersten Flugversuch auf der Wasseroberfläche und können nicht abheben. Entenmütter führen ihre Küken in Teiche, aus denen die Küken nicht heraus können, wenn der Rand zu steil ist.
Ein Teich ohne Ausstieg ist kein Naturerlebnis. Er ist ein Endpunkt.
DIE EINFACHSTE LÖSUNG DER WELT:
Ein Brett. Ein flaches, rauhes Brett, das vom Teichboden bis über den Rand ragt — schräg, mit einem Winkel, bei dem jedes Tier mit Beinen hinaufklettern kann. Nichts weiter. Keine Befestigung, keine Werkzeuge, kein Material ausser einem Holzstück.
Alternativ:
Steine aufschichten — flache Steine aus dem Beet, in einer Ecke des Teichs gestapelt, bis sie über die Wasseroberfläche ragen. Eine raue Oberfläche, die jede Kröte, jeder Igel, jedes Küken besteigen kann.
Teichfolie mit rauer Matte abdecken — Kokosmatte oder Jutesäcke an der Schräge befestigt, damit die Folie Halt gibt.
Eine flache Einlaufzone anlegen — eine Seite des Teichs mit Kies oder Schotter auf Wasserhöhe abflachen. Tiere können dort stehen, trinken und wieder hinausgehen.
Einmal pro Woche kontrollieren — besonders im März bis Mai und im August bis Oktober, wenn Igel und Amphibien am aktivsten sind. 🐸🏠🕳️🔧