21/03/2026
Die in diesem Video gezeigten Manipulationstechniken lassen sich neurophysiologisch insbesondere über segmentale und supraspinale Mechanismen erklären.
Im Zentrum steht die Beeinflussung der α-Motoneurone als direkte Efferenzen zur quergestreiften Muskulatur sowie der γ-Motoneurone, die die Sensitivität der Muskelspindeln regulieren.
Durch gezielte mechanische Reize (High-Velocity-Impulse) kommt es zu einer kurzfristigen Veränderung der afferenten Aktivität aus Muskel- und Sehnenrezeptoren (v. a. Ia- und Ib-Afferenzen).
Diese Afferenzen wirken auf spinaler Ebene über Interneurone inhibitorisch auf die α-Motoneuron-Aktivität und können so eine Tonusreduktion der betroffenen Muskulatur bewirken.
Zusätzlich sind Einflüsse auf das vegetative Nervensystem, insbesondere den Sympathikus, anzunehmen. Über segmentale Verschaltungen und zentrale Integrationszentren (u. a. Hirnstamm, Formatio reticularis) kann es zu einer Modulation sympathischer Aktivität kommen, was sich unter anderem in einer veränderten Muskelspannung, Durchblutung und Gewebsperfusion widerspiegelt.
Die Wirkung ist somit weniger als rein mechanische „Reposition“, sondern vielmehr als neurophysiologische Regulation im Sinne einer afferent-efferenten Neuromodulation zu verstehen.
Technikvideo:
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