17/01/2026
Das (Frazier) Free Water Protocol – sinnvoller Baustein oder unnötiges Risiko?
Das Free Water Protocol wird seit Jahren kontrovers diskutiert:
Ausgewählten Patient:innen mit Dysphagie wird erlaubt, reines Wasser zwischen den Mahlzeiten zu trinken – unter klar definierten Bedingungen wie konsequenter Mundhygiene und zeitlichem Abstand zu den Mahlzeiten.
Die Studienlage deutet darauf hin, dass bei strenger Indikationsstellung keine erhöhte Pneumonie-Rate zu erwarten ist, gleichzeitig werden Hydration und Lebensqualität als potenzielle Vorteile beschrieben.
In der Praxis bleiben dennoch Fragen offen:
-Ist das Protokoll auch ambulant verantwortbar?
-Wie streng müssen FEES-basierte Ausschlusskriterien sein?
-Wie realistisch ist die Umsetzung der Mundhygiene im Alltag?
-Wo liegt die Grenze zwischen Risikoabsicherung und Überreglementierung?
Mich interessiert Eure fachliche Meinung: Nutzt Ihr das Free Water Protocol bereits – oder lehnt Ihr es bewusst ab?
Welche Erfahrungen, Bedenken oder positiven Effekte habt Ihr beobachtet?
Ich freue mich auf einen sachlichen, fachlichen Austausch.