06/02/2026
Heute, am 6. Februar, ist der Internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM).
Weltweit leben rund 230 Millionen Frauen und Mädchen mit weiblicher Genitalbeschneidung. Auch in Deutschland sind schätzungsweise 104.000 Frauen und Mädchen betroffen.
FGM umfasst die teilweise oder vollständige Entfernung der Klitoris und/oder V***a und kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.
Akute Komplikationen können unter anderem sein:
– starke Schmerzen
– Blutverlust
– Fieber
– Infektionen
– Probleme beim Wasserlassen
– Schock und lebensbedrohliche Zustände
Langfristige Komplikationen umfassen häufig:
– chronische Infektionen
– Abszesse und Zysten
– Schmerzen bei der Menstruation
– Probleme bei Sexualität und Wasserlassen
– chronische Schmerzen im Bereich der V***a
– psychische Begleiterkrankungen
– Komplikationen in Schwangerschaft und Geburt
An der Uniklinik Freiburg unterstützt das Freiburger Zentrum für Frauen mit Genitalbeschneidung seit 2019 betroffene Frauen durch medizinische Versorgung, Beratung und Begleitung. Seit 2023 ist es Teil der zentralen Anlaufstelle für FGM in Baden-Württemberg. �
Zudem besteht für bereits beschnittene Frauen die Möglichkeit einer rekonstruktiven Operation, die Form und Funktion von Klitoris und V***a wiederherstellen kann.
FGM ist eine schwere Menschenrechtsverletzung – und Betroffene brauchen weltweit mehr Schutz, Zugang zu Versorgung und Unterstützung.