17/02/2015
Behandlungskriterien
Bei der Gesichtsaugmentation gibt es viele Kriterien, auf die geachtet werden muss, damit es zu dem individuell bestmöglichsten Ergebnis kommt.
So verändern sich während des Alterungsprozesses die Bindegewebs- und Fettanteile in verschiedenen Regionen des Gesichts unterschiedlich. Es ist von größter Wichtigkeit ein ausführliches Vorgespräch mit Untersuchung zu führen.
Doch auch die Auswahl des Füllmaterials ist ein wichtiger Faktor in der Vorbesprechung. Aufgrund der geringen Einschränkungen gibt es über 200 Füllmaterialien, die sich jedoch in Verträglichkeit und Wirksamkeit stark unterscheiden. Ursprung, Effektdauer, Abbauverhalten, Injektionstiefe und Risikoprofil sind die wichtigsten Unterscheidungskriterien.
So gibt es Substanzen, die lange anhalten und welche, die sich rascher abbauen. Lang anhaltende Füllmaterialien sind in den seltensten Fällen zu empfehlen, da es hier zu zwei Dritteln der Komplikationen kommt und diese aufgrund der langen Effektdauer sehr schwer, bis nicht zu beheben sind.
Möchte man dieses Risiko umgehen, sind abbaubare Substanzen die bessere Wahl. Sie sind leichter verträglich und preiswerter, auch wenn die Behandlung meist nach 4 bis 18 Monaten – je nach Füllmaterial – wiederholt werden sollte. Nicht zuletzt deshalb, weil das Gesicht sich permanent verändert und eine einmalige Behandlung mit dauerhaft wirkenden Substanzen die Faltenfreiheit nicht über mehrere Jahre hinweg garantiert, ist der Einsatz von abbaubaren Füllern der Klügere.