26/01/2026
RESILIENZ
Das Leben schenkt dir jeden Tag neu – manche hell, manche dunkel und schwer. Und deine Aufgabe ist es, aus jedem Tag etwas zu machen, das für dich Sinn ergibt.
Dies darf dich daran erinnern, dass du im Leben nicht alles unter Kontrolle haben kannst.
Natürlich kannst du einiges lenken. Sagen wir lieber: beeinflussen.
Aber wie sich die Dinge am Ende entwickeln … das liegt oft jenseits deines Einflussbereichs.
Also … dein Job ist es, aus jedem Tag, den das Leben dir gibt – egal wie er aussieht – das Beste zu machen.
Und dazu gehört auch, dass du damit umgehen kannst, wenn dir das Leben einen dieser richtig miesen Tage hinlegt:
Die Ich-Wurde-Verlassen-Tage.
Die Verlust-Tage.
Die „Ich weiß nicht weiter“-Tage.
Solche Momente gehören einfach manchmal dazu.
Und bei all diesen Dingen kommt unsere Resilienz ins Spiel. Unsere innere Stärke.
Aber lass uns zuerst über ein Missverständnis reden.
Denn das größte Missverständnis über Resilienz ist:
dass dich dann nichts mehr umhauen kann.
Dass du wie ein Fels in der Brandung stehst, während um dich herum alles zusammenbricht.
Dass du zum emotionalen Superhelden wirst, dem nichts mehr etwas anhaben kann.
Aber so funktioniert Resilienz nicht.
Resilienz bedeutet NICHT, dass dich nichts mehr trifft.
Resilienz bedeutet, dass du schneller wieder aufstehst, wenn dir das Leben einen Schlag in den Nacken gegeben hat.
Dass du nach dem Sturz nicht liegen bleibst und dich von deinen eigenen trüben Gedanken zermalmen lässt.
Resilient sein heißt: Du spürst den Schmerz. Du fühlst die Enttäuschung. Du erlebst die Trauer.
Aber du erstarrst nicht darin. Du lässt dich davon nicht auffressen.
Du bleibst bei dir. Du bleibst beweglich.
Das ist der Kern: Flexibilität.
Resiliente Menschen sind nicht hart wie Stein. Sie sind biegsam wie eine Weide im Sturm.
Sie lassen sich vom Leben durchschütteln, ohne zu zerbrechen.
Warum?
Weil sie verstanden haben: Das Leben läuft nicht nach Plan.
Und wenn du dich an einen einzigen Plan klammerst, zerbrichst du, sobald dieser Plan zusammenkracht.
Flexibilität bedeutet: Du kannst umschwenken. Du kannst neue Wege finden. Du kannst sagen:
„Okay, das hier funktioniert nicht. Was kann ich stattdessen versuchen?“
Ohne dabei dein ganzes Selbstwertgefühl an den Misserfolg zu koppeln.
Aber Flexibilität allein reicht nicht.
Du brauchst auch Hoffnung.
Nicht die naive „Alles wird gut“-Hoffnung.
Sondern die stille, tiefe Gewissheit: Ich werde einen Weg finden.
Diese Art von Hoffnung ist kein Wunschdenken.
Sie ist ein Commitment an dich selbst.
Du sagst dir:
„Ich weiß noch nicht, wie. Ich weiß nicht, wann. Aber ich werde damit zurechtkommen. Ich werde es irgendwie hinbekommen.“
Und eines ist wichtig zu begreifen:
Resilienz ist keine Eigenschaft, die du entweder hast oder nicht.
Sie ist eine Fähigkeit, die du trainierst.
Indem du auf achtsame Art deine Flexibilität, dein Vertrauen und deine Hoffnung stärkst – auf einem Fundament von Selbstmitgefühl.
Und wenn du das trainierst, merkst du es relativ schnell im Alltag.
Dann bleibst du bei Kleinigkeiten ruhig, die dich vorher aufgeregt haben.
Du erkennst sofort: Das ist kein echter Sturm. Das ist nur ein Windhauch, den ich früher zu einem Drama aufgeblasen habe.
Das ist innere Stärke.
Und diese innere Stärke ist vielleicht das beste Investment, das du je machen kannst.
Weil sie dir niemand nehmen kann.
Weil sie mit dir wächst, mit jedem Sturm, den du durchstehst.
Ja, das Leben wird dir weiterhin Tage schenken – leichte und schwere.
Deine Aufgabe bleibt dieselbe: das Beste aus jedem einzelnen zu machen.
Und mit jedem Mal, wo dir das gelingt, wirst du ein wenig stärker.
Ein bisschen resilienter.
Ein bisschen mehr du selbst.
Alles Gute für dich💚