01/01/2026
✨ Urwunden der Weiblichkeit ✨
Die Urwunden der Weiblichkeit sind kollektive, über Generationen weitergegebene Verletzungen.
Sie entstanden nicht im Einzelnen – sondern im Erleben vieler Frauen, deren Erfahrungen sich im Feld, im Körper und in den Ahnenlinien gespeichert haben.
Die wichtigsten Urwunden:
🌑 Die Wunde der Unterdrückung
→ Nicht sprechen dürfen. Nicht entscheiden dürfen.
→ Weibliche Weisheit wurde kontrolliert, verurteilt oder ausgelöscht.
→ Im Körper heute spürbar als: Enge im Hals, Zweifel an der eigenen Wahrheit.
🌑 Die Wunde der Anpassung
→ Geliebt werden nur, wenn du gefällig bist.
→ Weiblichkeit musste weich, still, dienend sein.
→ Im Körper heute: chronische Erschöpfung, Selbstverleugnung, People-Pleasing.
🌑 Die Wunde der Gewalt
→ Körperliche, emotionale und sexuelle Grenzverletzungen.
→ Nicht nur individuell, sondern kollektiv erlebt.
→ Im Körper gespeichert als Dissoziation, Scham, Taubheit oder Überkontrolle.
🌑 Die Wunde des Verlusts
→ Kinder verlieren. Männer verlieren. Freiheit verlieren.
→ Frauen mussten weiterleben, funktionieren, tragen.
→ Im Körper heute: tiefe Traurigkeit, Angst vor Bindung oder Verlust.
🌑 Die Wunde der Spaltung
→ Trennung von Körper und Seele, von Sexualität und Spiritualität.
→ Weibliche Kraft wurde entweder sexualisiert oder verteufelt.
→ Im Körper: Unsicherheit im eigenen Begehren, Schuldgefühle, innere Zerrissenheit.
🕯 Ahnische Dimension:
Viele dieser Wunden sind nicht persönlich entstanden.
Dein Körper erinnert sich an das, was deine Ahninnen nicht verarbeiten durften.
🌿 Heilung beginnt, wenn du anerkennst:
„Diese Wunde gehört zur Geschichte – nicht zu meiner Schuld.“
✨ Neue Wahrheit der Weiblichkeit:
Du darfst fühlen.
Du darfst Grenzen haben.
Du darfst lustvoll, laut, weich, wild und weise sein.
Ohne Erklärung. Ohne Rechtfertigung.
🌑 Heilende Meditation zu den Urwunden der Weiblichkeit 🌑
(mit Einbindung der Ahninnen)
Finde einen ruhigen Ort.
Setze oder lege dich bequem hin.
Lege eine Hand auf dein Herz, eine auf deinen Unterbauch.
Atme langsam ein … und aus.
⸻
Ankommen
Spüre deinen Körper.
Spüre sein Gewicht.
Du bist hier. Du bist sicher.
Dieser Moment gehört nur dir.
Mit jedem Atemzug sinkst du tiefer in dich hinein.
Aus dem Kopf in den Körper.
Aus dem Müssen ins Sein.
⸻
Begegnung mit den Ahninnen
Stell dir nun vor, hinter dir stehen Frauen.
Viele Frauen.
Deine Ahninnen.
Sie stehen still.
Sie schauen dich an – nicht fordernd, nicht erwartend.
Nur sehend.
Du spürst:
Sie haben geliebt.
Sie haben verloren.
Sie haben geschwiegen, getragen, überlebt.
⸻
Die Urwunden wahrnehmen
Vielleicht spürst du Enge.
Oder Schwere.
Oder Traurigkeit ohne Namen.
Sage innerlich:
„Ich erkenne eure Wunden an.“
„Ich erkenne den Schmerz, den ihr nicht fühlen durftet.“
Du musst nichts lösen.
Nur sehen.
⸻
Rückgabe dessen, was nicht mehr deins ist
Atme tief ein.
Und beim Ausatmen stelle dir vor,
wie du all das Alte – Angst, Schuld, Scham, Anpassung –
sanft hinter dich zurückfließen lässt.
Sprich – laut oder leise:
„Ich danke euch für euer Überleben.“
„Und ich gebe euch zurück, was nicht mehr zu mir gehört.“
Die Ahninnen nehmen es an.
Mit Würde.
Mit Ruhe.
⸻
Neue Erlaubnis
Lege nun beide Hände auf deinen Bauch oder deine Gebärmutter.
Sprich:
„Ich darf fühlen.“
„Ich darf mich zeigen.“
„Ich darf frei weiblich sein.“
Spüre, wie sich Wärme ausbreitet.
Wie dein Körper aufatmet.
Wie etwas Weiches, Wahres in dir Platz nimmt.
⸻
Integration
Die Ahninnen treten langsam zurück.
Nicht aus Trennung –
sondern aus Vertrauen.
Du bleibst.
Verwurzelt.
Ganz.
Atme noch einmal tief ein …
und aus.
Wenn du bereit bist, öffne sanft die Augen.
🕯
Du bist nicht hier, um alte Wunden weiterzutragen.
Du bist hier, um eine neue Geschichte zu verkörpert.
Lg Rawenwitch