Familientrauerbegleiterin Mechthild Schroeter-Rupieper

Familientrauerbegleiterin Mechthild Schroeter-Rupieper Gründerin der Familientrauerbegleitung, Pädagogin, Autorin, Dozentin, Lernende, Frau & Mutter

HerzöffnerLen war 13, als seine Mama anfing zu sterben. Der Kontakt zum Vater war abgebrochen, er zog zu Oma und Opa. Au...
02/02/2026

Herzöffner
Len war 13, als seine Mama anfing zu sterben. Der Kontakt zum Vater war abgebrochen, er zog zu Oma und Opa. Aus einem lebensfrohen Jungen wurde ein stiller, wütender, verschlossener Teenager - voller unausgesprochener Angst.
Über den Tod wollte er nicht sprechen. Nur im Krankenhaus sagte er seiner Mama immer wieder: „Bitte stirb nicht.“

Als wir uns trafen, war er widerwillig dabei. Also redeten wir erst mal nicht über Krankheit, Sorge und den Tod, sondern über Fußball. Fußball kann ein Tür- und Herzöffner sein.
Durch Schalke hilft! hatten wir schon mal Karten bekommen, Manuel Neuer und leon_goretzka hatten LAVIA Familientrauerbegleitung auch schon mal dadurch besucht.
„Schalke?“ Nein. Borussia Dortmund–das war „sein Ding“, das von Len und seiner Mama.
Ein kleiner Draht war geknüpft.

Len traf sich folgend mit Melcher, einem unserer Lavia-Trauerbegleiter, dessen Mama auch früh starb. Das matchte. Es gab gute Gespräche und Unterstützungsmöglichkeiten, die Len annahm, aber als Lens Mama starb, fürchtete der Junge noch immer die Trauergruppe.
Moritz kam die Idee: zum BVB-Spiel mit ein paar Fans aus der Lavia-Trauergruppe? Warum nicht.
Dank marcpeine123 von kinderlachen_ev ging es dann tatsächlich am Wochenende zum BVB-Spiel. Heimsieg inklusive.
Aber dann war Len krank, und ein anderer Junge durfte einspringen. Justus, Klemens und Michel freuten sich mit. Moritz als FC Schalke 04-Fan tat es für die Jungs. 😉

Len will aber bald trotzdem zur Trauergruppe kommen - „mal ausprobieren“, sagte er.
Und vielleicht geht’s nach den Sommerferien noch mal zum Fußballspiel. Mal schau‘n.
Wisst ihr, neben dem Mitfiebern im Stadion tut es (nicht nur) „unseren Leuten“ von Lavia so gut, einfach lautstark Emotionen rauszulassen.

Wir sind kinderlachen_ev und allen, die unsere Kinder und Jugendlichen in schweren Zeiten stärken, sehr dankbar.
Ihr tut viel Gutes und investiert in die Zukunft! ♥️

30/01/2026
Wenn die Pflicht ruft„Mein Kind ist tot… und ich zünde jeden Abend eine Kerze auf dem Friedhof an. Das ist mir und uns w...
29/01/2026

Wenn die Pflicht ruft
„Mein Kind ist tot… und ich zünde jeden Abend eine Kerze auf dem Friedhof an. Das ist mir und uns wichtig, wir wollen unser Kind ja nicht vergessen. Ja, ich sehe es gradezu als unsere Elternpflicht an, das zu tun.“
In manchen Familien geschieht das dann jeden Tag, auch im Urlaub, in dem man nun nicht mehr wegfährt, sondern zuhause bleibt, um die Kerzen weiterhin anzuzünden. Sicher ist sicher. Denn wenn man die Aufgabe den Schwiegereltern oder Freunden überträgt, wer weiß, vielleicht vergessen sie es auch einmal, zweimal … und nein, das Kind (oder die Kerze??)
darf niemals vergessen sein.

Du glaubst, ich übertreibe hier? Nein, das tue ich nicht, denn hin und wieder treffe ich Menschen, die (meist anfänglich) nach einem Trauerfall so handeln.
Du glaubst, diese Trauernden reagieren übertrieben?
Nein, dem ist nicht unbedingt so, aber das Schicksal hat bei ihnen einfach übertrieben und sie müssen sich nun erst mal in dem veränderten Leben mit dem Verlust neu orientieren. „Liebe geben“ neu definieren.
So etwas ist auch mal Thema bei uns in den Trauergruppen von LAVIA Familientrauerbegleitung, manchmal auch in der Einzelbegleitung.

Letztens war ich mit einem Ehepaar, deren Kind verstorben ist, im Gespräch über diese Form von „Liebesbeweis“.
Einer meiner Gedanken dazu war: „Mein Mann und ich sind schon lange verheiratet und ich liebe ihn sehr - und er sagt, er mich auch. Ich spüre es auch.
Als Beweis muss er mir aber nicht jeden Tag eine Rose oder ich ihm ebenfalls nicht täglich Geleebananen schenken.“
Ich wünsche verwaisten Eltern, die sich innerlich gedrängt fühlen, z.B. ein tägliches Kerzenritual ausüben zu „müssen“, dass sie mit der Zeit eine Verbindung zu ihrem verstorbenen Kind über den Tod und die Kerzenpflicht hinaus spüren.
Liebe darf tägliche Rituale erleben, aber sie muss es nicht.
Liebe braucht keine tägliche materielle pflichtbewusste Beweismittel.
Ist Liebe nicht eine innere Verbindung, die auch ohne Kerze nicht erlischt?

Wobei… ab und zu eine Rose 🌹…

www.familientrauerbegleitung.de

BlaulichtGestern ist in Gelsenkirchen ein Kind bei einem Unfall gestorben. Wir erhielten eine Anfrage für die Trauerbegl...
28/01/2026

Blaulicht
Gestern ist in Gelsenkirchen ein Kind bei einem Unfall gestorben. Wir erhielten eine Anfrage für die Trauerbegleitung, auch für ein Kind, das nicht mehr leben möchte, weil es die tote Oma so vermisst.
Wir erhielten eine Anfrage aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis nach einem Autounfall auf dem häuslichen Gelände, ebenso nach dem Tod einer Mutter, einem Jugendlichen nach Suizid und für die Trauerbegleitung bei einem jungen Mann mit einer geistigen Behinderung. Alles gestern.
Heute gibt es andere Anfragen.
Oft wissen wir schon, wenn wir z.B. die WAZ Gelsenkirchen lesen, dass wir Anfragen nach tragischen Toden erhalten werden. Manchmal meldet sich die Polizei, mit der wir kooperieren. Oder die Schule, Kita, Hausärzte, TherapeutInnen oder psychiatrische Kliniken. Betroffene selbst.
Helfen können wir am meisten dann, wenn auch wir finanzielle Hilfe für unsere professionelle Familientrauerbegleitung erhalten - die von staatlicher Seite weiterhin fehlt.
Die meisten UnterstützerInnen sind private Menschen wie Du und ich. Danke dafür, von Herzen Danke!
Es gibt auch Menschen, denen unsere Arbeit „zu nahe geht“, die Angst vor unseren Tun und unserem Werben um Unterstützung haben, weil wir „mitten im Leben“ aktiv sind, da, wo deutlich wird: „Ja: es kann jeden und jede treffen. Jederzeit. Auch mich und meine Familie.“
Klar, es gibt so viele verschiedene Menschen, auch die, die glauben, dass sie Familie, Freunde und evt. sogar einen Glauben haben. Sie halten Trauerarbeit für ein überflüssiges Angebot - nicht ahnend, dass Familie evt. nicht stützt, weil alle unterschiedlich betroffen sind,
Dass Freunde (wie sie selbst auch zuvor) sich evt. wegdrehen, weil der Tod und die Unsicherheit mit der Trauer der Betroffenen umzugehen, ihnen zu nahe kommt.
Weil der Glaube ins Wanken gerät.
Aber dann, dann gibt es Familientrauerbegleitung - oder im schlimmsten Fall: es gab sie mal, aber sie war aus finanziellen Gründen nicht überlebensfähig.

Fürchtet nicht die Trauerbegleitung.
Ich glaube, wir müssen eher fürchten, wenn es sie eines Tages nicht mehr gäbe.
Darum bitte ich immer wieder um Spenden. Nicht für mich.
Es geht um uns.

Danke fürs Lesen, Teilen, Spenden, Unterstützen, Veröffentlichen, Interviewen, Einladen und manches oder vieles mehr.

https://gofund.me/c5c013489
https://lavia-ggmbh.de/spenden/

Danke.

Wie das Fähnchen auf dem Turme 🎶Heute wäre meine Mutter, die auch Groß- und Urgroßmutter war, 95 Jahre alt geworden. Wir...
26/01/2026

Wie das Fähnchen auf dem Turme 🎶
Heute wäre meine Mutter, die auch Groß- und Urgroßmutter war, 95 Jahre alt geworden.
Wir waren am Wochenende mit Hannes, einem ihrer 6 Urenkel am Grab, um eine Kerze anzuzünden.
Es ist eine Familiengruft, die Körper meiner Großeltern, meiner Patentante und meiner Eltern liegen dort.
Friedhof, das ist eher ein Symbolort, ein Andenkenort für mich.
Das, was die Verstorbenen ausgemacht hat, das liegt nicht dort. Weder in Asche noch im Sarg. Das, was sie ausgemacht hat, ist in meinem Herzen, in der Erinnerung und in einem großen Ganzen, dass ich Himmel nenne. Glaube ich.
Es freut mich, dass die Urenkelkinder den Friedhof als „Begegnungsort“ kennen, ihn nicht fürchten. Das auch damit Erinnerungen wach gehalten werden und neue Geschichten dazu kommen, die man sich so unterwegs erzählt. Familiengeschichten.
Besuchte ich früher mit meiner Familie das Grab, haben wir dort immer gebetet.
Das tue ich heute noch, weil‘s mir gut tut und auch, weil es mir eine gute Gewohnheit ist.
Jetzt waren mein Mann, unser Sohn und ich mit Hannes dort und ich frage : „Sollen wir beten?“
„Singen“, sagt Hannes.
Und dann mag er „Wie das Fähnchen auf dem Turme“ mit uns singen und bewegt die kleine Hand dabei - so, wie er es mit seiner Urgroßmutter auf ihrem Schoß, später im Pflegeheim noch vor dem Bett stehend gemacht hat.

Dieses Lied hat es, glaube ich, bei uns am Grab noch nicht gegeben. Meiner Mutter hätte es gefallen, ganz sicher.
Und irgendwie ist dieses Lied selbst ein Gebet.
Eines, das sich und uns bewegt, so wie das Fähnchen im Wind. 🎶♥️

Vorsorge-als Vollmacht und Patientenverfügung ist so so so wichtig! www.lavia-gGmbH.de
26/01/2026

Vorsorge-als Vollmacht und Patientenverfügung ist so so so wichtig!
www.lavia-gGmbH.de

GretaGreta lebt in einer Wohngruppe und die Bezugsbetreuerin schreibt uns eine Mail. Darin beschreibt sie die Trauersitu...
25/01/2026

Greta
Greta lebt in einer Wohngruppe und die Bezugsbetreuerin schreibt uns eine Mail. Darin beschreibt sie die Trauersituation der 11-jährigen und bittet um Hilfe.
Wir erhalten derzeit 3-5 Anfragen täglich, da wo Kinder oder junge Eltern verstorben sind, zudem auch da, wo Kinder und junge Eltern sterben werden. Daher fragt meine Kollegin Anna, ob die Wohngruppe beim Jugendamt nach Finanzierung der Trauerarbeit fragen kann.
Das Jugendamt lehnt ab.
Die Erzieherin fragt wieder an, sichtlich in Not, weil es Greta in ihrer Trauersituation so schlecht geht, sie als Gruppe nicht helfen können, Greta selbst Hilfe annehmen würde, weil sie möchte, dass es ihr besser geht.
Die Trauerarbeit, die wir anbieten, wird von erfahrenen professionellen pädagogischen Fachkräften geleistet. Mit ♥️.
Aber wir können nur so viel leisten, wie wir auch Kapazitäten haben.
Wir versuchen vieles, eigentlich alles Machbare. Aber unsere Qualität darf nicht aufgrund Überlastung leiden.
Deshalb fragen wir immer wieder nach Hilfe: für Familien, für Wohngruppenkinder, für junge Erwachsene in Ausbildung und Studium und ja, auch für die Dachbodentreppe, auf der man unkomplizierter nach oben und unten kommt, wenn wir dort oben einen weiteren Raum für die Gruppenarbeit brauchen.
Wir wollen nicht aufhören zu fragen, denn wir wollen möglichst vielen jungen trauernden Menschen, nicht nur Greta, helfen.
Daher unsere derzeitige GoFundMe-Aktion.
https://gofund.me/2ba283b04

ZuversichtIch war über meinem Geburtstag wegen einer OP im Krankenhaus und - allein schon berufsbedingt mit dem Wissen, ...
22/01/2026

Zuversicht
Ich war über meinem Geburtstag wegen einer OP im Krankenhaus und - allein schon berufsbedingt mit dem Wissen, was alles sein kann - leicht nervös. Ich beruhigte mich mit einfachen, effektiven Atemübungen und Ausblenden von Sorgen, die jetzt noch nicht berechtigt waren.
Auf LinkedIn sah ich dann zufällig ein Video, wo ein alter Mönch auf dem Boden sitzend erzählte: "Angst ist nichts anderes als dein Verstand, der in eine Zukunft reist, die noch nicht passiert ist. Und sie schlägt Alarm in deinem Körper. Wenn du dich dabei ertappst dir Sorgen zu machen, verlierst du dich in "Was-wäre-wenn?"'s. Deine Gedanken kreisen, bis sie zu einem Chaos werden, das dir die Kontrolle nimmt. Aber du kannst dagegen etwas machen: Rast dein Geist nach vorne, zähle rückwärts: 5-4-3-2-1-5-4-... Nutze die Zahlen als Schritte, die dich zurück auf den Boden bringen und lenke deine Gedanken neu: 'Was ist, wenn alles klappt? Wenn alles unproblematisch sein wird?' Unterbrich das Chaos. Stabilisiere deine Gedanken, dann erkennst du, dass du jetzt nicht in Gefahr bist."
Ok, das war eine gute Botschaft, die meine Strategie bestätigte. Und mir wurde noch einmal bewusst: So, wie wir trauernde Menschen bei LAVIA Familientrauerbegleitung stabilisieren und ihnen auch Hilfe zur Selbsthilfe an die Hand geben, so war in dem Moment dieser Mönch mir ein gerngesehener Begleiter (neben anderen mir lieben Menschen).
Es kamen an dem Tag viele viele Geburtstags-Glückwünsche rein, (dafür noch mal 1000 Dank), oft gekoppelt mit "Glück und Gesundheit". (Ich glaube, Gesundheit schreibt man zum Geburtstag so ungefähr, wenn man um die Vierzig ist, oder? Ich erfreue mich zumindest schon über 20 Jahre daran.)
Abends telefonierte ich mit meinem Sohn, der auch Vater von Hannes ist. Er erzählte, dass unser Enkel nach mir gefragt habe und er dann gehört habe, dass seine Oma krank sei. Mein Sohn beschrieb dann folgende Szene: Hannes Stimmung verdunkelte sich mitfühlend, er blickte traurig drein und sagte dann: "Arme Oma, die ist krank." Mein Sohn meinte, er sah aus, als kämen ihm die Tränen, aber dann sprach Hannes weiter: ".... und dann kommt der Opa und der Opa streichelt die Oma. Und dann gucken sie sich ein Buch an und dann spielen sie und dann geht es der Oma wieder besser." Und mein Sohn sagte: "Erst war er so traurig und dann war er am Ende wieder ganz fröhlich und zufrieden."
Ich erzählte meinem Sohn die Geschichte vom Mönch und dass Hannes es intuitiv so richtig gut, zuversichtlich und lösungsorientiert, machen würde.
So, wie es gesund für Körper und Seele ist und ich dachte: So wie unser Enkel reagiert, ist es uns allen von Natur aus mitgegeben, um Krisen zu überstehen.
Wir alle können mitfühlen, selbst traurig sein, Angst haben, Trost geben, Trost annehmen und nach Lösungswegen suchen.
Manchmal, erst recht in größeren Krisen, vergessen wir das manchmal oder sorgen uns aufgrund unseres Alters und den entsprechenden Lebenserfahrungen noch deutlich mehr. Dann müssen wir uns noch einmal besinnen oder von außen Hilfe erhalten, "um wieder in die Spur zu kommen".
Und deshalb ist auch Familientrauerbegleitung grundsätzlich so wichtig und so wertvoll. Wir von Lavia helfen dabei und ich werde, solange es notwendig ist, davon erzählen und auch weiterhin um Unterstützung bitten - derzeit mit unserer GoFundMe-Aktion für die Trauerarbeit und unsere Dachbodenaußentreppe. https://gofund.me/2ba283b04 DANKE allen, die uns helfen zu helfen! Mechthild

Mein Geburtstagswunsch: "Kein Kind trauert allein", die einen Monat lang andauert: Wie krass wäre es, wir könnten endlic...
19/01/2026

Mein Geburtstagswunsch: "Kein Kind trauert allein", die einen Monat lang andauert:
Wie krass wäre es, wir könnten endlich den LAVIA-Dachboden für alle Trauernden zugängig machen und nebenbei noch die Familientrauerbegleitung weiter unterstützen?

Von Herzen würde es mich freuen!
Liebe Grüße, Mechthild Schroeter-Rupieper

18/01/2026

Mein Geburtstagswunsch - eine Spendenaktion "Kein Kind trauert allein", die einen Monat lang andauert:
Am 20. Januar 2026 werde ich 62 Jahre alt und habe da einen Wunsch:
Wie krass wäre es, wir könnten endlich den LAVIA-Dachboden für alle Trauernden zugängig machen und nebenbei noch die Familientrauerbegleitung weiter unterstützen?
Von Herzen würde es mich freuen!
Liebe Grüße, Mechthild Schroeter-Rupieper

https://gofund.me/707155a24

Die Mama stirbt. Die Mama, die auch junge Oma ist.Ihre Tochter wechselt sich mit dem Vater am Sterbebett ab, ihre Mutter...
18/01/2026

Die Mama stirbt.
Die Mama, die auch junge Oma ist.
Ihre Tochter wechselt sich mit dem Vater am Sterbebett ab, ihre Mutter ist zwischenzeitlich ansprechbar. Dann schläft sie wieder.
Auch die Enkelin möchte die Oma besuchen und wie wertvoll, dass es ihr trotz des Sterbeprozesses nicht verwehrt wird.
Während die Oma döst, spielen Tochter und Enkelin UNO.
Oma hat lächelnd genickt, als sie gefragt wurde, ob das ok sei.

Als ich das Foto zugeschickt bekomme, freut es mich.
Es freut auch, weil die Tochter abends spät schrieb: „Hallo Mechthild! Meine Mama wird sterben. Ich möchte so gern bei ihr sein und sie nicht alleine lassen. Ich bin aber innerlich total unruhig, habe Angst. Mir ist schlecht, kalt, ich zittere. Ich kann gar nicht ruhig sitzen, muss ständig im Zimmer auf und ab gehen oder etwas räumen. Kannst du mir einen Tipp geben? Sowas kenne ich nicht von mir. LG“
Ich frage sie: „Hast du schon geweint? Das kann helfen. Und geh mal auf den Flur oder aufs Klo und hüpfe so 10x auf der Stelle, das baut auch Unruhe ab.“
Sie schreibt: „Danke Mechthild, dass du dich so schnell gemeldet hast. Ich versuche das mal mit dem Hüpfen und mit dem Rausgehen. Ich kann aber nicht bei ihr weinen. Das macht sie bestimmt auch traurig und sie soll doch mit einem guten Gefühl gehen.“
Ich antworte: „Es ist auch traurig. Stell dir vor, wir sterben und denken: „Niemand weint um uns.“ Ist auch ein Gedanke wert, oder? Hauptsache, du klammerst dich nicht weinend an sie und bittest sie darum, nicht zu sterben. Aber weinen, das darfst du… falls du noch Tränen in dir hast.“
Ja, weinen, schweigen, streicheln, rausgehen, nach Hilfe fragen, UNO spielen, all das darf man machen.
Wie schön, wenn wir Sterbende am Leben und Lebende am Sterben teilhaben lassen, solange es für alle Seiten stimmig ist.
Menschen erhalten bei lavia_Familientrauerbegleitung auch in der Nacht manchmal Hilfe, Hilfe, von deren Notwendigkeit man am Tag noch nicht ahnte.

Unterstützt uns gerne dauerhaft, gerne mit 10 Cent am Tag. Wir sind auf Mithilfe angewiesen. 10 Cent täglich macht 3€ im Monat und 36€ im Jahr.
https://lavia-ggmbh.de/spenden/

Heute für eine Familie in Gelsenkirchen, morgen vlt. für eine Familie in deiner Nachbarschaft. Danke!

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17/01/2026

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Geht Sterben wieder vorbei?: Antworten auf Kinderfragen zu Tod und Trauer

Adresse

Lavia Institut Für Familientrauerbegleitung, Günnigfelderstrasse 88
Gelsenkirchen
45886

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