02/02/2026
Herzöffner
Len war 13, als seine Mama anfing zu sterben. Der Kontakt zum Vater war abgebrochen, er zog zu Oma und Opa. Aus einem lebensfrohen Jungen wurde ein stiller, wütender, verschlossener Teenager - voller unausgesprochener Angst.
Über den Tod wollte er nicht sprechen. Nur im Krankenhaus sagte er seiner Mama immer wieder: „Bitte stirb nicht.“
Als wir uns trafen, war er widerwillig dabei. Also redeten wir erst mal nicht über Krankheit, Sorge und den Tod, sondern über Fußball. Fußball kann ein Tür- und Herzöffner sein.
Durch Schalke hilft! hatten wir schon mal Karten bekommen, Manuel Neuer und leon_goretzka hatten LAVIA Familientrauerbegleitung auch schon mal dadurch besucht.
„Schalke?“ Nein. Borussia Dortmund–das war „sein Ding“, das von Len und seiner Mama.
Ein kleiner Draht war geknüpft.
Len traf sich folgend mit Melcher, einem unserer Lavia-Trauerbegleiter, dessen Mama auch früh starb. Das matchte. Es gab gute Gespräche und Unterstützungsmöglichkeiten, die Len annahm, aber als Lens Mama starb, fürchtete der Junge noch immer die Trauergruppe.
Moritz kam die Idee: zum BVB-Spiel mit ein paar Fans aus der Lavia-Trauergruppe? Warum nicht.
Dank marcpeine123 von kinderlachen_ev ging es dann tatsächlich am Wochenende zum BVB-Spiel. Heimsieg inklusive.
Aber dann war Len krank, und ein anderer Junge durfte einspringen. Justus, Klemens und Michel freuten sich mit. Moritz als FC Schalke 04-Fan tat es für die Jungs. 😉
Len will aber bald trotzdem zur Trauergruppe kommen - „mal ausprobieren“, sagte er.
Und vielleicht geht’s nach den Sommerferien noch mal zum Fußballspiel. Mal schau‘n.
Wisst ihr, neben dem Mitfiebern im Stadion tut es (nicht nur) „unseren Leuten“ von Lavia so gut, einfach lautstark Emotionen rauszulassen.
Wir sind kinderlachen_ev und allen, die unsere Kinder und Jugendlichen in schweren Zeiten stärken, sehr dankbar.
Ihr tut viel Gutes und investiert in die Zukunft! ♥️