Familientrauerbegleiterin Mechthild Schroeter-Rupieper

Familientrauerbegleiterin Mechthild Schroeter-Rupieper Gründerin der Familientrauerbegleitung, Pädagogin, Autorin, Dozentin, Lernende, Frau & Mutter

AbendbrotHeute am frühen Abend fand unsere regelmäßige "Abendbrotgruppe" statt. Wir haben sie für Jugendliche und junge ...
18/03/2026

Abendbrot
Heute am frühen Abend fand unsere regelmäßige "Abendbrotgruppe" statt. Wir haben sie für Jugendliche und junge Erwachsene eingerichtet, damit mehr soziales Miteinander stattfinden kann.
Es nehmen an der Gruppe auch junge Menschen ab 17 Jahren statt, die in Wohngruppen/Kinderheimen lebten und nun verselbstständigt werden.
Verselbstständigung bedeutet, dass sie lernen sollen, selbstständig und alleine zu wohnen und für sich zu sorgen.

Wir wissen: das wichtigste Ritual in einem Familienleben ist gemeinsames Essen. Ohne Fernseher, ohne Handy.
Essen, um den Körper zu stärken, reden, diskutieren, lachen, zuhören, ... um die Seele zu stärken. Etwas, was mittlerweile selbst in Familien oft zu wenig gelebt wird, wir legen darauf Wert.

Paralell zur Gruppe war heute mit mir im Nebenraum ein junger Häftling aus dem offenen Vollzug da, 28 Jahre alt. Er ist wegen Drogenbesitz in Haft. Wenn ich seine Lebensgeschichte höre, Trennung der Eltern, als er ein Baby war, Streitigkeiten um das Sorgerecht, er reißt aus, um zum Vater zu gelangen, Kinderpsychiatrie, Wohngruppe in der Nachbarstadt, dann als Pubertierender in die nächste Stadt in die Wohngruppe der Älteren, dann bis zum 17. Lebensjahr eine Wohngruppe in Baden Württemberg. Vater tot, Mutter lebend nicht vorhanden.
Er kann sich gut ausdrücken, hat schon mal Liedtexte geschrieben und Gitarre gespielt, schreibt Tagebuch.
Wenn er entlassen wird, hat er niemanden, wo er hingehen kann. Zu den "alten Leuten" aus der Cannabis-Szene möchte er nicht gehen, er will sich nicht bei Problemen wieder wegrauchen.

Während ich mit ihm im Gespräch bin, kommt von nebenan der Duft von Currygemüse. Heute haben Joshi und Moritz für alle gekocht. Gesprächsfetzen und Gelächter klingt hinüber.
Und ich denke: so etwas hätte dieser junge Mann erleben müssen! Gemeinschaft, in der man über Schweres und Leichtes reden kann. wo niemand ausgelacht wird, wenn ihm Tränen kommen. Einen Anker im Alltag - einen Ort und Menschen, die versuchen, weiterzuhelfen, wenns schwierig wird.

Als ich den Mann verabschiede, gehe ich noch mal kurz zur Gruppe rüber, bekomme ein Schälchen Curry angeboten. Während ich esse, erzähle ich ihnen von meinen Gedanken. Sie, von denen auch einige schon in jungen Jahren Vater und/oder Mutter durch den Tod oder soziale Schwierigkeiten auf andere Art verloren haben,
sie, von denen aber auch einige Glück mit ihrem Elternhaus haben, sie verstehen was ich meine.
Es ist wichtig zu wissen, dass manches nicht selbstverständlich ist und dafür dankbar zu sein. Nicht, weil ich Dankbarkeit vorschlage, sondern weil sie sie spüren.

Ja, auch Dankbarkeit den Menschen gegenüber, die unsere Arbeit finanziell unterstützen. Es ist wert voll - voll Wert. Seht es selbst. DANKE!

https://lavia-ggmbh.de/spenden/

Hallo nach Niederösterreich! Bis nächste Woche ❤ ich freue mich sehr auf euch!
18/03/2026

Hallo nach Niederösterreich! Bis nächste Woche ❤
ich freue mich sehr auf euch!

„Hilf mir, wenn ich traurig bin“💬 Ein Abendvortrag über Trauer und Unterstützung📅 Mittwoch, 22. April 2026⏰ 19:30 – 21:0...
17/03/2026

„Hilf mir, wenn ich traurig bin“
💬 Ein Abendvortrag über Trauer und Unterstützung
📅 Mittwoch, 22. April 2026
⏰ 19:30 – 21:00 Uhr
📍 Auditorium der Bischöflichen Schule, St. Vith
Trauer gehört zum Leben – doch oft wissen wir nicht,
wie wir trauernden Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen begegnen können.
➡️ Was hilft wirklich?
➡️ Was kann man sagen – und was lieber nicht?
➡️ Wie können wir füreinander da sein, wenn Worte fehlen?
Der Vortrag mit Mechthild Schroeter-Rupieper richtet sich an Interessierte sowie Angehörige, die trauernde Menschen begleiten.
🎟 Teilnahme kostenfrei (Spenden willkommen)
📝 Anmeldung bis 15. April 2026
🔗 Anmeldung:
https://tinyurl.com/vn9v6yy3
💙 Der Abend erinnert an Andrea Thome

Danke an mein LAVIA Familientrauerbegleitung-Team!
17/03/2026

Danke an mein LAVIA Familientrauerbegleitung-Team!

Kekse backen wie früher mit Mama – auch das ist Trauerbegleitung.
In der Einzelbegleitung mit einer 13-Jährigen, die um ihre Mutter trauert, haben wir gemeinsam gebacken. So, wie sie es früher mit ihrer Mama gemacht hat. Dabei entstanden viele verschiedene Formen: Pferde, weil ihre Mutter Tiere – besonders Pferde – sehr geliebt hat und ein großes Herz für ihre Oma, bei der sie nun lebt.
Erinnerungen dürfen in der Trauer ihren Platz haben – manchmal in Gesprächen, manchmal in stillen Momenten und manchmal einfach beim gemeinsamen Backen. ❤️

Hallo nach Niederösterreich!Am Montag, den 23.3. um 19.30 Uhr lese ich aus meinen Büchern und erzähle aus dem Leben. 📚♥️...
14/03/2026

Hallo nach Niederösterreich!
Am Montag, den 23.3. um 19.30 Uhr lese ich aus meinen Büchern und erzähle aus dem Leben. 📚♥️
Teilt es gerne weiter, ich freue mich auf euch!

Lesung "Ich bin todesmutig" mit Familien-Trauerbegleiterin Mechthild Schroeter-Rupieper am 23.3.2026 im Kolpinghaus Poysdorf/Weinviertel.

Hallo nach Brixen im April!Ich freue mich, wenn wir uns am 10.4.2026 in der Cusanus Akademie sehen!
12/03/2026

Hallo nach Brixen im April!
Ich freue mich, wenn wir uns am 10.4.2026 in der Cusanus Akademie sehen!

Wie kann es gelingen, in Krisenzeiten gut füreinander da zu sein und trotzdem den eigenen Weg zu gehen? Mit dem LAVIA Lebensweg- und Trauermodell von Mechthild Schroeter-Rupieper entdecken wir, welches „Gepäck“ im Lebensrucksack hilfreich ist und wie wir unsere emotionale Muskulatur stärken k...

Ihr lieben Leute!Meine Homepage ist erneuert worden und ihr findet ab sofort gute Infos und Termine auf der Seite! https...
11/03/2026

Ihr lieben Leute!
Meine Homepage ist erneuert worden und ihr findet ab sofort gute Infos und Termine auf der Seite!
https://familientrauerbegleitung.de/basis-und-aufbaukurs-familientrauerbegleitung/

Ich freue mich über eure Rückmeldungen :-)

Basis- & AufbaukursFamilientrauerbegleitung Die Weiterbildung im LAVIA Institut für Familientrauerbegleitung verbindet fundiertes Fachwissen von Mechthild Schroeter-Rupieper mit über 34 Jahren Praxiserfahrung in der Begleitung trauernder Kinder, Jugendlicher und ihrer Familien. Ebenso bereichern p...

Glück gehabt„Dank dem Zufall, dass du einfach Glück gehabt hast“, sagte heute Vormittag jemand zu mir.Ja, ich bin dankba...
11/03/2026

Glück gehabt

„Dank dem Zufall, dass du einfach Glück gehabt hast“, sagte heute Vormittag jemand zu mir.

Ja, ich bin dankbar – und habe das anschließend gefeiert, indem ich mir selbst Blumen und ein Nusseis mit Sahne geschenkt habe. :-)

Wie oft haben wir eigentlich Glück, ohne es zu bemerken?
Vielleicht, weil ein Auto rechtzeitig gebremst hat, eine Unachtsamkeit unsererseits keine Katastrophe ausgelöst hat, wir durch „Pech“ zum Glück nicht an einem bestimmten Ort waren – oder irgendeine andere glückliche Unbekannte im Spiel war.

Und wenn wir bewusst Glück haben, fragen wir meist nicht: „Womit habe ich das verdient?“, sondern nehmen es manchmal einfach als „ok“ oder selbstverständlich hin.

Hat jemand Pech, höre ich dagegen oft die Frage: „Womit habe ich das verdient?“
Dabei kann es, wenn es keinen konkreten realistischen Grund gibt, genau so ein Zufall sein wie beim Glück.

Wir dürfen beim Glück dankbar sein – und beim Pech traurig oder ungehalten.
Aber wir müssen uns nicht immer selbst dafür hauptverantwortlich machen.

Heute bin ich einfach froh und wünsche von Herzen allen viele Glückszufälle und auch Menschen, die dazu beitragen.

www.familientrauerbegleitung.de

𝗭𝘄𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗞𝗲𝗿𝘇𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝗳𝗿𝗮𝗴𝗲𝗻 - 𝗔𝗯𝘀𝗰𝗵𝗶𝗲𝗱/𝗔𝗳𝘀𝗰𝗵𝗲𝗶𝗱𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿 𝗮𝗺 𝗦𝗮𝗿𝗴 𝗯𝗲𝗴𝗹𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 - 𝗥𝗶𝘁𝘂𝗮𝗹𝗲 𝗿𝘂𝗻𝗱 𝘂𝗺 𝗔𝗯𝘀𝗰𝗵𝗶𝗲𝗱, 𝗕𝗲𝘀𝘁𝗮𝘁𝘁𝘂𝗻𝗴 𝘂𝗻𝗱 ...
08/03/2026

𝗭𝘄𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗞𝗲𝗿𝘇𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝗳𝗿𝗮𝗴𝗲𝗻 - 𝗔𝗯𝘀𝗰𝗵𝗶𝗲𝗱/𝗔𝗳𝘀𝗰𝗵𝗲𝗶𝗱
𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿 𝗮𝗺 𝗦𝗮𝗿𝗴 𝗯𝗲𝗴𝗹𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 - 𝗥𝗶𝘁𝘂𝗮𝗹𝗲 𝗿𝘂𝗻𝗱 𝘂𝗺 𝗔𝗯𝘀𝗰𝗵𝗶𝗲𝗱, 𝗕𝗲𝘀𝘁𝗮𝘁𝘁𝘂𝗻𝗴 𝘂𝗻𝗱 𝗘𝗿𝗶𝗻𝗻𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴
In einer deutsch-niederländischen Kooperation verbindet der Workshop fachliches Wissen mit praxisnahen Einblicken und ritualpädagogischen Zugängen. Im Mittelpunkt stehen die Begleitung von Kindern am Sarg und bei der Aufbahrung, auf dem Friedhof, während der Bestattung sowie in Ritualen des Erinnerns.

𝗜𝗻𝗵𝗮𝗹𝘁𝗲 𝘂. 𝗮.:
Sterben in jungen Familien
Aufbahrung und hygienische Versorgung – verständlich erklärt
Kinder auf dem Friedhof begleiten
Bestattungs- und Erinnerungsrituale
Spielerische Zugänge (u. a. „Trauer-Lego“)
Gesprächsimpulse für schwierige Kinderfragen
Buchvorstellungen

𝗞𝘂𝗿𝘀𝗹𝗲𝗶𝘁𝘂𝗻𝗴
Mechthild Schroeter-Rupieper, (D), pädagogische Familientrauerbegleiterin, Autorin
Richard Hattink, (NL) Trauerpädagoge, Bestatter

𝗭𝗶𝗲𝗹𝗴𝗿𝘂𝗽𝗽𝗲:
Trauerbegleitende, Hospiz- und Seelsorgende, Bestatter:innen, Pädagog:innen, Erzieher:innen, Ehrenamtliche sowie alle Fachkräfte, die Kinder und Familien in Abschiedssituationen begleiten.

𝗪𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝗲 𝗜𝗻𝗳𝗼𝗿𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗔𝗻𝗺𝗲𝗹𝗱𝘂𝗻𝗴 𝗵𝗶𝗲𝗿:
https://familientrauerbegleitung.de/workshop-kinder-in-abschieds-und-bestattungssituationen/

Über euer Interesse und Weiterteilen freuen wir uns. Und auf die Fortbildungstage freuen wir und ebenfalls riesig!

Weltfrauentag, eine neue Witwe und eine BitteGestern Abend war ich von unserer Gelsenkirchener Oberbürgermeisterin Andre...
07/03/2026

Weltfrauentag, eine neue Witwe und eine Bitte
Gestern Abend war ich von unserer Gelsenkirchener Oberbürgermeisterin Andrea Henze zum internationalen Frauenempfang ins MIR eingeladen.
Nachdem ich tagsüber für Führungskräfte der Justizakademie NRW ein Seminar gegeben hatte, freute ich mich darauf.
Doch auf dem Weg dorthin erhalte ich einen Anruf von einer Gelsenkirchener Mutter. Ihr Mann ist überraschend gestorben. Sie bleibt mit ihrem Baby und der fünfjährigen Tochter zurück.

Sie hat viele Fragen, viel Traurigkeit und die Bitte um Unterstützung bei der Vermittlung der Todesnachricht und weiterem. Und dazu noch weitere Fragen und Sorgen.

Also lasse ich das Buffet, die Musikeinlagen, die Podiumsgespräche und vor allem das Netzwerken sein und fahre in den Norden Gelsenkirchens.
Tod und Trauer fragen nicht nach, ob gerade ein günstiger Zeitpunkt dafür ist. Sie platzen ins Leben hinein und suchen sich dort ungebeten ihren Platz.

So sah mein persönlicher Start in den Weltfrauentag aus – irgendwie typisch für unser tagtägliches Tun. Denn die Familientrauerbegleitung, die ich vor fast 35 Jahren als Gelsenkirchener Frau gegründet habe, die heute daraufhin internationale Kreise zieht, braucht in unserer Gesellschaft mehr Wertschätzung und eine verlässliche Finanzierung.
Damit Mütter wie diese, ihre Kinder und viele andere Familien in solchen Momenten nicht allein bleiben.
2 Euro im Monat als Spende und das von vielen aus diesem Netzwerk hier, was wäre das eine Hilfe für Familien in Not - und schlussendlich für unsere Gesellschaft?

2 Euro im Monat als Spende und das von vielen aus diesem Netzwerk hier, was wäre das eine Hilfe für Familien in Not - und schlussendlich für unsere Gesellschaft?
Seid ihr dabei? Aktiviert ihr eure Netzwerke für unsere Familientrauerarbeit, die Kinder, Jugendliche, Männer und Frauen unterstützt? Wie gut wäre das im Endeffekt für unsere gesamte Gesellschaft!?!

https://lavia-ggmbh.de/spenden/

IBAN: DE74 3606 0295 1001 3390 16
Kontoinhaber: LAVIA Familientrauerbegleitung gGmbH

Danke!

02/03/2026

Mit allen Sinnen. Für Körper, Geist & Seele ✨
Wir laden dich ein zu einem besonderen Sonntagnachmittag im LAVIA-Haus:
🌿 sanfte Yoga-Praxis
🌿 eine ausgedehnte Schlussentspannung
🌿 Zeit zum Durchatmen
🌿 und zum Abschluss ein kleiner ayurvedischer Snack & Tee
💫 Das Besondere:
Du darfst genießen – und gleichzeitig etwas Gutes tun.
Diese Yoga-Einheit ist eine Benefizveranstaltung, 𝗸𝗲𝗶𝗻𝗲 Trauerarbeit, alle Einnahmen kommen der spendenfinanzierten Arbeit der LAVIA Familientrauerbegleitung zugute.
📅 Wann? 15. März & 31. Mai
⏰ Uhrzeit: 12:30 – 15:00 Uhr
📍 Wo? LAVIA-Haus, Gelsenkirchen
💶 Kosten: 35 € pro Termin (einzeln buchbar)
Du bist dabei oder magst diese Veranstaltung verschenken? Wir freuen uns auf dich.
Sichere Dir oder Euch jetzt einen der begrenzten Plätze.
💌 Anmeldung:
verena.scheuch@lavia.de

Moralische KonflikteCarla ist 26 Jahre, studiert Lehramt, ihre Mutter ist vor einem Jahr gestorben. Sie war längere Zeit...
01/03/2026

Moralische Konflikte

Carla ist 26 Jahre, studiert Lehramt, ihre Mutter ist vor einem Jahr gestorben. Sie war längere Zeit krank, deshalb zog Carla nach Hause zurück, um die Mutter mit dem Vater gemeinsam zu pflegen.

Immer wieder musste Carla entscheiden, ob sie das erste Staatsexamen macht und dafür lernt, oder eher für die Mutter da ist. Sie entschied sich fürs Lernen, 2,5 Monate setze sie sich intensiv daran, dann ging es der Mutter schlechter.

Schon da hatte Carla ein "schlechtes Gewissen." Sie habe bereut, sich auf das Studium zu konzentrieren und dadurch Lebenszeit mit ihrer Mutter verpasst. Es folgten Schuldgefühle, die sie durch noch mehr Zuwendung wettmachen wollte.

Sie sagt: "Ich erlebe viele moralische Konflikte. Ich bin ein reflektierter Mensch, überdenke alles, hinterfrage jedes Gefühl."

Ihr Vater ist nach dem Tod der Mutter/Ehefrau sehr traurig, Hilfe möchte er nicht annehmen, von außen zumindest nicht. Nur von Carla, der das alles zu viel ist, die aber "du merkst es schon..." sagt sie und grinst müde, wieder ihre moralischen Konflikte hat, wie sie es nennt.

Richtig getrauert habe sie auch noch nicht, glaubt sie. Hat sie überhaupt ihre Eltern lieb? Um die Mutter trauert sie weniger als gedacht und der Vater strengt sie an, was sie ebenfalls belastet. Mit wem soll sie darüber reden?

Carla besucht die Trauergruppe der jungen Erwachsenen von LAVIA Familientrauerbegleitung, bei denen Vater und/oder Mutter oder Geschwister verstorben sind.

"Braucht sie wirklich Hilfe? In ihrem Alter, sie ist doch schon groß und will schließlich Lehrerin werden", denken jetzt vielleicht einige. Aber, wie soll sie "groß" werden, wenn auf ihr so eine große Bürde liegt?

Neben der Trauergruppe nimmt Carla auch Einzelgespräche wahr und es zeichnet sich ab, dass es ihr besser geht, weil sie Dinge auf eine neue Art und Weise reflektiert. Wir sprachen lange über das "Funktionieren" im LAVIA Lebensweg- und Trauermodell, damit arbeiten wir weiter.

Ja, sie braucht Hilfe und nimmt diese auch an. Carla wird eines Tages Lehrerin an einem Gymnasium sein & da ist es wichtig, dass sie Hilfe bekommt und annimmt. In eigenen Sinn, aber auch für die Gesellschaft.

Die Anfrage von jungen Erwachsenen ist groß bei uns, wir bieten derzeit 3 Gruppen (neben vielen weiteren Gruppen für jüngere Kinder) an.

Familientrauerbegleitung wird nicht ausreichend wertgeschätzt, weil vielleicht zu wenige Menschen überhaupt daran denken, den Wert der Familientrauerbegleitung zu schätzen.

Wenn wir Trauerarbeit nicht wertschätzen, unterschätzen wir den Wert von Menschlichkeit.

Wir freuen uns über jede Unterstützung unserer Arbeit - im Dezember 1992 habe ich damit begonnen, habe die Familientrauerbegleitung damals bundesweit gegründet - und manchmal macht es mich fassungslos, dass sie oft erst dann angefragt und bewusst geschätzt wird, wenn es akut, manchmal auch zu spät, ist.

Wir freuen uns über Unterstützung. Danke für Helfen durch spenden und teilen. Danke.

https://lavia-ggmbh.de/spenden/

Foto: Freepik

Adresse

Lavia Institut Für Familientrauerbegleitung, Günnigfelderstrasse 88
Gelsenkirchen
45886

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