05/03/2026
Gestresste Menschen sind in der Regel ängstlicher. Dieser Zusammenhang lässt sich sowohl aus psychologischer als auch aus neurobiologischer Sicht erklären:
Psychologische Ebene:
· Dauerstress überlastet die psychischen Ressourcen und die Fähigkeit, mit Unsicherheiten umzugehen
· Die Wahrnehmung verändert sich: Situationen werden häufiger als bedrohlich statt als herausfordernd eingeschätzt
· Der Fokus liegt verstärkt auf möglichen Gefahren.
Neurobiologische Ebene:
· Bei Stress wird vermehrt Cortisol ausgeschüttet, was die Amygdala (unser Angstzentrum) sensibler macht
· Gleichzeitig wird der präfrontale Cortex (zuständig für rationale Bewertung) in seiner Funktion gehemmt
· Das führt dazu, dass wir emotionaler reagieren und Situationen weniger rational einschätzen können.
Verhaltensebene:
· Gestresste Menschen neigen eher zu Vermeidungsverhalten
· Erschöpfung durch Dauerstress reduziert die Frustrationstoleranz
· Dadurch entsteht ein Teufelskreis: Stress erhöht Ängstlichkeit, die wiederum zu mehr Stress führt
Die gute Nachricht: Durch gezielte Stressreduktion (Entspannungsverfahren, Sport, ausreichend Schlaf) lässt sich auch die Ängstlichkeit meist deutlich reduzieren.