19/12/2025
Es gibt Tage, an denen Sie Ihre Tochter anschauen und denken: Was ist hier eigentlich los?
Ein kleines Wort - und sie ist sofort aufgebracht.
Eine einfache Bitte - und die Augen rollen, das Gesicht verkrampft sich, die Tür wird ein bisschen zu heftig zugeschlagen.
Es ist anstrengend.
Sie haben das Gefühl, auf Eierschalen zu laufen.
Sie wissen nicht so recht, ob Sie sie in den Arm nehmen, eine Grenze setzen, es ignorieren oder einfach aufgeben sollen.
Stellen Sie sich einen Vulkan vor.
Wir sehen nur den Ausbruch - Feuer, Rauch, Lärm.
Aber darunter gibt es so viel Bewegung: Druck, Hitze, Felsen, die sich verschieben und aneinander reiben.
So ist es auch bei Ihrem Kind.
Sie sehen eine "Drama-Queen", "Attitüde", "Gesichtsausdrücke".
Aber innerlich können sich verbergen: Angst, Einsamkeit, Eifersucht, Überlastung, Müdigkeit, sozialer Druck.
Sie weiß nicht immer, wie sie das in Worte fassen soll.
Ihr Körper und ihr Verhalten sprechen für sie.
Unsere Aufgabe als Eltern ist es nicht nur, den Ausbruch zu beruhigen,
sondern das zu besänftigen, was darunter passiert.
Manchmal geschieht das über ein einfühlsames Gespräch:
"Es wirkt auf mich so, als wäre es in letzter Zeit nicht leicht für dich, liege ich richtig?"
"Was belastet dich im Moment am meisten?"
Aber sie wird nicht immer darüber reden können.
Und sie hat nicht immer die Kraft dazu.
Hier hilft ihr etwas anderes wirklich, zur Ruhe zu kommen:
eine ruhige, einfache gemeinsame Zeit.
Keine Verhöre, keine Vorträge, kein "nun erklär dich doch mal".
Einfach bei ihr sein.
Viele Kinder beruhigen sich nicht durch Worte, sondern durch ein Gefühl:
Mama ist da.
Ich bin nicht allein.
Ich kann meine Schutzmauer für einen Moment senken.
Manchmal ist es ein Film gemeinsam auf dem Sofa,
ein kurzer Spaziergang,
ein bisschen Malen und Papier am Tisch,
oder auf dem Bett sitzen und über "nichts Wichtiges" reden -
all das lindert die innere Anspannung, sogar ohne ein einziges Wort darüber zu verlieren, "was los ist".
Wählen Sie diese Woche eine kleine Aktivität, die Sie mit Ihrem Kind machen möchten.
Etwas, das Sie gemeinsam tun können, auch wenn es nur fünfzehn Minuten sind.
Kein Handy, keine Ablenkung - nur Sie und er oder sie.
Sie müssen nicht jeden Ausbruch "reparieren".
Aber jeder kleine Moment des Miteinanders
stärkt diesen stillen Ort im Inneren -
den, der nach und nach
Kindern hilft, ruhiger zu werden. 💛