27/01/2026
AMD IST NICHT GLEICH AMD: DIE ZWEI GESICHTER DER MAKULADEGENERATION
Die altersbedingte Makuladegeneration zählt zu den häufigsten Ursachen für Sehverlust im Alter. Doch AMD ist nicht gleich AMD – es gibt zwei grundlegend verschiedene Formen, die unterschiedlich verlaufen und behandelt werden.
Die trockene AMD:
Mit etwa 85 Prozent ist sie die häufigste Form. Sie entwickelt sich meist langsam über Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte. Typisch sind Ablagerungen unter der Netzhaut, sogenannte Drusen. Die Sehkraft nimmt dabei allmählich ab. Für diese Form gibt es bislang keine Standardtherapie, regelmäßige Kontrollen sind jedoch wichtig.
Die feuchte AMD:
Sie betrifft nur 10-15 Prozent der Patienten, ist aber für etwa 90 Prozent der schweren Sehverluste verantwortlich. Hier wachsen krankhafte Blutgefäße unter die Netzhaut, die Flüssigkeit und Blut verlieren können. Die Folge: Das Sehen verschlechtert sich oft innerhalb weniger Wochen dramatisch.
Die gute Nachricht:
Die feuchte AMD lässt sich heute wirksam behandeln. Mit Medikamenten, die direkt ins Auge injiziert werden (VEGF-Hemmer), kann bei vielen Patienten die Sehkraft stabilisiert werden. In einigen Fällen verbessert sie sich sogar wieder.
Warnsignale ernst nehmen:
Wenn Sie plötzlich Verzerrungen wahrnehmen, gerade Linien wellig erscheinen oder einen dunklen Fleck im Sichtfeld bemerken – zögern Sie nicht. Bei der feuchten AMD zählt jeder Tag.
Eine frühe Diagnose ist entscheidend für den Behandlungserfolg.