04/01/2026
Was macht eine Kräuterfrau im Winter?
Wenn draußen Frost die Wiesen bedeckt und die Pflanzenwelt ruht, beginnt für die Kräuterfrau eine andere, ebenso wichtige Arbeitszeit.
Der Winter ist keine Pause – er ist Planungs-, Entwicklungs- und Aufbauphase.
Zuerst wird geordnet.
Vorräte an getrockneten Kräutern werden geprüft, ergänzt oder aussortiert.
Das vergangene Jahr wird ausgewertet:
Welche Mischungen waren besonders gefragt?
Welche Anwendungen haben gut geholfen?
Wo gab es Lücken im Angebot?
Dann beginnt die Vertiefung des Wissens.
Sie liest Fachliteratur, alte Kräuterbücher, neue Studien, Erfahrungsberichte.
Sie arbeitet sich tiefer in Pflanzenporträts ein, vergleicht Inhaltsstoffe, überprüft Anwendungen und entwickelt ihr Verständnis weiter.
Dieses Wissen fließt direkt in neue Rezepturen, Teemischungen, Tinkturen, Salben und Konzepte.
Parallel entsteht das kommende Jahr – auf dem Papier und im Kopf.
Der Veranstaltungskalender wird aufgebaut:
Kräuterwanderungen, Workshops, Kurse, Vorträge, thematische Jahreskreise, spezielle Seminare.
Termine werden festgelegt, Orte organisiert, Inhalte strukturiert, Materialien vorbereitet.
Auch die Außendarstellung wächst im Winter.
Texte für die Website werden geschrieben oder überarbeitet, Angebote klar formuliert, neue Inhalte geplant.
Social-Media-Beiträge entstehen im Voraus: Themenpläne, Bildideen, Geschichten rund um Pflanzen, Jahreszeiten und Anwendungen.
Der Winter ist die Zeit, in der Sichtbarkeit vorbereitet wird.
Und natürlich entstehen neue Kreationen:
Spezielle Frühlingsmischungen, individuelle Rezepturen für Workshops, thematische Kräuterpakete, neue Konzepte für Veranstaltungen.
Nicht zufällig – sondern auf Grundlage von Erfahrung, Nachfrage und sorgfältiger Planung.
Wenn der Frühling kommt, ist nichts improvisiert.
Alles ist vorbereitet, strukturiert und durchdacht.
Die Vorfreude steigt auf ein kraftvolles, lebendiges Kräuterjahr.