Brise Studie

Brise Studie Studie zu Hitzewallungen in den Wechseljahren - Unterstützung der Selbstheilungskräfte durch eine

11/11/2019

Die Tierstudien unter der Leitung von Forscherin Naomi Rance haben gezeigt, dass der hormonelle Botenstoff Neurokinin B eine vermutlich wichtige Rolle bei der Entstehung einer Hitzewallung spielt - ein großer Durchbruch in der gynäkologischen Forschung. Diese neue Erkenntnisse wurden in einer ersten Studie genutzt von Prof. Dhillo und Kollegen des Imperial College in London. Frauen mit Hitzewallungen erhielten über 4 Wochen ein Medikament, das als Hormon-Blocker des Neurokinin B fungiert. Mit anderen Worten - dieses Medikament blockiert nach dem „Schlüssel-Schloss-Prinzip“ die Andockstellen des Neurokinin B. Somit kann dies nicht aktiviert werden. Im Rahmen dieser Studie führte das Medikament bei 73% der Probandinnen zu einer
erheblichen Reduktion ihrer Hitzewallungen (im Vergleich zu 25% in der Placebo-Kontroll-Gruppe). Allerdings müssen diese Ergebnisse nun noch an größeren Stichproben untersucht werden. Interessant und verheißungsvoll bleibt jedoch, dass es endlich einen alternativen Ansatz zur Hormon-Ersatz-Therapie geben könnte. Die Studie wurde publiziert in der hochkarätigen medizinischen Zeitschrift Lancet.

Zum Nachlesen der Studie: https://www.thelancet.com/action/showPdf?pii=S0140-6736%2817%2930823-1
Spannender Podcast zu genau dieser Thematik (auf Englisch):
https://www.theguardian.com/science/audio/2019/sep/27/the-menopause-a-new-treatment-for-hot-flushes-science-weekly-podcast

Natürliche Hormontherapie – geht das?Vielleicht haben Sie auch schon von bioidentischen Hormonen gehört. Besonders in Be...
29/04/2019

Natürliche Hormontherapie – geht das?

Vielleicht haben Sie auch schon von bioidentischen Hormonen gehört. Besonders in Bezug zu Beschwerden, die mit der Menopause einhergehen, tauchen diese immer wieder auf. Doch was sind bioidentische Hormone eigentlich und was können Sie?
Bioidentische Hormone können, je nach Kombination der Hormone, auch ein Bestandteil der regulären Hormonersatztherapie sein. In diesen Fällen wird eine Kombination aus bioidentischen Hormonen und nicht-bioidentischen Hormonen verwendet. Bioidentische Hormone wirken wie die körpereigenen Hormone, welche bei Frauen in der Menopause in geringerer Menge vorhanden sind. Anders an den bioidentischen Hormonen ist dabei ihr Ausgangsstoff. Sie werden aus Pflanzen wie der Yamswurzel hergestellt und sind strukturell identisch mit den vom Körper selbst produzierten Hormonen (bioidentisch). Bei der Herstellung kann jedoch nur die Vorstufe unserer körpereigenen Hormone aus der Pflanze hergestellt werden. Die Aktivierung dieser ist lediglich chemisch im Labor möglich, da unserem Körper das passende Enzym dafür fehlt. Trotzdem können die Vorstufen im Körper an die passenden Hormonrezeptoren binden und in der Form möglicherweise bereits eine Linderung der Wechseljahresbeschwerden auslösen.

Was können diese bioidentischen Hormone nun anderes?

In Studien wurden bei einer Therapie mit bioidentischen Hormonen geringere Nebenwirkungen beobachtet, als für die Hormonersatztherapie bislang bekannt. Körperfremde Hormone können bei längerfristiger Einnahme zu Schlaganfällen, Thrombosen und einer erhöhten Brustkrebsrate führen. Vermutungen, dass bioidentische Hormone einen besseren Schutz vor diesen und anderen Nebenwirkungen der herkömmlichen Hormonersatztherapie bieten, konnten in einer Übersichtsstudie der Cochrane Collaboration bisher nicht bestätigt werden, jedoch ihre allgemeine Wirksamkeit bei Hitzewallungen und nächtlichen Schweißausbrüchen. Die Autoren weisen darauf hin, dass zum jetzigen Zeitpunkt Langzeitstudien zum Zusammenhang zwischen von bioidentischen Hormonen und langfristigen Nebenwirkungen noch fehlen.

Noch gibt es keine ausreichenden Studien zu der allgemeinen Wirksamkeit und Sicherheit bioidentischer Hormone. Einige Präparate haben jedoch bereits notwendige Studien durchlaufen und sind von der amerikanischen Behörde für Arzneimittelzulassungen für den Einsatz in der Hormonersatztherapie bereits anerkannt worden. Hierbei handelt es sich nicht um die individuell in der Praxis oder Apotheke hergestellten Creme. Bei diesen individuell angemischten Cremes ist nach wie vor unklar welche Hormonkonzentration enthalten ist und zudem wie viel davon über die Haut überhaupt aufgenommen werden kann. Eine Liste mit zugelassenen Präparaten findet sich beispielsweise auf der Seite der Harvard Medical School (siehe unten). Bei diesen Präparaten handelt es sich um in Studien getestete und daher von der Behörde für Arzneimittelzulassungen in den USA anerkannte Präparate zur Einnahme bei Wechseljahresbeschwerden in der Menopause mit nachgewiesener Wirksamkeit.

Bevor (nicht-bioidentische) Hormone bei Wechseljahresbeschwerden überhaupt eingenommen werden können, muss (anders als bei der Creme aus Apotheken) eine Hormonbestimmung stattfinden. Während der danach diagnostizierte Hormonmangel nach Leitlinien eine Hormontherapie rechtfertigt, wird vor der Einnahme von bioidentischen Hormonbestimmung zum Teil lediglich ein Speicheltest angeboten, der weniger präzise das Hormonlevel bestimmt. Die Hormonbestimmung über Blutentnahme ist hier (bei der Anwendung bioidentischer Hormone) keine Voraussetzung. Bei der Hormonbestimmung ist es in jedem Fall unabdingbar die Begleitumstände und alle beeinflussenden Faktoren, die auf das Hormonlevel Einfluss haben, zu betrachten. Eine einmalige Hormonbestimmung über den Speichel ist ähnlich wie ein einmaliges EKG, lediglich eine Momentaufnahme. Besonders im Speichel ist die Hormonkonzentration von vielen Faktoren stark beeinflusst und kann daher nicht mit der Bestimmung des Hormonlevels aus dem Blut verglichen werden. Empfehlenswert ist vor der Einnahme von Hormonen bei Wechseljahresbeschwerden daher auf jeden Fall eine Bestimmung der aktuellen Werte über die Blutentnahme.

Die Menopause in ihrer gesamten Länge dient für den Körper auch dazu seine Hormonproduktion umzustellen um langfristig die zu Beginn auffallend geringere Östrogenproduktion zu kompensieren. Dafür werden andere Hormone verstärkt produziert, so dass sich in unserem Körper nach der Menopause wieder ein natürliches Gleichgewicht einstellen kann. Der Hormonmangel während dieser Zeit ist daher ein temporärer Zustand, der sich bei jeder Frau nach der Menopause natürlicherweise wiedereinstellen sollte.

https://www.everydayhealth.com/menopause/bio-identical-hormone-treatment.aspx

https://www.health.harvard.edu/womens-health/fda-approved-bioidentical-hormones-for-menopausal-symptoms

Is bio-identical hormone therapy a safe and effective menopause treatment or a potentially dangerous one? Here are the facts on the ongoing debate.

24/03/2019

Wie entstehen Hitzewallungen?

Heute gehen wir besonders darauf ein, welche körperlichen Faktoren zur Menopause und den begleitenden Hitzewallungen führen.
Kennzeichnend für den Beginn der Menopause im durchschnittlichen Alter von 50-51 Jahren ist eine abnehmende Anzahl von Ovarialfollikeln in den Eierstöcken der Frau. Diese wachsen vor der Menopause bis zum Eisprung heran um dann freigesetzt zu werden. Gleichzeitig sind hormonelle Veränderungen zu beobachten wie der Anstieg von Follikelstimulierendem Hormon (FSH), ein Hormon , welches die Eireifung anregt. Serum Inhibin, ein Hormon das FSH hemmt und somit reguliert, sinkt hingegen ab und kann als früher hormoneller Marker genutzt werden um den perimenopausalen Übergang nachzuweisen. Außerdem wird das weibliche Geschlechtshormon Östradiol vom Östron (beides Östrogene) abgelöst, welches besonders von den Nebennieren sowie Fettzellen des Körpers gebildet wird. Die Hitzewallungen sind auf die Beeinflussung des thermoregulatorischen Systems über den Hypothalamus zurückzuführen. Als Schaltzentrale unseres Körpers im Gehirn reagiert er somit auf eine veränderte Konzentration von Östrogenen im Körper. Auslöser hierfür können Stress oder auch veränderte Temperatur der Umgebung sein, welche dann über eine Veränderung der Körperkerntemperatur zu den Hitzewallungen führen.

Zum Weiterlesen:

Kann Koffein Hitzewallungen verstärken?Die Womens Health Clinc at Mayo Clinic (Rochester, USA) hat in einer Querschnitts...
17/03/2019

Kann Koffein Hitzewallungen verstärken?

Die Womens Health Clinc at Mayo Clinic (Rochester, USA) hat in einer Querschnittsstudie über sechs Jahre lang Konsumentinnen koffeinhaltiger Getränke mit Nicht-Konsumentinnen verglichen. Nach dem Vergleich von insgesamt 2507 Teilnehmerinnen fanden die Forscher heraus, dass diejenigen, welche koffeinhaltige Getränke konsumieren über stärkere vasomotorische Symptome wie beispielsweise Hitzewallungen oder nächtliches Schwitzen berichteten. Währenddessen konnten jedoch kein Zusammenhang zwischen anderen menopausalen Symptomen wie Schlafstörungen und dem Koffein-Konsum aufgezeigt werden.

Was Frauen in der Menopause sich von Ihrem Arbeitgeber wünschen:Hardy et al. haben eine interessante Studie durchgeführt...
03/03/2019

Was Frauen in der Menopause sich von Ihrem Arbeitgeber wünschen:
Hardy et al. haben eine interessante Studie durchgeführt, um herauszufinden welche Belastungen Frauen während der Menopause an ihrem Arbeitsplatz wahrnehmen und was Arbeitgeber tun können. Ebenso wurden die 137 Frauen in der Studie befragt, wie ihre Arbeitgeber sich ihnen gegenüber in dieser Zeit verhalten oder auch besser nicht verhalten sollten. Besonders am Herzen liegt den Frauen ein verbessertes Bewusstsein über die Menopause sowie das Verständnis für die damit einhergehenden Symptome. Folgende Aspekte würden den Arbeitsalltag dieser Damen erleichtern:

- Keine Pauschalisierungen – Jede Frau ist anders!
- Akzeptanz der Menopause als natürlicher Prozess
- Arbeitsplatz: Ventilation oder gute Temperaturkontrolle, schnell
verfügbares kaltes Trinkwasser, Ruhezonen sowie einfacher
Zugang zu Toiletten, bequeme Arbeitskleidung
- Schutz der Privatsphäre - keine ungewollte Weitergabe von
Informationen an andere Mitarbeiter
- Weder Extrabehandlung noch Unterstellung von Inkompetenz
aufgrund der Menopause
- Flexibilität der Arbeitszeiten, z.B. für Arzttermine
- Training für alle Mitarbeiter im Umgang mit der Menopause

Maturitas. 2017 Jul;101:37-41. doi: 10.1016/j.maturitas.2017.04.011.

Sind Behandlungen in der Menopause eine Konsequenz des Leistungsdrucks und der Abwertung von Alter und Wandel in unserer...
24/02/2019

Sind Behandlungen in der Menopause eine Konsequenz des Leistungsdrucks und der Abwertung von Alter und Wandel in unserer Gesellschaft?
Oder ist es frauenfeindlich zu sagen, man solle mal lieber keine Behandlung in Anspruch nehmen und die Beschwerden durchstehen?

Frau Dr. Schaudig, Expertin für gynäkologische Endokrinologie hier in Hamburg und Frau Dr. Schindele, Wissensjournalistin und Fachbuchautorin - Zwei kluge Frauen in einem sehr lesenswerten Dialog über menopausale Behandlungen.

Ein Streitgespräch über die Vor- und Nachteile der Hormontherapie während der Wechseljahre.

Was tun bei schlechtem Schlaf?Hier gibt es verschiedene Regeln der Schlafhygiene. Zum Beispiel: Auf Mittagsschlaf verzic...
17/02/2019

Was tun bei schlechtem Schlaf?

Hier gibt es verschiedene Regeln der Schlafhygiene. Zum Beispiel: Auf Mittagsschlaf verzichten, ab nachmittags keinen Kaffee oder schwarzen Tee trinken, lieber tagsüber statt abends Sport treiben, nachts nicht auf die Uhr schauen/die Uhr abdecken und immer zu der gleichen Uhrzeit ins Bett gehen (+/- 30 Minuten). Ein festes Einschlafritual kann auch helfen, beispielsweise eine Entspannungs- oder Atemübung. Auch ernährungstechnisch kann in den Wechseljahren etwas unternommen werden.

Erika B. steckt in den Wechseljahren, leidet unter extremer Schlaflosigkeit und nimmt stetig zu. Wie kann sie als Vegetarierin ihren Nährstoffbedarf decken u...

13/02/2019
Haben wir eine körpereigene Apotheke?Unser Kooperationspartner Prof. Kaptchuk von der Harvard Medical School stellt in d...
10/02/2019

Haben wir eine körpereigene Apotheke?

Unser Kooperationspartner Prof. Kaptchuk von der Harvard Medical School stellt in diesem Ted Talk mehrere Studien vor, die die Bedeutsamkeit des Placeboeffektes hervorheben. Beispielsweise konnte bei Parkinsonpatienten gezeigt werden, deren Medikation abgesetzt wurde, dass das Gehirn nach der Einnahme von Placebos körpereigene Wirkstoffe produziert. Diese waren in der Dosis vergleichbar zur ursprünglichen Medikation.

Ted Kaptchuk, Professor of Medicine at Harvard Medical School, directs the Program in Placebo Studies, Healing and Therapeutic Encounter. In his talk, he upe...

Verlieren Frauen die Lust an S*x? Umfragen zufolge wünschen sich Damen in der Menopause mehrmals im Monat S*x. Dennoch h...
03/02/2019

Verlieren Frauen die Lust an S*x?

Umfragen zufolge wünschen sich Damen in der Menopause mehrmals im Monat S*x. Dennoch haben ungefähr 25% der Frauen im Alter von 50-55 keinen S*x mehr. Dies liegt nicht nur an körperlichen Veränderungen, sondern auch an gesellschaftlichen Erwartungen, persönlichen Einstellungen, Stress sowie der Qualität und Dauer der Beziehung.

Die Wechseljahre sind wie eine zweite Pubertät. Das Leben ist im Umbruch, der Hormonspiegel schwankt. Viele Frauen haben dann keine Lust auf S*x.

Eines Tages wird die Menopause kein Tabuthema mehr sein. Bis dahin erfreuen wir uns an den Powerfrauen des "Heiße Zeiten...
27/01/2019

Eines Tages wird die Menopause kein Tabuthema mehr sein.
Bis dahin erfreuen wir uns an den Powerfrauen des "Heiße Zeiten"-Musicals, die am Flughafen lauthals einstimmen - zu den Beschwerden und zu den Chancen der Menopause.

Wechseljahre – na und!?! Die Heldinnen aus den Quotenschlagern „S*x and the city“ und „Desperate Housewives“ können einpacken, wenn SIE auf die Bühne treten:...

20/01/2019

Ist die Hormontherapie schädlich?

Seit der Women's Health Initiative (WHI) Studie aus 2002, welche die Wirkung und Nebenwirkung von Hormontherapie mit 16.608 Frauen untersucht hat, sank die Verschreibungsrate rapide. Die Autoren schlossen aus den Ergebnissen, dass Hormone das Herzinfarkt-, Schlaganfall- und Thromboserisiko sowie das Risiko für Brustkrebs erhöhen.

Gynäkologin Dr. Ilkhanipur befürwortet einen differenzierten Blick auf die Studienergebnisse. Ihr Plädoyer: Verschiedene Faktoren sollten berücksichtigt werden, z.B. Alter und Vorerkrankungen der Frau. Bei günstiger Konstellation könnten Hormone viele Frauen bezüglich ihrer Wechseljahressymptome entlasten und sogar das Herzinfarktrisiko reduzieren.

Die Wechseljahre sind eine Umbruchszeit im Leben jeder Frau. Um die 50 ändert sich vieles, und die körperlichen Veränderungen machen vielen Frauen zu schaffen. Ungefähr ein Drittel hat starke ...

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