10/02/2026
Mitarbeitende kämpfen nicht gegen deine Entscheidungen.
Sie kämpfen gegen das, was deine Entscheidung sie kostet.
Wenn du nur die Vorteile verkaufst, wird über die Nachteile im Flur gesprochen.
Wenn du echte Umsetzung willst, mach eine Sache, bevor du die Veränderung verkündest:
Mach einen SystemCheck mit den Menschen, die es am Ende umsetzen müssen.
Der SystemCheck ist ein Prozess mit vier Fragen.
Er sichert Entscheidungen ab, bevor sie Reibung erzeugen.
Wenn du Konflikte vermeiden willst, Akzeptanz erhöhen willst und nicht in endlosen Rechtfertigungsschleifen landen willst, beantworte diese vier Fragen:
1. Was ist gut am aktuellen Zustand?
Benenne, was die Vorteile der Gegenwart sind.
Wenn du das überspringst, hören Mitarbeitende: Das, was wir aufgebaut haben, zählt nicht.
2. Was muss passieren, damit diese Vorteile bleiben, auch nach der Veränderung?
Schütze das, worauf dein Team heute angewiesen ist.
Damit das Neue nicht aus Versehen zerstört, was bereits gut läuft. Das sind auch Aspekte der Unternehmens- und Teamkultur.
3. Was sind die Nachteile, Risiken oder negativen Konsequenzen dieser Veränderung?
Beantworte das so, als wäre die Veränderung bereits umgesetzt.
Wenn du die Nachteile jetzt nicht auf den Tisch legst, kommen sie später trotzdem hoch.
4. Was musst getan, gelernt oder verändert werden, damit diese Nachteile nicht eintreten?
Das ist der Kern der Methode.
Gibt es hier widerstand oder nur unrealistische Antworten, dann musst du dein Ziel nochmal überarbeiten und neu definieren.
Warum nutze ich das mit Unternehmern und Geschäftsführern?
Weil das nicht nur Veränderungen absichert, sondern auch Zugehörigkeit erzeugt. Mitarbeiter werden für ihren Input anerkannt und tragen etwas bei. Das fühlt sich gut an.
Wenn Menschen sich übersehen fühlen, schützen sie sich.
Und das sieht dann aus wie Verzögerung, Umwege und Gespräche hinter verschlossenen Türen.