22/03/2026
Es gibt ein paar limitierende Glaubenssätze, die mir immer wieder mal begegnen, wenn es um Yoga geht, und ich möchte mir heute mal die Zeit nehmen, diese Bedenken vielleicht ein wenig zu zerstreuen:
1.
"Ich habe Angst, dass ich mir blöd vorkomme, weil die anderen das besser können als ich."
Es geht im Yoga nicht um Wettbewerb, Leistung oder gar Perfektion. Ganz im Gegenteil: Es geht darum, ganz bei dir zu sein, liebevoll mit dir umzugehen, deinen Körper und deine Grenzen zu spüren. Und Vergleiche bringen auch gar nichts, denn wir sind alle anatomisch unterschiedlich. Der eine ist sehr eng in der Hüfte, während der andere von Haus aus mit mehr Flexibilität ausgestattet ist. Manche Menschen haben kürzere Arme, andere längere. Während der eine ein Hohlkreuz hat, hat ein anderer Knieprobleme.
Also schiel nicht nach rechts, wie toll die Person neben dir sich vielleicht verbiegen kann. Bleibe bei dir und praktiziere Yoga so, wie es im Rahmen deiner Möglichkeiten liegt. Und scheue dich nicht, eine für dich sanftere Variante zu wählen oder die angebotenen Hilfsmittel zur Unterstützung zu nutzen.
2.
"Ich bin viel zu ungelenkig für Yoga."
Na? Ahnst du es schon? Genau: Gerade wenn du (vermeintlich) unbeweglich bist, ist Yoga eine super Möglichkeit, deine Beweglichkeit sanft zu verbessern. Sei aber auch hier geduldig mit dir - Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut ;-)
3.
"Für Yoga bin ich zu hibbelig, ich muss mich auspowern!"
Auspowern ist super! Und wichtig. Aber gerade wenn du von Haus aus sehr hibbelig bist, dann lass es dir von einer Expertin in Sachen Hibbeligkeit gesagt sein ;-) Es ist superwichtig, dass wir unserem Nervensystem und unserem Geist auch mal die Möglichkeit geben, in den Ruhemodus zu schalten. Beim Yoga wird unser Parasympathikus, der Ruhenerv, aktiviert, Blutdruck und Cortisol werden gesenkt, und durch die Konzentration auf die Übungen und den Atem kommt auch unser Geist immer mehr zur Ruhe.
Und du musst auch gar nicht all deine Gedanken ausschalten, die dir vielleicht immer noch durch den Kopf rasen. Es ist ok, wenn da oben noch Rush Hour ist. Nimm die Gedanken einfach wahr und richte deinen Fokus wieder ins Hier und Jetzt. Und mit regelmäßiger Praxis wird es deinem Geist immer leichter fallen, zur Ruhe zu kommen.
Also: Wer atmen kann, kann Yoga machen 🙃 Namasté 🙏