15/02/2026
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Die Birke, lateinisch als Betula pendula bezeichnet, ist leicht an ihrer weiß glänzenden Rinde zu erkennen. Pharmazeutisch verwendet werden die getrockneten Blättern. Ihre Hauptinhaltsstoffe sind Flavonoide, Gerbstoffe und Triterpenester. Als therapeutisch relevante Wirkungen sind durchspülungsfördernde Wirkung bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und die unterstützende Behandlung bei rheumatischen Beschwerden zu nennen. Interessant ist auch die fiebersenkende Wirkung. Durch Bäckerhefe induziertes Fieber bei Ratten wurde durch einen 25%igen wäßrigen Birkenblätterextrakt signifikant gesenkt. Die maximale Hemmung des Fieberanstiegs betrug 40 % nach 5 Stunden. Das in Birkenpech enthaltene Betulin fördert die Wundheilung.
In der Mythologie ist die Birke ein schützender Baum. Besonders im ländlichen Raum wurden Birken zum Unfallschutz an stark befahrenen Straßen und uneinsichtigen Stellen gepflanzt, da ihre weiße Rinde auch in der Dunkelheit gut sichtbar ist.
Betula pendula leitet sich vom lateinischen „betula“ für Birke ab, das vermutlich auf ein keltisches Wort wie betu („Harz“ oder „Pech“) zurückgeht. Das Artepitheton „pendula“ stammt ebenfalls aus dem Lateinischen und bedeutet „hängend“ oder „herabhängend“. Es bezieht sich auf die charakteristisch überhängenden Zweige dieser Birkenart.