05/03/2026
🌿 Lymphwoche: Wissen stärkt! Was unterscheidet ein primäres von einem sekundären Lymphödem?
Das Lymphsystem spielt eine essenzielle Rolle für unseren Flüssigkeitshaushalt und unser Immunsystem. Kommt es zu einer Störung des Lymphabflusses, kann ein Ödem, eine Schwellung entstehen, welche sich zu einer chronischen Erkrankung, einem Lymphödem entwickeln kann. Doch nicht alle Lymphödeme sind gleich.
Primäres Lymphödem
Ein primäres Lymphödem ist genetisch bedingt oder angeboren. Es entsteht durch Fehlbildungen der Lymphknoten oder der Lymphgefäße, die entweder zu wenige, zu enge oder funktionsgestörte Lymphbahnen aufweisen. Diese Form tritt häufig asymmetrisch auf und zeigt sich oft bereits in der Kindheit, Jugend oder im jungen Erwachsenenalter. Lymphödeme können in allen Körperregionen auftreten. Neben Armen, Beinen oder Gesichtsödemen können auch Genitallymphödeme auftreten.
Sekundäres Lymphödem
Das sekundäre Lymphödem entsteht durch äußere Einflüsse, die das Lymphsystem schädigen. Häufige Ursachen sind:
✔ Krebsbehandlungen (z. B. Entfernung von Lymphknoten bei Brustkrebs oder Bestrahlungstherapien)
✔ Operationen oder Traumata, die Lymphbahnen verletzen
Entzündungen oder Infektionen, wie Erysipel-Infektionen können bei einem geschädigten Lymphgefäßsystem eine Entstehung eines Lymphödems verursachen oder bereits bestehende Lymphödeme verschlechtern.
Chronische Venenerkrankungen können Ursache für ein phlebo-lymphostatisches Ödem sein.
Warum ist eine frühzeitige Behandlung wichtig?
Ohne adäquate Therapie kann ein Lymphödem fortschreiten und zu Verhärtungen des Gewebes (Fibrose), Hautveränderungen oder Infektionen führen. Mit der richtigen Behandlung – bestehend aus Manueller Lymphdrainage, Kompressionstherapie, Hautpflege und Bewegung – lassen sich Schwellungen reduzieren, Beschwerden lindern und die Lebensqualität erheblich verbessern.
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