04/02/2026
Heute im Porträt: Narde
Die Narde (Nardostachys jatamansi) ist eine heilige Pflanze aus den feuchten Regionen des Himalayas, wo sie seit Jahrtausenden für ihre spirituelle und heilende Kraft geschätzt wird. Besonders in Nepal, Bhutan und Sikkim wächst sie in Höhenlagen zwischen 3000 und 5000 Metern. Auch in China und Japan gedeiht sie in ähnlichen Klimazonen. Der Sanskritname „Jatamansi“ bedeutet „Spender von Leben“ und verweist auf ihren hohen Stellenwert in der ayurvedischen Heilkunde.
Die Narde gehört zur Familie der Baldriangewächse und ist ein immergrünes Gewächs mit kräftigen Wurzeln und einem bis zu 60 cm langen Spross. Das ätherische Öl wird durch Dampfdestillation der getrockneten Wurzeln gewonnen und hat einen aromatischen, erdigen und würzigen Duft. Chemisch besteht es aus Bornylacetat, Valeranon und 1,8-Cineol. Nardenöl harmoniert besonders gut mit Lavendel, Lemongras, Muskatellersalbei, Neroli, Patschouli und Vetiver.
Schon im Altertum wurde die Narde als heilig verehrt – sie war nur Königen, Priestern und hohen Weihen vorbehalten. Im Neuen Testament wird von Maria Magdalena berichtet, die Jesus mit Nardenöl salbte, ein Akt höchster Ehrung. Ihr Wert entsprach damals einem Jahreseinkommen und wurde von den wohlhabenden Frauen des antiken Ägyptens und Roms für Parfums und Schönheitsmittel genutzt.
Das ätherische Öl der Narde hat vielfältige Eigenschaften: Es wirkt krampflösend, reguliert den Herzschlag, stärkt das Herz und senkt den Blutdruck. Auch bei Magenverstimmungen und hormonellen Ungleichgewichten hilft es. Auf der psychischen Ebene beruhigt es das Nervensystem, regeneriert den Geist und fördert innere Stärke. Narde unterstützt die Meditation, bringt uns in Einklang mit uns selbst und hilft, spirituelle Klarheit zu finden, während ihr erdender Duft uns zu unserer inneren Quelle führt.
Quelle: https://carrieroflight.com/narde-jatamansi-spender-von-leben/?lang=de