19/01/2026
🩺🌿 Integrative Medizin: Zukunft braucht Ganzheitlichkeit
Beim Festsymposium zur Verstetigung des Lehrstuhls für Integrative Medizin und Naturheilkunde in Bamberg durfte ich heute eine Festrede halten – und das war für mich weit mehr als ein formeller Termin. Integrative Medizin begleitet mich seit vielen Jahren: als Gesundheitspolitiker, als ehemaliger Bürgermeister der Kurstadt Bad Wörishofen, als Gesundheitsminister und auch heute als Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion. Sie steht für eine Medizin, die den Menschen ganzheitlich denkt – mit Körper und Geist, mit wissenschaftlicher Evidenz und menschlicher Zuwendung.
Mein besonderer Dank gilt Prof. Dr. Jost Langhorst und seinem Team für ihre Beharrlichkeit und Überzeugungskraft. Die Verstetigung des Lehrstuhls ist ein starkes Signal: für Forschung, Lehre und Versorgung auf höchstem Niveau – und für ein Modell, das stationäre, teilstationäre und ambulante Angebote sinnvoll verzahnt. Bamberg zeigt, wie moderne, evidenzbasierte Naturheilkunde im Gesundheitssystem verankert werden kann. Ebenso danke ich der Sozialstiftung Bamberg mit Xaver Frauenknecht und Martin Wilde sowie allen Beteiligten, die diesen Weg über Jahre unterstützt haben.
Ein ganz Dank gilt auch meiner Kollegin Melanie Huml. Sie hat in Bamberg einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der Integrativen Medizin geleistet und sich darüber hinaus mit großem Herzblut für soziale Projekte wie das Kinder- und Jugendhospiz eingesetzt. Dieses Engagement für Medizin, Menschlichkeit und Zusammenhalt prägt die Stadt nachhaltig. Ich drücke ihr fest die Daumen, dass sie Oberbürgermeisterin wird – Bamberg würde davon profitieren.
Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel, steigenden Kosten und wachsenden Erwartungen braucht unser Gesundheitswesen neue Antworten. Integrative Medizin ist für mich kein „Entweder-oder“, sondern ein „Sowohl-als-auch“: Hightech und Heilpflanze, Präzision und Prävention, Effizienz und Empathie. Die Verstetigung dieses Lehrstuhls ist deshalb ein Bekenntnis zu einer Medizin mit Maß und Mitte – und ein wichtiger Schritt für mehr Lebensqualität der Patientinnen und Patienten.