19/03/2026
Von einer Kollegin, sie spricht mir so sehr aus dem Herzen:
Warum "einfach mal schamanisch losreisen" gefährlich ist.
Schamanische Arbeit ist kein Wellness-Trip. Es ist Handwerk.
In letzter Zeit lese ich immer öfter, dass beim schamanischen Reisen „nichts passieren könne“. Dass man kein Grundwissen, keine Schutzmaßnahmen braucht und manche behaupten sogar Drogen sind eine legitime Abkürzung.
Als Bären-Schamanin sage ich: Das ist nicht nur ignorant, es ist hochgradig verantwortungslos.
In meiner Tradition – einer fundierten, neunjährigen Ausbildung, in der ich mich aktuell im fünften Jahr befinde – lerne ich jeden Tag: Wer ohne Technik, ohne energetischen Schutz und vor allem ohne Erdung reist, spielt mit dem Feuer.
Wer die geistige Welt betritt, öffnet unter anderem Türen zum Unterbewusstsein, die man allein oft nicht mehr zubekommt.
Warum diese Ignoranz so riskant ist:
Retraumatisierung: Ohne die Fähigkeit zur Abgrenzung können traumatische Erlebnisse ungefiltert hochbrechen und das Nervensystem komplett überfordern.
Fehlende Erdung: Wer den Rückweg in den Körper nicht sauber abschließt, riskiert Dissoziation, Realitätsverlust oder im schlimmsten Fall psychotische Schübe.
Die Substanz-Falle: Drogen reißen Schutzwälle nieder, die aus gutem Grund da sind. Ohne jahrelange Disziplin und ethische Führung ist das kein spiritueller Fortschritt, sondern ein freier Fall.
Echte schamanische Arbeit braucht keine Abkürzungen. Sie braucht Ethik und Respekt. Ein Bär stürzt sich nicht blindlings in einen reißenden Fluss; er kennt seine Kraft, seine Grenzen und den festen Grund unter seinen Tatzen.
Wer Sicherheitshinweise als „Angstmacherei, Geldschefflerei oder Betrügerei“ abtut, hat die Verantwortung gegenüber der menschlichen Seele nicht verstanden.
Spiritualität braucht kein "Licht und Liebe Getue", sie braucht ein stabiles Fundament. 🛡️🐻
Wirst du auch hellhörig, wenn spirituelle Arbeit als reiner Wellness-Trip ohne Risiken verkauft wird? Wo ziehst du deine Grenze?