25/06/2023
Johanniter üben den Einsatz im Wald und im Gelände
31 ehrenamtliche Johanniter trafen sich zum Fortbildungswochenende auf der Horber Schütte, um unter anderem Erste Hilfe in freier Natur zu lernen. Hierzu wurde auf dem Campingplatz Schütte extra ein Zeltlager aufgebaut.
Gestartet wurde am Freitagabend mit einem Schnupperkurs im Bogenschießen. Der 23-Spots-Park hatte extra für die Johanniter geöffnet, um ihnen den Umgang mit dem Langbogen zu zeigen. Nach einer Sicherheits- und Grundschulung konnten die Teilnehmer dann ihre Zielsicherheit üben.
Hauptprogrammpunkt am Samstag war die Ausbildung in Outdoor-Erster Hilfe: hier ging es um Ersthilfe-Techniken in freier Natur - fernab schnell eintreffender Rettungsdienste. Dabei sollten mit erlebnispädagogischen Ansätzen auch die Teams gestärkt und das Teammanagement optimiert werden.
Durch die so genannte „realistische Unfalldarstellung" lernten die Teilnehmer unter anderem, wie man unterkühlte Patienten behandelt, mit Stöcken eine Streckschiene anlegt, eine behelfsmäßige Trage baut und sicher durch unwegsames Gelände kommt. Der Umgang mit lebensbedrohlichen Zuständen wie Schock oder Herz-Kreislaufstörungen und das Behandeln von Brüchen und Wunden wurde ebenso trainiert, um die „Verletzten“ im Wald zu retten. Der Transport der Verletzten in unwegsamem Gelände wurde schnell zur Herausforderung und war nur im Team zu bewältigen.
Nach Einbruch der Dunkelheit wurde das Szenario vom Schwierigkeitsgrad her noch erhöht: Fünf Verletzte mussten im dunklen Wald gefunden werden, was angesichts weniger Taschenlampen hauptsächlich mit Handyleuchten möglich war und auch funktioniert hat. Die unterschiedlichsten Verletzungen mussten erstversorgt werden und der Abtransport war nachts wesentlich schwieriger, als bei Tageslicht. Die Teilnehmer lernten im Notfall ruhig zu bleiben, die richtigen Prioritäten zu setzen und erfolgreich Erste Hilfe zu leisten. Zur Belohnung gab es zum Abschluss des Tages eine kleine Weinprobe mit Weinen aus dem eigenen Johanniter-Weingut in der Pfalz.
Der Sonntagvormittag war der Herz-/Lungenwiederbelebung gewidmet. Es wurde viel mit dem Automatischen Defibrillator (AED) geübt und auch die Sicherstellung der Atemwege mit dem sogenannten Larynx-Tubus trainiert.
Das Wochenende ging mit viel Spaß und leckerer Verpflegung sehr schnell vorbei. Die begeisterten Teilnehmer waren sofort für eine Wiederholung im nächsten Jahr.
Wer Interesse hat, ehrenamtlich bei den Johannitern in Horb mitzuwirken, hat Möglichkeiten im Sanitätsdienst, der Psychosozialen Notfallversorgung, dem Bevölkerungsschutz und in der Jugendarbeit. Auch Erste-Hilfe-Ausbilder zu werden ist möglich. Wer Interesse hat, kann sich beim Horber Ortsbeauftragten Gerold Imhof unter gerold.imhof@johanniter.de melden.